Der Quartalsabschluss von Novartis präsentiert sich von Corona nahezu unberührt. Vielmehr hat der Pharmakonzern im ersten Jahresviertel 2020 die eigenen Ziele übertroffen und ist weiter gewachsen.

Zum guten Abschneiden haben erneut vor allem die neueren Wachstumstreiber beigetragen, wie Novartis am Dienstag mitteilte. Aber auch Vorratskäufe im Zusammenhang mit dem Coronavirus haben zu der deutlichen Verbesserung beigetragen.

Grösster Beitrag wie üblich von Innovative Medicines

Der Nettoumsatz für die ersten drei Monate 2020 liegt laut Mitteilung bei 12,3 Milliarden Franken. Das ist ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu konstanten Wechselkursen ergab sich ein Anstieg um 13 Prozent, teilte Novartis weiter mit.

Den grössten Umsatzbeitrag lieferte wie üblich die Pharmasparte Innovative Medicines. Sie steigerte ihre Erlöse im ersten Quartal um 11 Prozent auf 9,8 Milliarden US-Dollar. Die Sparte habe von einer anhaltend guten Nachfrage nach Cosentyx und Entresto profitiert. Aber auch neuere Produkte wie Kisqali oder Kymriah hätten das Wachstum gestützt.

Die Generikasparte Sandoz hat in den ersten drei Monaten 2,5 Milliarden umgesetzt. Das sind 9 Prozent mehr als im ersten Quartal 2019. Auch hier hätten sich Vorratskäufe positiv bemerkbar gemacht, heisst es in der Mitteilung.

Unter dem Strich kam der Kern-Betriebsgewinn bei 4,2 Milliarden US-Dollar zu liegen, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 28 Prozent entspricht. Der Kern-Reingewinn verbesserte sich um 26 Prozent auf 3,5 Milliarden.

Beim Reingewinn stehen 2,2 Milliarden zu Buche nach 1,9 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Darin enthalten seien höhere Rückstellungen für Rechtsfälle sowie höhere Steuern, so Novartis.

Keine Unterbrechung der Lieferketten erwartet

Wie auch bei allen anderen Unternehmen, spielt auch beim Pharmakonzern das Coronavirus eine wichtige Rolle. Hierzu teilt Novartis in der Mitteilung mit, dass man bislang keine Auswirkungen in den Lieferketten zu spüren bekommen habe. «Für den Grossteil unseres Portfolios erwarten wir derzeit keine Unterbrechung der Lieferketten, da wirksame Gegenmassnahmen und Lagerbestände vorhanden sind.»

Klinische Studien laufen demnach weiter, und man nutze verstärkt digitale Hilfsmittel.

Vorerst hat Novartis trotz des starken Quartals die Prognose für 2020 bestätigt.

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(awp/gku)

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