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Neuchâtel Xamax ist am Ende, der Lizenzverlust definitiv

Probleme ohne Ende: Xamax-Besitzer Bulat Tschagajew. (Bild: Keystone)

Die Swiss Football League greift ein: Nach unbezahlten Löhnen und Sozialleistungen hat die Disziplinarkommission heute dem Fussballclub Xamax die Lizenz entzogen.

Veröffentlicht am 18.01.2012

Nicht bezahlte Löhne und Sozialversicherungsabgaben, Schuldenberg in Millionenhöhe und ein nicht enden wollendes Betreibungsregister. Der Schweizer Fussballverband will diesem Treiben nicht mehr länger zusehen. Darum hat der Verband heute Neuchâtel Xamax die Lizenz entzogen.

Wie die Westschweizer Zeitung «Le Matin» bereits heute früh berichtete, war es schon am Morgen zu «99 Prozent» sicher, dass Xamax die Lizenz entzogen würde.

Allerdings liess der Verband noch ein Hintertürchen offen, sofern in letzter Minute doch noch eine Einigung erzielt wird. Das war offenbar nicht der Fall. Ein Rekurs seitens des Klubs hat keine aufschiebende Wirkung, teilte der Verband in einer Pressemitteilung mit.

Schwerwiegende Verletzungen

In ihrem Entscheid kam die Disziplinarkommission zum Schluss, dass durch die Nichteinreichung finanzieller Dokumente die Bedingungen der Lizenz nicht mehr erfüllt waren. Weiter stellte die Kommission fest, dass die angebliche Bescheinigung der Bank of America gefälscht war. Es handelte sich um «schwerwiegende Verletzungen» der Vereinspflichten.

Bereits in der Vergangenheit geriet Xamax ins Fadenkreuz des Schweizer Fussballverbandes. Der Grund: In früheren Monaten waren die Lohnzahlungen für Spieler, Trainer und Mitarbeitende ausgeblieben. Die Folge: Die Ligaverantwortlichen bestraften den Klub mit acht Punktabzügen.

Treffen die Medienberichte ein, dann wird die Super League mit neun Mannschaften in dei Rückrunde starten. Xamax kann gegen den Entscheid jedoch Rekurs einlegen.

(muv/chb)

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