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Mieten: Pendeln lohnt sich

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Pendeln: Wenigstens entlastet der Stress das Portemonaie. Quelle: Keystone

Pendeln lohnt sich – zumindest beim Mietpreis. So ist eine Wohnung in Ziegelbrücke fast dreimal so günstig wie in Zürich.

Veröffentlicht am 12.06.2018

Die Schweiz ist ein Land der Pendler – Zehntausende legen dabei einen Weg von je mehr als 100 Kilometern zurück. Im Durchschnitt sind die Schweizer 69 Minuten täglich in einem Verkehrsmittel unterwegs. Doch wegen Staus oder überfüllten Zügen empfinden viele Arbeitnehmer das Pendeln als stressig und belastend. Immerhin lohnt es sich finanziell, wie das Wohnungsportal «Immoscout24» in einer Karte zeigt.

Dabei können bereits einige Zugminuten einen grossen Preisunterschied ausmachen: So ist das Wohnen in Ziegelbrücke an der Grenze zwischen Glarus und St. Gallen beinahe dreimal günstiger als in Zürich. Die Karte zeigt das Preisgefälle entlang der West-Ost- und der Nord-Süd-Achse der SBB auf, indem der Preis einer 3,5-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmeter beurteilt wird. 

3,5-Zimmer-Wohnung für knapp 1200 Franken

Wer also den Ärger des Pendelns auf sich nimmt, spart Geld. Wenn er etwa in Disentis GR, Ziegelbrücke GL oder Chiasso TI wohnt, besonders viel. In diesen Gemeinden sind die Wohnungen im Einzugsgebiet des Pendelverkehrs am günstigsten. Eine 3,5-Zimmer-Wohnung kostet hier zwischen 1240 Franken und 1380 Franken pro Monat. Für dieselbe Wohnung muss in Zürich mehr als zweieinhalb Mal so viel bezahlt werden.

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Pendler-Routen in der Schweiz: Wo ist es am teuersten, wo am günstigsten?
Quelle: ZVG

Fast ganz oben bei den Mieten steht eine Stadt, die auch sonst auffallend oft in Rankings, die sich mit Preisen befassen, einen Spitzenplatz einnimmt: Genf. Dort kostet eine 3,5-Zimmer-Wohnung im Durchschnitt 2720 Franken. Darauf folgt Zug, wo die gleiche Wohnung 2490 Franken kostet. Erstaunlich ist, dass im nur 20 Minuten entfernten Arth-Goldau, ebenfalls an einem See liegend, die Wohnungsmiete um die Hälfte günstiger ist. 

Diese Entwicklung ist logisch: Urbane Hotspots wie Genf oder Zürich kosten einfach mehr. Wer hingegen «auf dem Land» im Tessin und der Ostschweiz wohnt, fährt günstiger. In diesen Regionen liegen die monatlichen Mietpreise für eine Referenzwohnung allesamt unter 1700 Franken. In Lugano ist eine 3,5-Zimmer-Wohnung etwas teurer. 

Reise den Mieten entlang

So kann man als Pendler wortwörtlich dem Preis «nachreisen»: Steigt man in der nördlichsten Stadt der Schweiz, in Schaffhausen, in den Zug, starten die Wohnungspreise bei 1540 Franken Brutto. Bereits eine halbe Stunde später, in Winterthur, muss für eine 3,5-Zimmer-Wohnung schon fast 500 Franken mehr pro Monat bezahlt werden. Bei der Zugfahrt nach Süden sinken die Mietpreise nach Zürich und Zug, welche beide zu den teuersten Städte der Schweiz gehören, wieder deutlich. Die zentrale Lage und gute Verkehrsanbindung locke vor allem gut verdienende Fachkräfte nach Zug, schreibt Immoscout 24.

Aber auch auf der West-Ost-Achse zeigt sich die gleiche Entwicklung: In Lausanne kostet die Referenzwohnung zum mieten noch 2450 Franken, in Bern noch 2280 Franken und schliesslich in Langenthal und Olten noch rund 1500 Franken. Dann geht es wieder aufwärts bis zum Spitzenreiter: Ganz klar die Stadt Zürich mit 3460 Franken für eine 3,5-Zimmer-Wohnung.

(tdr)