1. Home
  2. Unternehmen
  3. Ungarn könnte Heineken-Logo verbieten

Gesetz
Ungarn könnte Heineken-Logo verbieten

Heineken: Der Stern soll die verschiedenen Phasen des Brauprozesses symbolisieren. Keystone

Ungarn legt sich mit Heineken an: Das Parlament diskutiert ein Gesetz, das totalitäre Symbole aus Nazi-Zeiten und Kommunismus verbieten will. Dazu würde auch der rote Stern im Heineken-Logo zählen.

Veröffentlicht am 20.03.2017

Ungarn könnte das Logo der niederländischen Brauerei Heineken verbieten. Das ungarische Parlament diskutiert seit Montag einen Gesetzesentwurf, der das Verbot von totalitären Symbolen aus der Zeit des Nationalsozialismus und der kommunistischen Herrschaft vorsieht. Als weltweit bekanntes Logo der Biermarke firmiert seit den 30er Jahren ein roter Stern, der die verschiedenen Phasen des Brauprozesses symbolisieren soll. Der rote Stern war auch ein wichtiges Symbol im Sowjetkommunismus.

Die Regierung des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban bezeichnete es als «moralische Verpflichtung», die kommerzielle Verwendung von Symbolen wie dem Hakenkreuz, von Hammer und Sichel oder dem roten Stern zu untersagen. Unter dem neuen Gesetz droht Firmen bei Verwendung «totalitärer Symbole» eine Geldstrafe von bis zu zwei Milliarden Forint (etwa 6,5 Millionen Euro). Vergangene Woche hatte Ungarns Vize-Premierminister Zsolt Semjen gesagt, das Heineken-Logo habe «offensichtlich politische Bedeutung».

Keine Stellungnahme

Eine Sprecherin der Brauerei lehnte eine Stellungnahme zu dem Gesetzesentwurf ab. Ein roter Stern wird als Logo auch von dem zu Nestle gehörenden Mineralwasserproduzenten Sanpellegrino verwendet.

(reuters/cfr/gku)

Anzeige