Beim deutschen Startup Mymuesli gibt es Hinweise auf einen Eigentümerwechsel. Die Investmentbank Harris Williams solle Optionen für einen Verkauf des Müesliproduzenten suchen, schreibt die «Lebensmittelzeitung». Es sollen bereits auch Angebote vorliegen, heisst es aus Finanzkreisen. Die Bewertung des Unternehmens beläuft sich auf einen dreisstelligen Millionenbetrag.

Mymuesli gehört den drei Gründern sowie der Investmentgesellschaft Genui. 2017 hatte Mymuesli zum ersten Mal in der rund zwölfjährigen Geschichte Zahlen veröffentlicht: Dabei setze das Unternehmen 2016 rund 51 Millionen Euro um. Davon drei Millionen Euro in der Schweiz. 2017 waren es schliesslich 59 Millionen, aber mit einem Verlust von rund 700'000 Euro. 

In der Schweiz Läden geschlossen

Besonders die eigenen Shops machen dem Müeslihändler zu schaffen: Die Kosten für das Personal sowie die Mieten haben dem Unternehmen Verluste beschert. Mittlerweile gibt es nur noch 29 eigene Shops. 2017 waren es noch 51 gewesen. In der Schweiz war Mymuesli in ZürichWinterthurBasel und Bern vertreten. Inzwischen gibt es nur noch Läden in Bern und Zürich.   

Besser läuft es hingegen online: Die Umsätze dort steigen. Und das sei wohl auch der Grund, dass sich Konsumgüterkonzerne wie Nestlé, Unilever oder Oetker für MyMuesli interessieren könnten, schreibt die «Lebensmittelzeitung». Sie wollen direkt mit den Konsumenten in Kontakt treten, aber auch Daten von ihnen abschöpfen. Die Marke Mymuesli sei vor allem auch bei einer jüngeren Zielgruppe beliebt. 

(tdr)