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Zurich
Keine «richtige» Allfinanz

Mario Greco, chief executive officer of Assicurazioni Generali SpA, pauses during a Bloomberg Television interview in London, U.K., on Tuesday, Nov. 18, 2014. Generali said it has reached most of its targets ahead of schedule after shedding noncore assets around the world and will present a new strategy in May. Photographer: Chris Ratcliffe/Bloomberg via Getty Images

Will mit Partnerschaften neue Kundengruppen erreichen: Mario Greco, CEO der Zurich Gruppe.

Quelle: Bloomberg via Getty Images

Dank Kooperationen mit Versicherungstechnologie-Start-ups sowie weiteren attraktiven Unternehmen will Zurich Cross-Selling-Möglichkeiten besser ausschöpfen.

Von Matthias Niklowitz
am 01.07.2019

«Wir positionieren uns zunehmend in einem dichten Netz von Partnerschaften», sagte Zurich-Gruppen-CEO Mario Greco anlässlich einer von der Bank Goldman Sachs Anfang Juni veranstalteten Konferenz für institutionelle Investoren in Paris. Ausgangsbasis ist laut Greco «ein gut diversifiziertes Basisgeschäft mit einer hohen Gewinnqualität». Dazu zählen ein ausgewogenes Geschäftsmodell, effiziente Distributionsfähigkeiten und laufende Anstrengungen zur Verbesserung der Profitabilität.

Weitaus höher gewichtet als in den Vorjahren wurden jetzt die Kooperationen mit Versicherungstechnologie-Start-ups («InsurTechs») sowie mit weiteren attraktiven Unternehmen. Zu den innovativen jungen Firmen, die Zurich (auch) im Rahmen ihres weltweit angelegten Beobachtungs- und Förderungsprogramms ermittelt hatte, zählen Angebote wie Snapsheet (Schadenermittlung und Bearbeitung von Schadenfällen), Klinc (flexible Versicherungsleistungen, die sich mobil abfragen lassen) und das KMU-Angebot CoverWallet. «Damit möchten wir nicht nur neue Kundengruppen erreichen, sondern auch die eigenen Cross-Selling-Möglichkeiten besser ausschöpfen», so Greco in Paris. Denn gemäss Zurich-Daten kaufen 72 Prozent der Kunden, die eine Hausrat- und Familienpolice haben, gleich eine Autohaftpflichtversicherung dazu. Aber erst 26 Prozent der Kunden mit einer Unfallversicherung von Zurich kaufen auch eine, die gleich für die ganze Familie gilt. Und die Kunden, die mit SUV auf den Strassen unterwegs sind, haben gleichzeitig die höchste Bereitschaft, Lebensversicherungspolicen für den Rest ihrer Familie zu kaufen.

70 Banken als Partner

Schritte Richtung «richtige» Allfinanz unternimmt man nicht. Gemäss Greco haben sich die Kooperationen mit Banken für die Abdeckung in 20 wichtigen Märkten als zweckmässiger erwiesen. In der Schweiz beispielsweise ist das die Credit Suisse, in Schweden, Brasilien, Argentinien und Uruguay dagegen die spanische Santander. Umgekehrt ist man in Spanien selber mit der Bank Sabadell sowie mit der Deutschen Bank verbandelt. Letztere ist auch Partner in Italien und in Deutschland. Insgesamt zählen 70 Bankinstitute zu den Zurich-Partnern.

Darüber hinaus arbeitet die Zurich mit einer Reihe von weiteren illustren Firmen zusammen. Schwerpunkt ist hier die (Auto-) Mobilität mit Unternehmen wie Tesla, BMW, Porsche, Mercedes- Benz, Harley-Davidson und weiteren, Autovermieter wie Avis, Fluggesellschaften wie EasyJet und Swiss sowie das Vielfliegerprogramm Miles & More. Hinzu kommen weitere Namen wie der Zahlungsdienst PayPal, Ikea sowie Telefónica, der aus Spanien heraus operierende grosse Telekom-Netzbetreiber. «Auch deshalb haben wir andere Ergebnisse, wenn wir die Effekte von Katastrophen herausrechnen», so Greco.

Er verweist auf die um 1,3 Prozent verbesserte Kostenbasis bei Sachversicherungen, wo Konkurrenten teilweise einen Anstieg um 2,6 Prozent zu verzeichnen hatten. Am Ziel sieht sich Greco deswegen noch nicht: «Unsere besten Konkurrenten liegen bei 93 Prozent, wir erst bei 99 – da möchten wir auch hin.»

 

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Juli/August-Ausgabe 2019 der «Schweizer Versicherung».

Cover SV 7-8
Quelle: «Schweizer Versicherung»

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