Postintern gibt es Stimmen, die hoffen, dass der langjährige Briefpost-Chef Ulrich Hurni den Staatskonzern noch etwas länger ad interim leitet. Aber daraus wird nichts: «Unser Ziel bleibt, bis Ende Jahr einen neuen Chef oder eine neue Chefin ernennen zu können», betont Post-Präsident Urs Schwaller gegenüber der BILANZ. «Daran hat sich nichts geändert.»

Der Prozess ist weit fortgeschritten, und Schwaller hat auch schon mit mehreren Kandidaten Gespräche geführt. Gesucht wird eine «Führungspersönlichkeit für Leute und Unternehmen», wie Schwaller sagt. Ein Manager, der einen Grosskonzern mit wegbrechendem Kerngeschäft führen kann und etwas von «Digitalisierung und Transformation» versteht; einer mit Auslandserfahrung, der mehrere Landessprachen spricht und die Mechanismen von Bundesbern kennt; und vor allem: einer, der weiss, was Service public ist und die damit verbundenen Sensibilitäten versteht.

Auf die Shortlist geschafft hat es laut BILANZ-Recherchen Christoph Brand, der Ex-Sunrise-Chef und heutige Leiter Bereich Rubriken & Marktplätze beim Medienkonzern Tamedia. Brand, der in Bern aufgewachsen ist, hat seine Karriere bei der Swisscom gestartet, wo er Bluewin leitete und zuletzt als Strategiechef bis in die Geschäftsleitung aufstieg. Er kennt also die Welt der Staatskonzerne, auch wenn es zwischen der börsenkotierten Swisscom und der wieder näher an die Politik gerückten Post grosse Unterschiede gibt. 

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