Novartis plant in den Jahren von 2020 bis 2022 mehr als 80 Zulassungsanträge für bedeutende Medikamente in den wichtigen Märkten USA, Europa, Japan und China. Mit mehr als 25 potenziellen Blockbuster-Medikamenten – Arzneien mit einem Jahresumsatz von mindestens einer Milliarde Dollar – sieht sich das Unternehmen gut für ein langfristiges Wachstum aufgestellt.

Novartis habe bei neuartigen Therapieansätzen wie der Zell- und Gentherapie oder Nuklearmedizin mehr als 16 Projekte in der klinischen Entwicklung, teilte der Konzern vor einer Investorenveranstaltung zu seiner Forschungs- und Entwicklungspipeline in London mit. 

Novartis blicke mit der Zulassung von fünf Arzneien, denen Milliardenumsätze zuzutrauen seien, auf ein erfolgreiches Jahr zurück, sagte Konzernchef Vas Narasimhan vor der Investorenveranstaltung: «Die nahe Zukunft bringt eine weitere an Katalysatoren reiche Phase mit Fortschritten in der Pipeline im gesamten Portfolio, die das langfristige Wachstum sichern kann.»

Die neuen Vorgaben sind ambitionierter als zuletzt: Bislang peilte Novartis 60 Zulassungsanträge von 2019 bis 2021 an. Wie manchem Konkurrenten drohen auch dem Basler Konzern Erlösausfälle durch den Auslauf des Patentschutzes bei wichtigen Umsatzbringern.

Neuartige Ansätze forcieren

Um die Medikamentenpipeline zu füllen, setzt Narasimhan auch auf Zukäufe. Novartis veröffentlichte am Donnerstag formell das 9,7 Milliarden Dollar schwere Übernahmeangebot für die US-Biotechnologiefirma The Medicines Company. Medicines ist nicht der erste grosse Zukauf der Schweizer: Auch für das Takeda-Augenmedikament Xiidra, das US-Unternehmen Endocyte oder die amerikanische Gentechnikfirma AveXis legte Novartis Milliarden auf den Tisch.

Der Amerikaner Narasimhan, der seit knapp zwei Jahren an der Konzernspitze steht, will neuartige Behandlungsansätze forcieren. Bis zu 15 Prozent sollen Zell- und Gentherapie oder Nuklearmedizin auf mittlere Sicht zum Umsatz beitragen. Von diesen neuartigen Therapieansätzen seien mehr als 16 Projekte in der klinischen Entwicklung, erklärte Novartis.

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Die Börse applaudierte: Mit 0,8 Prozent Kursplus gehörte Novartis am Donnerstag Vormittag zu den am stärksten gefragten europäischen Gesundheitswerten

(reuters/tdr)