Eigentlich war Interio ein beliebter Brand. Das Möbelhaus stand für ­bezahlbare Möbel mit Design­anspruch. Dennoch brachte Migros das Geschäft nicht zum Fliegen. Lieber fokussiert sie auf Micasa und übergab jüngst sechs von elf Interio-Filialen an die österreichische XXXLutz-Gruppe, die schon Pfister übernommen hat. Während die Marke Pfister erhalten bleibt, stirbt Interio.

Die Österreicher ersetzen die Traditionsmarke durch ihre Billiglinie Mömax. ­Anfang Juli wird dem Vernehmen nach in Spreitenbach AG die erste Mömax-Filiale eröffnet. Bis zum Oktober werden die restlichen umgewandelt.

Starke Konkurrenz für Micasa

Für Micasa dürfte damit eine harte Konkurrenz entstehen. Mit Pfister und XXXLutz decken die Österreicher das mittlere bis hohe Preissegment ab, mit Mömax das untere.

XXXLutz – das Phantom aus Österreich. Mehr dazu

Dass die Marke Interio aber auch heute noch funktioniert, beweisen ironischerweise ebenfalls Österreicher, wenn auch nicht die XXXLutz-Gruppe. Als Migros 1997 die Globus-Gruppe kaufte, ging auch Interio in ihren Besitz über. Mitte 2000 veräus­serte sie Interio Österreich an die heutige Besitzerin Janet Kath. Elf Filialen von Wien bis Innsbruck betreibt die Unternehmerin heute.

Ein Bezug zur Schweiz bleibt aber erhalten: Kath ist die Lebenspart­nerin von Coop- und Swisscom-Präsident Hansueli Loosli.