Fast-Food-Liebhaber in China dürfen sich freuen: Mit 21,50 Yuan – umgerechnet 3,12 Dollar – ist der Big Mac geradezu ein Schnäppchen gegenüber dem Preis für den beliebten Klassiker in den USA

Seit 1986 erarbeitet der «Economist» jährlich den Big-Mac-Index: Das britische Wirtschaftsmagazin hat daraus einen global beachteten Indikator für die Kaufkraft-Parität unterschiedlicher Währungen gemacht. Die neue Ausgabe zeigt: Im Vergleich zur globalen Leitwährung, dem Dollar, haben die meisten Währungen in den vergangenen Monaten wieder etwas aufgewertet. Denn die Handelsspannungen zwischen den USA und China sind etwas abgeflacht und die weltweiten Wachstumsaussichten sind auch wieder etwas besser. 

Doch die US-Währung ist weiterhin stark. Nur zwei Währungen sind derzeit noch stärker als der US-Dollar: der Schweizer Franken und die norwegische Krone.

Oder in Big-Mac-Preisen ausgedrückt: In den USA kostet der Burger von Mc Donalds 5,67 Dollar, in der Schweiz 6,50 Franken – was umgerechnet 6,73 Dollar ergibt. In Norwegen muss man an der McDonalds-Theke umgerechnet 5,95 Dollar für so einen Doppel-Hamburger hinlegen.

Demnach ist der Franken gegenüber dem Dollar 18 Prozent überbewertet, die Krone 5 Prozent. Alle anderen rund 50 Währungen im Index sind unterbewertet: Der Euro mit 19 Prozent, das britische Pfund 22 Prozent, der chinesische Yuan 45 Prozent und die türkische Lira sogar 61 Prozent. 

Viele Analysten erwarten, dass der Dollar in diesem Jahr abwertet; auch der «Economist» erwartet, dass der «Greenback» im Verlauf des neuen Jahres an Wert einbüsst. US-Präsident Donald Trump setzt gerade im Wahljahr auf eine schwächere Währung – zum Vorteil der heimischen Wirtschaft.

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(mlo)