Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Schweizer Wirtschaft und den Arbeitsmarkt sind drastisch. Fast ein Fünftel der Schweizer hat einer repräsentativen Umfrage zufolge Angst vor einer Entlassung.

Knapp ein Fünftel der Angestellten hält es für wahrscheinlich, den Job zu verlieren und fast ein Viertel der Selbständigen rechnet mit einem Konkurs, teilte das Beratungsunternehmen Deloitte Schweiz am Mittwoch mit. 

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Und die Berater gehen davon aus, dass eine schnelle Erholung der Wirtschaft kaum realistisch ist. Es werde lange dauern, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht sei.

Weitreichende Folgen für Angestellte

Gemäss der Mitte April erhobenen Umfrage bei 1500 Personen im erwerbsfähigen Alter hat die Corona-Krise die Arbeitssituation von 63 Prozent der Befragten negativ beeinflusst. Konkret musste etwa mehr als die Hälfte (54 Prozent) das Pensum reduzieren.

27 Prozent der Befragten mussten ihre Überstunden abbauen und 24 Prozent ihre Ferien vorbeziehen, erklärte Deloitte. Und 2 Prozent aller Angestellten wurden gar entlassen. Besonders hart getroffen hat es naturgemäss die Branchen Gastronomie und Tourismus.

Und die Krise ist laut Deloitte noch lange nicht ausgestanden. Zwar rechne mit 71 Prozent eine deutliche Mehrheit der Angestellten nicht mit einer Entlassung. Dennoch hielten 12 Prozent dieses Szenario für «eher wahrscheinlich» und 7 Prozent sogar für «sehr wahrscheinlich».

Viele Verlierer bei den Selbständigen

Von der Krise stark betroffen sind die Selbständigen: Gemäss Umfrage mussten bisher 18 Prozent ihren Betrieb schliessen. Bei 21 Prozent seien die Umsätze auf null gefallen und weitere 38 Prozent hätten tiefere Umsätze gemeldet. Für 77 Prozent aller Selbständigen habe die Krise also deutlich negative Folgen.

Und die Zukunftsaussichten beim Kleingewerbe und den Freelancern sind ebenfalls düster. 24 Prozent der verbliebenen Selbständigen halten es gemäss der Deloitte-Umfrage für «sehr» oder «eher» wahrscheinlich, dass sie Konkurs anmelden müssen.

(sda/tdr)

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Von der Krise stark betroffen sind die Selbständigen: Gemäss Umfrage mussten bisher 18 Prozent ihren Betrieb schliessen. Bei 21 Prozent seien die Umsätze auf null gefallen und weitere 38 Prozent hätten tiefere Umsätze gemeldet. Für 77 Prozent aller Selbständigen habe die Krise also deutlich negative Folgen.

Und die Zukunftsaussichten beim Kleingewerbe und den Freelancern sind ebenfalls düster. 24 Prozent der verbliebenen Selbständigen halten es gemäss der Deloitte-Umfrage für «sehr» oder «eher» wahrscheinlich, dass sie Konkurs anmelden müssen.

KMU sind zuversichtlich

Mehr als zwei Drittel der mittelständischen Unternehmen sind zuversichtlich, mit neuer Stärke in die Zeit nach Corona zurückkehren zu können. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von localsearch, einem Unternehmen der Swisscom. 

«Die Schweizer KMU glauben trotz massiver ökonomischer Verwerfungen nicht an ein wirtschaftliches Armageddon», heisst es. Eine Minderheit von 11 Prozent zweifelt an der eigenen wirtschaftlichen Überlebensfähigkeit. Die Umfrage wurde bei 200 KMU in der Deutschschweiz durchgeführt. 

Die Krise als Chance

Jedes fünfte Schweizer KMU sieht die Krise auch als Chance, wie über 20 Prozent der befragten Firmen bekannt gaben.

Die Beschleunigung der Digitalisierung durch Onlineshopping und Homeoffice scheint sich hingegen nicht auf KMU auszuwirken. Die Mehrheit lässt dieser Trend kalt und sie wollen nicht vermehrt auf auf digitale Angebote wie Webshop, Online-Terminbuchungen setzen, heisst es. 

(sda/tdr)