Dieser Mann ist der Grund, warum wir Deutschland lieben

Wir Schweizer haben ja ein ambivalentes Verhältnis zu Deutschland. Wir lieben Berlin und Hamburg, wir missgönnen der Fussball-Nationalelf jeden Erfolg, wir nerven uns über die vermeintliche deutsche Arroganz und wir geniessen es, zum Shoppen über die Grenze zu fahren und satt zu sparen. Und wenn wir letzteres tun, besuchen wir mit allergrösster Wahrscheinlichkeit einen Laden aus dem Imperium von Götz Werner  Der ungewöhnliche Vorzeigeunternehmer (siehe das Porträt von Kollegin Melanie Loos hier) hat das wohl deutscheste aller Retail-Formate geschaffen, den Drogeriemarkt. Und in Werners süddeutschen DM-Filialen decken wir Schweizer uns ein mit Duschgel, Vitamindrinks, Sonnencrème und Putztüchern für Baby-Füdli. Bald könnte die Fahrt über die Grenze nicht mehr nötig sein. Wie Recherchen Abo von Kollege Andreas Güntert zeigen, sondiert DM den Markteintritt in die Schweiz. Das Unternehmen stellt das zwar in Abrede. Klar aber ist: Es ist mit Vermittlern von Retail-Flächen in Kontakt. Lesen Sie hier Abo die ganze Geschichte.
 

2021 markiert das Ende der Swiss as we love it

2019 flogen 18,5 Millionen Menschen mit der Swiss. 2020 waren es 4,8 Millionen. Das ist ein Minus von 74 Prozent. Wie viele Menschen 2021 in ein Flugzeug der Swiss steigen werden, ist offen. Klar aber ist: Bis es wieder 18,5 Millionen sein werden, wird es dauern, sehr lange dauern. Möglich ist auch: Es werden nie wieder so viele sein. Und das bedeutet: 2021 markiert das Ende der Swiss as we love it. Unsere Lieblingsairline wird nie mehr dieselbe sein, staatliche Bürgschaften hin oder her. Chef Dieter Vranckx, der heute erstmals mit der Bilanz 2020 vor die Medien getreten ist, sagt es so: «Seit Jahresbeginn hat sich die Ausgangslage massiv verschlechtert. Es zeigt sich in aller Deutlichkeit, dass sich die gesamte Airlinebranche strukturell verändern wird. Folglich wird auch Swiss eine stärkere Redimensionierung prüfen müssen als bislang vorgesehen.» Mehr zu den Horrorzahlen der Swiss lesen Sie hier. Mehr zu Vranckx' vielen Baustellen finden Sie hier in der Analyse Abo von Kollege Tim Höfinghoff.

Lunch Topics: Scharfe Business-News

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E-Autos 1: Ihr «HZ»-Date bei Clubhouse

Was sind Trends und Herausforderungen beim Elektroauto-Boom? Darüber reden wir beim Clubhouse-Talk der «Handelszeitung» morgen Freitag von 12 bis 13 Uhr. Warum hat Tesla einen so hohen Stellenwert in der Schweiz? Holt die Konkurrenz bald auf? Weshalb tun sich manche Hausverwalter und Immobilienbesitzer noch schwer beim Thema Wallbox? Über das alles wollen wir mit Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser, diskutieren. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind. Hier geht es zur Teilnahme. Mit dabei sind unter anderem Alexandra Asfour, Leiterin E-Mobilität bei SAK, Technikblogger und E-Auto-Tester Hans Fischer sowie Luc Tschumper, stellvertretender Geschäftsführer von Swiss eMobility. Und Sie!

E-Autos 2: Die Schweizer Stromer-Gemeinden

Elektroautos sind in der Schweiz beliebt wie nie. Ganz besonders in der 11'000-Seelen-Gemeinde Risch am Zugersee: einkommensstark, viele Hausbesitzer und eine hohe Dichte an technologieaffinen Life-Science-Arbeitskräften. Der Ort verfügt mit 66 E-Autos pro 1000 Einwohner über die meisten Batteriefahrzeuge im schweizweiten Vergleich. Und nicht, wie man glauben könnte, die bevölkerungsreichste Stadt des Landes: in Zürich fahren nur 6 von 1000 Einwohnern ein vollelektrisches Auto. Die HZ hat dazu die Statistiken des Bundesamts für Strassen und des Bundesamtes für Statistik ausgewertet. Dabei heraus kam, dass Herr und Frau Schweizer in der Kategorie Elektro am meisten auf Tesla, Renault und BMW abfahren. Und steigen dann am liebsten in den Tesla Model 3, den Renault Zoe und den BMW i3 ein. Lesen Sie die Geschichte von Bernhard Fischer hier Abo. Und hier finden das Interview mit PwC-Autoexperte Andreas Schlegel. Er erklärt, was es noch braucht für einen nachhaltigen Siegeszug der E-Autos.
 

Der beste Arbeitgeber der Schweiz? Rivella!

Was macht einen guten Arbeitgeber in Corona-Zeiten aus? Die Luxus-Kantine, in die niemand reindarf, oder das Firmen-Gym, das seit März 2020 geschlossen ist, eher nicht. Jetzt zählen Dinge wie professionelles Remote-Work-Management und Betreuung von Angestellten im Homeoffice. Im Ranking der besten Arbeitgeber der Schweiz, das die HZ zusammen mit Statista präsentiert, zeigen wir einige der Firmen, die ihre Mitarbeiter auch im Krisenjahr 2020 überzeugt haben. Kollege Stefan Mair zeigt Ihnen Siegerin Rivella und die komplette Liste mit allen 250 Firmen in den relevanten Branchen der Schweiz hier.

Der heisse Fight um die Macht beim FC Basel

Beim Serienmeister vom Rheinknie geht es drunter und drüber: Nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz. Dabei stehen sich Mehrheitseigner Bernhard Burgener und Minderheitsaktionär David Degen gegenüber. Der Ex-FCB-Spieler könnte seinen Anteil am Club eigentlich erhöhen. Doch die Mittel sind knapp und die Frist für die Kaufoption läuft bald aus. Nun zeigen Recherchen Abo meines Kollegen Sven Millischer, dass Degen Unterstützung erhält. Um den Ex-Fussballprofi schart sich eine illustre Truppe an Wirtschaftsführern, angeführt von Ex-Botschafter Thomas Borer. Mit von der Partie: Rainer-Marc Frey, Domenico Scala und Marco Gadola. Die ganze Story lesen Sie hier Abo.

«Upbeat»: Die sanften Roboter der Zukunft

Stellen Sie sich einen Roboter vor, der Material bewegt, ohne es anzufassen. Zellen und kleinste Bauteile werden damit verschoben, neu justiert oder bearbeitet. Das Risiko für Fehler und Erschütterungen, die ein Objekt beschädigen sinkt damit auf fast Null. Gründer Marcel Schuck von der ETH Zürich hat mit seiner Firma No-Touch Robotics so ein futuristisch klingendes System entwickelt und könnte damit der Robotik die Zukunft weisen. Sehen Sie das Interview hier und hören Sie den Gründer auf Spotify und Apple Podcasts. Wie immer alles aus der Hand von Kollege Stefan Mair.


Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Und wie immer: Guten Appetit!
Marcel Speiser
Stv. Chefredaktor
«Handelszeitung»