Geld oder Gold?
Der Aktien-Hedge der Stunde

Wenn Inflation droht und an den Aktienmärkten viele den Crash eher morgen als übermorgen erwarten (siehe hier HZ+), könnte man meinen, dass sich im Portfolio mal wieder die Goldbarren stapeln sollten. Schliesslich ist Gold der sichere Hafen schlechthin, oder nicht? Russ Koesterich von Blackrock zwingt uns zum Nachdenken. Über vermeintliche Wahrheiten, über klassische Inflations- und Aktienhedges, über unser Geld. Klipp und klar sagt er: «Gold versagt als Aktien-Hedge.» Und: «Ohne eine starke Aussicht auf einen sinkenden Dollar würde ich weniger Gold besitzen.» Und obendrein: «Für Investoren, die immer noch nach einer Absicherung suchen, habe ich ein Wort: Bargeld.» Also: Geld oder Gold? Mehr lesen Sie hier.

Stabwechsel bei Nestlés schöner Sparkasse

L'Oréal ist eine Bank. L'Oréal ist sogar besser als eine Bank. Corona hin, Ausgehverbote her: Der Kosmetik-Gigant hat hübsch anzuschauende Ergebnisse verkündet. Der Umsatz fiel nur leicht, die Gewinnmarge war bei fast 19 Prozent stabil. Zudem glaubt der abtretende Jean-Paul Agon an eine baldige, wilde Renaissance: «Die Menschen werden wieder hinausgehen und feiern wollen, und es wird wie in den Roaring Twenties sein – das wird die Fiesta von Make-up und Parfum werden.» Das freut Menschen wie Schauspielerin Diane Krüger (Bild), die weiterhin mit hohen Werbegagen rechnen darf, und Nicolas Hieronimus, der von Agon in einem voraussichtlich goldenen Jahr die Konzernleitung übernimmt. Vor allem aber freut es Nestlé-Chef Mark Schneider. Er nutzt L'Oréal als Premium-Sparkasse und Dividenden-Lieferant. Nestlé hält 23 Prozent an L'Oréal und hat rund 40 Milliarden Euro gut verzinst parkiert. Mehr dazu hier von «Bilanz»-Kollege Dirk Ruschmann.

 

Lunch Topics: Scharfe Business-News

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Corona: Kantone im Stress-Test wegen Test-Stress

Manchmal frage ich mich ja schon, ob Bund und Kantone in der Pandemie die richtigen Prioritäten setzen. Da macht der Kanton Graubünden seit Wochen vor, was man mit einem systematischen, risikobasierten Testing der Bevölkerung erreichen kann. Doch wenn es darum geht, das Testing national auszurollen, sind die Kantone, darunter das Wirtschaftsschwergewicht Zürich, nicht bereit. Lesen Sie hier HZ+ die Geschichte von Andreas Valda und Seraina Gross über die neueste Panne im Kampf gegen die Pandemie. 
 

Digitales Banking 1:
Helvetische Verlierer

Wie digital sind die Schweizer Banken? Glaubt man den Werbeversprechen, so gehören UBS & Co. zu den Innovatoren der Branche. Ganz anders sieht es das Beratungsunternehmen Deloitte, welches die Angebote von Banken in 29 Ländern verglichen hat. Und in diesem Ländervergleich sind die grossen Schweizer Banken in nur zwei Jahren von der Spitze ins hintere Mittelfeld abgerutscht – auf Rang 22. Wieso, erklärt Deloitte-Berater Cyrill Kiefer Kollege Michael Heim. Bitte hier entlang. HZ+.

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Digitales Banking 2:
Der HZ-Vergleich

Kollege Michael Heim wollte dann doch noch etwas genauer wissen, welche Schweizer Bank welche Digitaldienstleistungen anbietet und hat ein paar der gängigsten Funktionen bei den Instituten abgefragt. Wer eröffnet Konten rein digital? Wo kann man ein Konto auch digital saldieren? Und bis zu welcher Uhrzeit muss ich eine Zahlung aufgeben, damit sie noch am gleichen Tag ausgeführt wird? Das Ergebnis finden Sie hier HZ+.

Greensill: Bauernopfer gesucht

Das Muster kennen wir: Wenn es ganz oben in den Chefétagen zu stürmen beginnt, schauen die Chefinnen und Chefs erstmal nach unten. Vielleicht finden sie ja jemandem, mit dessen Freistellung oder Entlassung sie etwas Druck von sich selbst nehmen und die eigenen Unzulänglichkeiten kaschieren können. Oft geht das gut, jedenfalls für die an der Spitze der Hierarchie. Manchmal aber auch nicht. Wie es bei der Credit Suisse im Zusammenhang mit dem Kollaps von Greensill ausgehen wird, kann ich nicht vorhersagen. Ich glaube aber, dass der Sturm gerade erst angefangen hat und noch ordentlich Schäden am Paradeplatz anrichten wird. Finanzielle Schäden, Image-Schäden und personelle Schäden. Mehr zum Thema lesen Sie hier
 

Twiliner will in Europa einspuren

Die Idee klingt faszinierend. Sie passt zum unkaputtbaren Trend der Nachhaltigkeit, sie dockt beim Nachzug-Narrativ an – und sie könnte vom antizipierten Reiseverhalten nach Corona profitieren: Ein Nachtbus für europäische Strecken. Genau daran baut das Zürcher Startup Twiliner. Selten war Kollege Andreas Güntert so elektrisiert von einer Idee. Aber selten auch war ihm so bange vor all den Schwierigkeiten, die sich Twiliner noch stellen werden. Was für die Zürcher Mobilitäts-Pioniere spricht: Erste prominente Partner sitzen schon im Bus, Vorbilder wie Ridecabin in den USA (Bild oben) gibt es. Aber eben auch hohe Hürden. Für die ganze Story bitte diese Ausfahrt wählen.

«Upbeat»: Gym 2.0

Gründer Julian Massler war Investmentbanker. Als solcher hat man wenig Zeit. Nur logisch, dass er seine Trainingseinheiten in möglichst kurzer und effektiver Art absolvieren wollte. Da aber nur wenige Angebote seinen und den Bedürfnissen seiner Bank-Kollegen entsprachen gründete er kurzerhand eine eigene Gym-Kette: Aurum Fit. Dort sollen Muskeln schneller wachsen - mit Hilfe einer Software. Kann das klappen? Mehr über die Idee von Massler sehen Sie hier oder hören Sie hier auf Spotify und Apple Podcasts. Alles aus der Hand von Kollege Stefan Mair und unserer Autorin Sira Huwiler-Flamm.



Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Und wie immer: Guten Appetit!
Marcel Speiser
Stv. Chefredaktor
«Handelszeitung»