Nach kräftigen Zinserhöhungen in den USA, Grossbritannien und der Schweiz ist die Schweizer Börse am Donnerstag erneut abgerutscht. Der Leitindex SMI sank bis Handelsschluss um 1,25 Prozent.

Das entschlossene Vorgehen der Notenbanken gegen die Inflation fachten die Rezessionsängste der Anleger an. Die US-Notenbank Fed und die Schweizerische Nationalbank (SNB) erhöhten die Leitzinsen jeweils um 0,75 Prozentpunkte, die Bank von England um 0,5 Prozentpunkte.

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Weit oben auf den Verkaufszetteln standen konjunktursensitive Werte. Die Aktien des Finanzinvestors Partners Group brachen 7,3 Prozent ein. Höhere Zinsen verteuern Zusammenschlüsse und Zukäufe. Die Anteile des Computerzubehör-Herstellers Logitech, des Luxusgüterkonzerns Richemont und des Zementproduzenten Holcim büssten mehr als zwei Prozent ein.

Credit-Suisse-Aktie fiel unter fünf Franken

Die Credit-Suisse-Aktien sackten mehr als vier Prozent auf ein Rekordtief von 4,68 Franken ab. Die krisengeschüttelte Bank lotet Insidern zufolge bei Grossanlegern eine milliardenschwere Stärkung der Bilanz aus.

Besser als der Gesamtmarkt hielten sich die als vergleichsweise krisensicher geltenden Indexschwergewichte Roche und Nestle mit 0,3 Prozent Kursminus beziehungsweise 0,9 Prozent Kursplus. Novartis dagegen verlor nach einer Investorenveranstaltung ohne grosse Neuigkeiten im Ausmass des Marktes 0,9 Prozent an Wert.

(Reuters/mth)