Die Spannungen im internationalen Handel werden die Weltwirtschaft in den nächsten fünf Jahren weiter belasten – und zu einem langsameren globalen Wachstum führen. 

Vor allem China, das seit Jahren ein wichtiger Treiber des weltweiten Wachstums ist, wird an Dynamik verlieren. Sein Anteil am derzeitigen globalen BIP-Wachstum von 32,7 Prozent wird bis 2024 auf 28,3 Prozent sinken, wie das Wirtschaftsportal «Bloomberg» auf der Basis von IWF-Daten meldet.

Indien überholt USA

Danach dürften die USA zwar weiterhin einen beträchtlichen Teil zum weltweiten Wachstum beitragen, aber nach Indien auf den dritten Platz fallen. Es wird erwartet, dass der Anteil Amerikas am globalen Wachstum bis 2024 von 13,8 auf 9,2 Prozent sinken wird, während der Anteil Indiens auf 15,5 Prozent steigt.

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GDP

Der Löwenanteil an der Weltwirtschaft machen zurzeit die USA und China aus, wie diese Grafik von VisualCapitalist zeigt. Das Wachstum der beiden Länder verlangsamt sich jedoch. 

Quelle: VisualCapitalist

Dass Indien in Bezug auf Wachstum die USA überholen wird, war absehbar. Aber auch Indonesien wird – was da künftige Wachstum betrifft – weltweit an die vierte Stelle vorrücken. Die Wirtschaft des asiatischen Landes wird 2024 einen Anteil von 3,7 Prozent am weltweiten Wachstum verzeichnen können.

Dafür steigt ein Land weiter ab, welches die Weltwirtschaft lange dominiert hat: Grossbritannien. Die Wirtschaft des Königreichs wird wegen des Brexit von Platz 9 unter den Wachstumslokomotiven auf Platz 13 fallen. Zudem wird Russland Japan als fünftgrössten Wachstumsfaktor weltweit verdrängen. Bis 2024 wird Japan nämlich auf den neunten Platz fallen. Dafür steigt Brasilien vom derzeitigen 11. auf den 6. Platz auf. Der Anteil Deutschlands am globalen Wachstum wird voraussichtlich auf dem siebten Rang bleiben. 

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Die neuen Wachstumstreiber

Das IWF hat aber auch die neuen Länder ausgemacht, die das weltweite Wachstum künftig beflügeln könnten. Als die neuen Wachstumsmotoren in fünf Jahren gelten beispielsweise die Türkei, Mexiko, Pakistan oder Saudi-Arabien. Dafür werden Spanien, Polen, Kanada oder Vietnam aus den Top 20 herausfallen.

(tdr)