Klotzen statt kleckern: Das ist bei der Swiss Life Programm. Sie ist Eigentümerin des grössten privat gehaltenen Immobilienportfolios der Schweiz. Den Ausbau lässt sich der Lebensversicherungskonzern einiges kosten. 12'717 Franken pro Quadratmeter im Fall eines Grundstücks im Leutschenbach-Quartier in Zürich. Total kommt Swiss Life auf Immobilien im Wert von 25 Milliarden Franken, wie die Grafik von Statista zeigt.

Auf der Liste der weltweit grössten privaten Immobilieninvestoren von IPE Real Assets belegte Swiss Life 2018 den achten Rang. Dahinter folgen weitere Investoren aus der Schweiz: Die Zürich-Versicherung (38.), Migros (51.), Swiss Re (80.) und ASGA Pensionskasse (84.).

Tausende wohnen in Migros-Wohnungen

Auch diese setzen weiter auf den Markt mit dem Wohnen. So investierte etwa mit der Zürich die Nummer zwei der Schweizer Investoren laut dem aktuellen Immobilienbericht 2018 30 Millionen in den Wohnungsmarkt.

Beeindruckend auch die Zahlen der Migros: Ihr Immobilien-Portfolio umfasste Ende 2018 laut dem Jahresbericht 13'158 Wohnungen. Dazu kommen Geschäftsflächen von 326'605 Quadratmetern.

GrafikImmobilieninvestoren

Die Liste der hundert grössten Immobilieninvestoren hat fünf Schweizer Vertreter.

Quelle: Statista
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Tiefe Zinsen sorgen für hohe Investitionen

Der Anlagebestand der Swiss Re umfasst ein Immobilienportfolio im Gesamtwert von rund 2,25 Milliarden Franken.

Auf Ausbau stehen die Zeichen auch bei der ASGA Pensionskasse. «In den vergangenen zehn Jahren ist unser Immobilienbestand, durch die Planung und Realisierung diverser Immobilienprojekte, stetig gewachsen», heisst es auf der Webseite. Aktuell in der Fertigstellung sind zwei Objekte in Frauenfeld TG und Horw LU.

Es ist keine Überraschung, dass unter den grössten Schweizer Immo-Investoren Versicherer und Pensionskassen vorne dabei sind. Das tiefe Zinsumfeld treibt sie auf den Immobilienmarkt, wo sie sich eine höhere Rendite versprechen. Das allerdings besorgt zunehmend, denn der Leerstand steigt.

Neue Massnahmen für Renditeobjekte

Noch dieses Jahr sollen Banken deshalb Massnahmen in der Hypothekenvergabe beschliessen, um das Risiko bei den Renditeimmobilien in den Griff zu bekommen. Diskutiert werden aktuell eine Verkürzung der Amortisationsdauer sowie eine Senkung der Belehnungsquote auf Neugeschäfte. Spuren die Banken nicht von selbst, will die Finanzmarktaufsicht Finma durchgreifen.

Allerdings würden die diskutierten Massnahmen gerade bei den Versicherern und Pensionskassen nur wenig greifen. Sie sind in den meisten Fällen nicht auf Geld von Banken angewiesen, sondern finanzieren ihre Projekte mit Eigenmitteln.

Dieser Text erschien zuerst beim «Blick» unter dem Titel: «Diese Konzerne dominieren die Immobilien-Landschaft».