Nestlé hat 2019 das stärkste Wachstum seit vier Jahren erzielt. Das um Sondereffekte bereinigte organische Umsatzwachstum lag bei 3,5 Prozent, wie der Schweizer Nahrungsmittelriese am Donnerstag mitteilte. Damit erreichte Nestlé seine Prognose für das vergangene Jahr. Insgesamt stieg der Umsatz um 1,2 Prozent auf 92,6 Milliarden Franken.

Wachstumstreiber waren die Heimtierprodukte von Purina. Auch Kaffee habe eine gute Dynamik verzeichnet, unterstützt durch die hohe Nachfrage nach Starbucks-Produkten, die bislang in über 40 Ländern eingeführt worden seien, heisst es in einer Mitteilung des Konzerns. Insgesamt hätten Starbucks-Produkte im Jahr 2019 einen zusätzlichen Umsatz von über 300 Millionen Franken generiert.

Pflanzliche Burger im Vormarsch

Vegetarische und pflanzliche Lebensmittel wie pflanzliche Burger hätten ein starkes zweistelliges organisches Wachstum und einen Umsatz von nahezu 200 Millionen Franken erzielt.

Kaum vorwärts ging es dagegen bei der Wasser-Sparte. Dies widerspiegle den Preisdruck im Mainstream-Segment und die schwache Nachfrage in Europa, so Nestlé. Hier hat Nestlé bereits einen Umbau angekündigt.

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«Anhaltende Beschleunigung» 2021/2022 erwartet

Zum Jahresende verlor der Konzern insgesamt zwar etwas an Schwung, er wuchs organisch noch um 3,0 Prozent im Schlussquartal. In den Vorquartalen war es jeweils um 3,7, 3,9 und 3,4 Prozent vorwärts gegangen. Allerdings hatte Nestlé dies bereits aus verschiedenen Gründen erwartet.

Das operative Ergebnis erhöhte sich um 4,8 Prozent auf 16,3 Milliarden Franken. Für dieses Jahr geht Konzernchef Mark Schneider von einer weiteren Steigerung beim organischen Umsatzwachstum aus, für 2021/2022 wird eine «anhaltende Beschleunigung» in Richtung eines nachhaltigen mittleren einstelligen Wachstums erwartet.

Zurückhaltender für das laufende Jahr

Für das laufende Jahr gibt sich Nestlé zurückhaltender als bisher. Neu wird noch eine weitere Steigerung beim organischen Wachstum erwartet. Bislang hatte Nestlé ein organisches Wachstum im mittleren einstelligen Bereich in Aussicht gestellt.

Für 2021/2022 werde dann aber eine anhaltende Beschleunigung in Richtung eines nachhaltigen mittleren einstelligen Wachstums erwartet. Die zugrunde liegende operative Ergebnismarge soll sich kontinuierlich verbessern. Zudem soll es auch Steigerungen sowohl beim zugrunde liegenden Gewinn je Aktie zu konstanten Wechselkursen als auch bei der Kapitaleffizienz erwartet.

Nestlé bezeichnete es zudem als noch zu früh, um die finanziellen Auswirkungen des Ausbruchs des Coronavirus zu beziffern.

Höhere Dividende

Der Verwaltungsrat beantragt eine Erhöhung der Dividende um 25 Rappen auf 2.70 Franken je  Aktie, um 25 aufeinanderfolgende Jahre mit Dividendenerhöhungen anzuerkennen, schreibt Nestlé.

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(gku/awp/reuters)