Jahrelang liess Novartis-Lenker Daniel Vasella seine Firmenjets stolz mit dem Kennzeichen HB und dem Schweizerkreuz in der Welt herumfliegen. Doch dieses traute Bild ist verschwunden: Drei Jets sind seit Ende 2010 in der britischen Steueroase Isle of Man registriert.

Bei den Jets handelt es sich um zwei Falcons und einen Global Express. Sie tragen neu das M-Kennzeichen der Insel. Der Global Express wechselte zum Beispiel von HB-INJ zu M-MNAA.

Zu den Gründen will sich Novartis nicht detailliert äussern. Die Änderungen seien «aus Gründen der Betriebssicherheit und der Effizienz» erfolgt, sagt ein Novartis-Sprecher. Die Aufsicht der britischen Insel über die registrierten Flugzeuge richtet sich nach bewährten Regeln der Europäischen Agentur für Flugsicherheit. Dies gilt auch für Malta, wohin etwa die Zürcher Privatfluggesellschaft Comlux einen Teil ihrer Flotte abgezogen hat.

Eine EU-Registrierung in Malta oder auf der Isle of Man ermöglicht ein problemloses, freies Fliegen zwischen Airports der EU, was Grund für einen Wechsel sein kann. In der Branche ärgert man sich aber auch darüber, dass die Registrierungen von Flugzeugen in der Schweiz viel teurer seien und viel mehr Zeit als auf den Inseln.

Beim zuständigen Bundesamt für ­Zivilluftfahrt (Bazl) gibt man sich gelassen. «Unsere Zahlen zeigen, dass es keine grossen Abgänge aus unserem Register gibt», sagt eine Sprecherin. Je nach Flugzeug, Herkunft und Qualität der Dokumente benötige man mehr oder weniger Zeit für die Zulassung. Immerhin hat das Bazl die Sektion Zulassung mit mehr Personal verstärkt.