Es war ein ganz besonderer Abschied. «Papi, ich fahre nach Montepulciano, um mir dort ein Weingut anzuschauen», sagte Rudi Bindella zu seinem kranken Vater. «Fahr vorsichtig», gab ihm der Senior auf den Weg.

In der Nacht starb der 77-Jährige. «Ich fühlte: Italien ist unsere Zukunft – Papa hat zugestimmt», erinnert sich der Patron, und die Stimme gerät auch heute noch leicht ins Zittern, wenn er von dem Abschied spricht.

Inbegriff der Italianità

Die Bindellas, Inbegriff der Italianità in der Schweiz, waren beim Tod von Bindellas Vater Rudolf im Jahr 1982 noch nicht die unangefochtenen Italien-Experten, die heute täglich mehr als 10 000 Gäste südländisch bewirten. Die Urgrosseltern waren aus Spanien eingewandert. «Wir sind eigentlich Stierkämpfer», schmunzelt der Clanchef. Doch seine Eltern verbrachten mit Rudi und den beiden Schwestern fast alle Ferien in Italien, und als 23-Jähriger hatte er ein Stipendium an der Ausländeruniversität in Perugia errungen, was seine Italien-Passion weiter befeuerte. Als er aus der umbrischen Kleinstadt zurück nach Zürich kam, war sein Entscheid gefallen: «Irgendwann kaufe ich ein Weingut in Italien.»

1975 war er in die Firma eingetreten, und sein Gesellenstück war der Umbau einer verstaubten Variante der Restaurantkette Moby Dick zu Santa Lucia – heute die erfolgreichste italienische Gastrolinie des Landes. Sein Vater liess ihn experimentieren, doch ganz frei war er noch nicht. Die Firma war ein buntes Konglomerat, mit Weingütern am Genfersee, schillernden Nachtbetrieben und Vorliebe für französische Weine.

Erst nach dem Tod des Vaters legte Rudi Bindella richtig los: Er verkaufte die Weingüter in der Romandie und erstand mit Vallocaia in der Nähe von Montepulciano im Herzen der Toscana ein Weingut, das er nach dem letzten Abschied vom Vater erstmals besichtigt hatte. Heute würde man wohl sagen: Rudi Bindella war ein Disruptor. Er setzte alles auf eine Karte: Italien.

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Tutta La Famiglia: Rudi Bindella mit seiner Noch-Ex-Frau Christa Bindella-Gschwend und den vier Söhnen Adrian, Christian, Stephan und Rudi jr. (v.l.).

Geregelte Nachfolge

Diese grossen Weggabelungen seines Lebens beschäftigen Rudi Bindella verstärkt, seit er sich an die grösste Herausforderung eines jeden erfolgreichen Familienunternehmers gewagt hat: die Nachfolge. «Je früher man die Nachfolgeregelung angeht, desto weniger kommt man unter Druck», hatte er bereits vor zwölf Jahren verkündet, als ihn BILANZ zum «Mann des Monats» kürte.

Jetzt war es so weit: Am 24. April wurde er 70 Jahre alt – und sein ältester Sohn Rudi jr. (40) übernahm als VR-Delegierter die Herzkammer der Firma, die Gastronomie. Sein zweitältester Sohn Adrian (38) tritt im Juni in den Verwaltungsrat ein. Fast sieben Jahre des Ringens liegen hinter der Familie, einfach war es nicht immer. «Doch am Ende haben wir uns geeinigt», freut sich der Patron.

Erfolgreichste Gastronom des Landes

Bindella: Dass der Name heute so wohltuend klingt, ist vor allem sein Verdienst. Als Rudi Bindella 1975 in die Geschäftsleitung eintrat, lag der Umsatz bei 42 Millionen Franken, es gab gerade fünf Restaurants. Heute ist Bindella mit 1300 Mitarbeitern und 234 Millionen Franken Umsatz die grösste familiengeführte Gastronomiegruppe des Landes. 40 Restaurants verteilen sich über die Schweiz, dazu kommen ein florierender Weinhandel, das Immobiliengeschäft und eine Gipserei – alles eng miteinander verzahnt.

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Rudi Bindella ist damit unbestritten der erfolgreichste Gastronom des Landes – doch er würde sich selbst nie so bezeichnen. Das «Ich» steht ganz oben auf seiner schwarzen Liste, da ist er ganz alte Schule, nur das «Wir» zählt. Und während es auch in seiner Branche im kleinen Kreis dazugehört, über die Konkurrenz zu schnöden, ist von ihm nie etwas Schlechtes über die Rivalen zu hören – dafür hat er zu viel Respekt für die Wettbewerber in einem Markt, der jeden Tag härter wird. Die Familie Candrian etwa, der andere grosse Schweizer Gastroclan, erfährt offene Bewunderung: «Die machen es schon sehr gut.»

Venedig und Mohnblumen

Nicht, dass Rudi Bindella die harte Managementschule nicht kennen würde: Sein Vater schickte ihn auf das strenge Collège St-Michel nach Freiburg, später studierte er Ökonomie an der HSG. Doch blutleere Managementtheorien oder hartherzige Gewinnmaximierung sind ihm so verhasst wie abgestandener Espresso. Jedes Bild in seinen Restaurants hat er selbst aufgehängt, jeden Text in seinen monatlichen Weinprospekten selbst komponiert. Inspirieren lässt er sich dabei vom Sinnsuche-Dichter Hermann Hesse, dessen Aquarelle viele Wände des verschlungenen Hauptsitzes am Fuss des Hönggerbergs zieren.

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Die Zentrale, die der Chef jeden Morgen um fünf Uhr mit seinem blauen Buckel-Volvo PV 544 ansteuert, verströmt von aussen eher spröden Industriecharme, doch innen öffnet sich ein museales Labyrinth, in dem Bindella überall seine Kunst verteilt hat: Die Lieblingsmotive sind Venedig und Mohnblumen, die bevorzugten Maler Anker und Amiet. Gefühl ist alles, wie damals der Weg nach Italien, Businesspläne spielten keine Rolle. «Es war ein leidenschaftlicher Entscheid», sagt er mit weicher Stimme. Wie auch seine Musik. Einmal im Monat gibt er bei Konzerten seiner Band Les Moby Dicks, gegründet vor 53 Jahren, in seinen Restaurants den Takt am Schlagzeug vor. Repertoire: die Klassiker seiner Jugend – Beatles, Beach Boys, Bee Gees. Sein Credo: «Wir managen nicht, wir führen emotional.»

Einmal im Monat spielt Rudi Bindella mit seiner Band in einem seiner Restaurants – als Taktgeber am Schlagzeug.

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Emotionale Nachfolge

Doch eben: Das Emotionalste ist die Nachfolge, und gerade die grossen Unternehmer straucheln oft auf den letzten Metern, weil sie nicht loslassen können. 2011 lancierte die SP ihre Erbschaftssteuer-Initiative, und das war der Anstoss, das Erbe zu regeln. Vier Söhne standen am Start: Neben Rudi jr. und Adrian die beiden jüngeren Stephan und Christian (siehe Stammbaum unten).

Im Grundsatz waren sich alle schnell einig: Jeder bekommt ein Viertel. Innerhalb von drei Monaten einigte man sich, auch Christa Bindella-Gschwend, die aus wohlhabenden Verhältnissen stammt und über einen Zuschuss während der Immobilienkrise 1989 den Grossteil des Immobilienbestands hält, brachte ihren Besitz ein. Das Unternehmen wurde nach der Praktikermethode mit Unterstützung von PwC bewertet, der Firmenwert dürfte bei etwa 150 Millionen Franken gelegen haben. Will einer der vier Söhne aussteigen, muss er das Paket erst den anderen drei Brüdern andienen. Der Vater behielt als VR-Präsident den Stichentscheid und das Nutzniessungsrecht. Das Kapital war verteilt – aber die Macht lag noch beim Patron.

Dann jedoch begann der schwierige Prozess: Wer macht was? Bei ihm war es noch einfach gewesen. Zwar wollte auch sein Vater seine drei Kinder – neben Rudi die Schwestern Christa und Gabriella – die Firma gemeinsam führen lassen, aber nach dem Tod des Patriarchen signalisierten beide Schwestern schnell, dass sie kein Interesse hätten. Die ZKB gewährte dem 36-Jährigen ein Darlehen, mit dem er sie abfinden konnte. In weniger als einem Jahr war er nicht nur alleiniger Chef, sondern auch alleiniger Eigentümer.

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Zerstörter Friede

Eigentlich war Adrian als Nachfolger vorgesehen, so hatte es der Senior auch 2006 im BILANZ-Porträt angedeutet. HSG-Absolvent auch er, dazu mit einem Master in Gastronomiewissenschaften von der Universität Colorno bestückt, war er 2005 in die Firma eingetreten. Für seinen älteren Bruder Rudi, ebenfalls Ökonom, aber eben in Zürich und nicht in St. Gallen, was für den Vater einen Unterschied machte, war der Weinhandel vorgesehen. Erste Stationen hatte er bereits bei Torres in Spanien sowie Gancia und Masi in Italien hinter sich. Die jüngeren Brüder waren damals noch nicht im Bild, und auch heute ist unklar, welche Rolle sie übernehmen werden: Stephan ist Musiker, und Christian tourt gerade nach einem abgebrochenen Tel-Aviv-Abenteuer – wegen eines Nachbarschaftsstreits musste sein Restaurant dort schliessen – um die Welt.

Doch dann geschah etwas, das den Familienfrieden zerzauste: Rudi Bindella verliebte sich – auch da überbordend emotional – Hals über Kopf in die Zürcher Kommunikationsberaterin Barbla Schärer. Er liess sich 2009 von Christa Bindella scheiden und heiratete seine neue Herzensdame umgehend. Zugleich machte er sie zur stellvertretenden Firmenchefin und stattete sie mit grossen Befugnissen aus: Sie übernahm Strategie und Öffentlichkeitarbeit und trat auch gegenüber verdienten Mitarbeitern sehr bestimmend auf.

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Schmutzigste Scheidungsschlacht

Vor allem der designierte Firmenchef Adrian, der seiner Mutter am nächsten steht, opponierte: Er sah in der abrupten Scheidung einen Verstoss gegen das Wertesystem, das sein Vater immer eingefordert hatte, und kritisierte die fehlende Kompetenz, die er bei der fachfremden Vizechefin diagnostizierte. Er zog sich aus dem Gastronomiegeschäft zurück und kümmerte sich um das Immobilienportfolio. Die Schwester seiner Mutter war Eigentümerin der Zürcher Schmuckkette Zett-Meyer, und als ihr Mann mit 51 Jahren verstarb, stieg er kurzerhand in die Firma ein, die in Zürich mehrere Boutiquen betreibt. Zwischen ihm und seinem Vater herrschte Eiszeit.

Doch die Ehe hielt nur drei Jahre. Es folgte eine der schmutzigsten Scheidungsschlachten der Schweizer Wirtschaftsgeschichte, die heute noch vor dem Bundesgericht liegt und auf der Firma lastet. «Ich hoffe sehr, dass die Scheidung bald rechtskräftig wird, damit ich Christa ein zweites Mal heiraten kann», sagt der Patron. Um die Tochter Gioia, 2011 geboren, entbrannte ein heftiger Streit wegen der Besuchszeiten. Barbla Schärer wurde 2012 aus allen Gremien entfernt, langsam fand die Familie wieder zusammen.

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Umkehrung des ersten Plans

Besonders hilfreich: Rudi Bindella engagierte den Mediator Peter Binder, der sehr einfühlsam die verschiedenen Interessen auslotete. Es gab Einzeltreffen und Gesamtworkshops, ganz abgeschlossen ist der Prozess noch nicht. Doch die grosse Richtung stimmt: «Wir sind uns in den grossen Themen strategisch einig, das ist zentral», betont Adrian Bindella.

Die Lösung ist eine Umkehrung des ersten Plans: Rudi jr. als Gastronom, Adrian als Verantwortlicher für Wein, Immobilien und Handwerk. Für das operative Geschäft dieser Bereiche ist allerdings weiter der Senior zuständig, solange Adrian bei Zett-Meyer bleibt. «In spätestens fünf Jahren wird er mich ablösen und zurück in das Unternehmen kommen», betont Rudi sr. Dann wird er 75 Jahre alt und hat sich verpflichtet, als VR-Präsident abzutreten und auch sein Nutzniessungsrecht abzugeben.

Bis dahin hat er noch einiges an Arbeit vor sich: die Kunstsammlung, das Weingut in der Toscana, das vor einem Ausbau steht, dazu drei Restaurants – die «Cantinetta Antinori» nahe der Bahnhofstrasse, mit mehr als 20 Prozent Marge das lukrativste Haus der Gruppe (derzeit plant er einen Ableger in Genf ), dazu das «Barbatti» in Luzern und das «National» in Winterthur, die beiden Häuser, die für Tochter Gioia bestimmt sind.

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In Bindella-Restaurants werden pro Tag schweizweit über 10 000 Gäste bedient.

Weil zudem Immobilien und Wein so eng mit dem Kerngeschäft verknüpft sind – knapp die Hälfte der Restaurants befinden sich in eigenen Gebäuden, der Weinverkauf lebt stark von der eigenen Gastronomie –, handelt es sich um eine eher sanfte Abkühlphase. Schon jetzt teilt er das Büro mit seinem Sohn, und das soll auch nach der Stabübergabe so bleiben. Rudi Bindella jr., der einst mit seinem Bruder Stephan die Casa Bar betrieb und sich dort seinen Ruf als Nachtschwärmer hart erarbeitete, ist nach der Geburt seiner zwei Töchter in der Firma angekommen. Zur Legende des Hauses gehört, dass der Senior jeden Morgen um fünf Uhr zusammen mit dem Hauswart den ersten Espresso trinkt. Seit einiger Zeit stösst auch Rudi jr. dazu. Aller Italianità zum Trotz: Da ist man dann doch zwinglianisch-zürcherisch.

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Problem Spaghetti Factory

Der neue Gastronomiechef weiss, dass die Augen der 1300 Mitarbeiter jetzt vor allem auf ihn gerichtet sind: «Mein Vorteil ist, dass ich seit einigen Jahren in diese Rolle hineinwachsen konnte.» Etwa drei Millionen Franken Umsatz, so die interne Vorgabe, sollte ein Restaurant erzielen, die Marge sollte bei mindestens zehn Prozent liegen. Neben der «Cantinetta» läuft auch das «Bindella» am Paradeplatz ausgezeichnet, auch die Santa-Lucia-Kette mit ihren elf Restaurants ist eine Erfolgsgeschichte – hier achten die Bindellas darauf, dass jedes Haus seine Individualität bewahrt.

Das «Bindella» am Paradeplatz läuft ausgezeichnet.

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Doch es gibt auch Sorgenkinder: Die Neukonzeption der Spaghetti Factory, von Rudi Bindella jr. orchestriert, hat nicht den erhofften Erfolg gebracht. Das Restaurant am Hechtplatz in Zürich wird Ende März geschlossen, die geplante Expansion ist auf Eis gelegt. Schwer tun sich auch das «Verdi» in Bern, die «Gerberstube» in Schaffhausen oder die «Bank» am Zürcher Helvetiaplatz. Würde man die Problemfälle schliessen, liesse sich der Gewinn, schon jetzt geschätzt über 20 Millionen Franken, deutlich steigern.

Und dann muss der Juniorchef auch die Expansion vorantreiben. An der Bahnhofstrasse im ehemaligen Gebäude der Schweizerischen Volksbank eröffnet am 9. April das «Ornellaia» in Zusammenarbeit mit dem toscanischen Weingut. Im Gespräch ist auch ein Engagement in St. Gallen, für Rudi sr. eine Herzensangelegenheit: Hier verbrachte er als Student manchen speziellen Abend.

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Brutaler Verdrängungswettbewerb

Doch auch die Expansion ist vor allem Gefühlssache: Praktisch jede Woche erreicht die Bindellas ein Angebot. Die Kunst ist, das Richtige herauszufiltern, aber nicht zu viel Tempo anzuschlagen – mehr als eine oder zwei Neueröffnungen pro Jahr sind nicht verdaubar. Ins Rennen um das «Bauschänzli» in Zürich etwa ist man gar nicht eingestiegen – das «Terrasse» direkt vis-à-vis ist zu nah. Das Geschäft ist deutlich härter geworden. Die Wettbewerber sind besser, die Gäste anspruchsvoller und der Kapitalbedarf höher – all das bei sinkender Nachfrage. Ein brutaler Verdrängungswettbewerb.

Ausleben konnte sich Rudi jr. bereits beim «Più» an der Europaallee, das vor drei Jahren eröffnete. Es war ein heisser Ritt: Zusammen mit seinem Bruder Christian engagierte er den Architekten und den Küchenchef aus Tel Aviv, für das Angebot setzte er auf Neapel. Die Kosten liefen aus dem Ruder, und die Nervosität stieg. Doch schon im zweiten Jahr hob das Restaurant ab, auch der Take-away-Bereich, für Bindella Neuland, läuft gut. 2017 eröffnete man das zweite «Più» im Schiffbau – zu deutlich niedrigeren Kosten. Hier ist sicher, zusammen mit dem Santa Lucia, das grösste Expansionspotenzial.

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Das «Più» an der Europaallee eröffnete vor drei Jahren.

Abschied auf Raten

Der finale Stabwechsel wird aber erst erfolgen, wenn Adrian zurückkommt. Viele im Haus bedauern noch immer seinen Abgang. Er gilt als sehr angenehm im Umgang, gleichzeitig aber auch als starker Betriebswirtschaftler. Bei Zett-Meyer etwa hat er die Gemischtwarenstrategie radikal beendet und auf Monomarken-Stores gesetzt: Van Cleef & Arpels, Breitling, IWC, Pomellato. Da er zudem mit 20 Prozent an der Firma beteiligt ist, hat er viel Herzblut.

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Dennoch: Dass ihn irgendwann die Familienfirma reizt, gilt als sicher – Bindella erwirtschaftet einen zehn Mal höheren Umsatz als Zett-Meyer. Es spricht aber viel dafür, dass er erst kommt, wenn sich der Vater ganz zurückzieht – in fünf Jahren.

Und so ist es ein Abschied auf Raten für den noch immer sehr vitalen Firmenlenker. Jeden Mittag und Abend isst er in einem seiner Restaurants, immer angemeldet, weil er die Belegschaft nicht erschrecken will. Mehr als drei Deziliter Wein gönnt sich Rudi sr. nicht pro Mahlzeit, da ist er diszipliniert. Manchmal geht er dann hinterher nochmals ins Geschäft und verschickt Mails. Das Unternehmen ist sein Leben, Ferien braucht er nicht. Sein Vater stand auch bis zum 75. Lebensjahr voll auf der Brücke, dann wurde er schwächer. «Ich hätte ihm am Ende mehr Zeit widmen müssen», bereut der Patron. «Er hätte am Morgen gern eine Stunde mit mir geredet, aber ich wollte immer voranstürmen.» Jetzt ist es an seinen Söhnen, sich die Zeit zu nehmen.

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