Swiss Re schreibt nach dem von Corona stark belasteten letzten Jahr wieder schwarze Zahlen. Im ersten Halbjahr 2021 erzielte der Rückversicherer einen Gewinn in Höhe von 1046 Millionen US-Dollar, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Verlust von gut einer Milliarde resultiert hatte.

Der Sprung zurück in die Gewinnzone hat sich abgezeichnet: Bereits fürs erste Quartal konnte der weltweit zweitgrösste Rückversicherer einen Gewinn in Höhe von 333 Millionen Dollar ausweisen. Und im Vorfeld zur Vorlage des Halbjahresberichts rechneten Analysten im Durchschnitt mit einem Plus von 761 Millionen Dollar.

Schaden-Kosten-Satz deutlich verbessert

Gesteigert hat sich Swiss Re in der Sachrückversicherung, wo die wichtige Kerngrösse Schaden-Kosten-Satz um deutliche 21,4 Prozentpunkte auf 94,4 Prozent zurückfiel. Und auch in der Einzelversicherungssparte Corporate Solutions sank die Combined Ratio mit 92,7 Prozent unter 100 Prozent. Unter dieser Schwelle verdient ein Versicherer Geld.

Die Lebensrückversicherung hat derweil noch mit den Folgen der Coronakrise zu kämpfen. Die in einigen Märkten hohen Sterblichkeitsraten belasten. In der Lebensparte weist die Swiss Re einen Verlust von 119 Millionen Dollar nach einem kleinen Plus von 74 Millionen im letzten Jahr.

Flut in Europa und Hurrikansaison in den USA

Konzernchef Christian Mumenthaler zeigt sich in der Mitteilung zufrieden mit der im ersten Halbjahr erzielten Leistung. Mit einer Kapitalrendite von 3,2 Prozent hat Swiss Re auch von der guten Entwicklung an den Finanzmärkten profitiert und es sind allgemein deutlich weniger Pandemieschäden angefallen. Die Pandemielage sei aber nach wie vor unsicher, warnt Mumenthaler. «Wir sind jedoch zuversichtlich, dass alle unsere Geschäftsbereiche gut positioniert sind, eine weiterhin starke Performance zu erzielen.»

Unklar ist, wie stark die Juli-Flutkatastrophen in Europa die Rechnung belasten werden. Zugleich ist noch bis im Spätherbst mit Hurrikanen zu rechnen, die im Osten der USA für Zerstörung sorgen und Zahlungen auslösen könnten.