Die Geschäftsidee? Simultandolmetscher und Konferenzteilnehmer loggen sich in die Interprefy-Plattform ein. Die Dolmetscher arbeiten aus der Ferne, die Nutzer hören sie mit ihren Mobilgeräten.Wie ist sie entstanden? Kim Ludvigsen und Peter Frei arbeiteten zusammen für die Konzernleitung der Schweizerischen Post, wo sie sich darüber ­ärgerten, wie altmodisch und schwerfällig die ­Dolmetscher-Infrastruktur ist.

Warum der Name? Abgeleitet von «interpret», englisch für Dolmetschen. Plus die von vielen hippen Unternehmen verwendete Endungssilbe «-fy».

Womit erzielen Sie die Umsätze? Die Kunden zahlen für die Nutzung der Plattform, abhängig von der Zeit und der Anzahl Teilnehmer und Sprachen.

Die grosse Stärke? Die Technologie ist nicht nur innovativ, sondern auch disruptiv und stellt die Branche auf den Kopf. Kostenersparnis: über 50 Prozent.

Die grösste Herausforderung? Die Trägheit der ­potenziellen Kunden zu überwinden; Widerstand der etablierten Marktplayer.

Der bisher grösste Erfolg? Die Verleihung des Language Technology Innovate Awards 2015 in Brüssel. Das Überraschendste bisher? Die negative, zum Teil sehr emotionale Reaktion von älteren, etablierten Dolmetschern.

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Website: www.interprefy.com // Gegründet: November 2014 // Gründer: Kim Ludvigsen (57), CEO; Peter Frei (53), Head of IP; Jacob Høgh (48), Head of Interpreters; Paul Renaud (61) // Anzahl Mitarbeiter: 5 // Umsatzziel für 2015: 20 000–40 000 Franken // Profitabel ab: Juni 2017.