Die deutschen Exporte sind im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie so stark eingebrochen wie seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr. Sie sanken um 9,3 Prozent auf 1204,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Es war der erste Rückgang seit 2013 und der kräftigste seit 2009 mit damals minus 18,4 Prozent.

Die Importe fielen im vergangenen Jahr ebenfalls so stark wie seit 2009 nicht mehr, und zwar um 7,1 Prozent auf 1025,6 Milliarden Euro.

Verbesserung im Dezember

Geschuldet ist der Export-Rückgang vor allem den Einbrüchen zu Beginn der Pandemie im März 2020. Danach legten die Ausfuhren acht Monate in Folge zu - zuletzt im Dezember um 0,1 Prozent zum Vormonat. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hier mit einem Rückgang um 1,0 Prozent gerechnet.

Zu der positiven Entwicklung trugen vor allem die Geschäfte mit den beiden weltgrössten Volkswirtschaften bei: Die Exporte in die Volksrepublik China wuchsen im Dezember um 11,6 Prozent zum Vorjahresmonat auf 9,3 Milliarden Euro, die in die USA legten um 8,4 Prozent auf 9,2 Milliarden zu und damit erstmals seit zehn Monaten.

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Erholung der Weltwirtschaft erwartet

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass sich das Auslandsgeschäft in diesem Jahr belebt. Die von vielen Experten vorausgesagte Erholung der Weltwirtschaft vom Rezessionsjahr 2020 dürfte den Exporteuren in die Karten spielen. Für Deutschlands wichtigsten Handelspartner China etwa wird in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von rund 8,5 Prozent erwartet. Auch die USA dürften kräftig wachsen.

(reuters/gku)