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Pascal Grieder CEO Salt
Quelle: Valeriano Di Domenico

PersonPascal Grieder

Der Abgang von Salt-Chef Andreas Schönenberger nach nur zwei Jahren war eine Überraschung. Die Berufung von Pascal Grieder als Nachfolger ebenfalls: Den Ex-Berater hatte kaum jemand auf der Rechnung, wenn es um einen Spitzenjob in der Schweizer IT-Szene ging.

«Ich hatte immer eine hohe Affinität fürs Technisch-Mathematische», sagt der gebürtige Berner. Deshalb studierte er Elektrotechnik an der ETH, merkte dann aber bald, dass er längerfristig nicht als Ingenieur arbeiten wollte. Also ging Grieder nach der Dissertation und einem Nachstudiengang in Management in die Beratung, «weil das der einfachste Weg ist, wenn man als Ingenieur in der Wirtschaft arbeiten will». Wobei er sich mit McKinsey nicht den einfachsten, sondern im Gegenteil einen der anspruchsvollsten Arbeitgeber ausgesucht hatte. Ursprünglich wollte er nur zwei Jahre bleiben, doch dann fand er seine Arbeit so spannend – er beriet Telekommunikationsanbieter von Albanien bis Uganda, später kamen das Megathema Digitalisierung sowie die Arbeit mit Start-ups dazu –, dass er über zwölf Jahre blieb. Während eines Sabbaticals, in dem Grieder mit seiner Frau und den drei Kindern eine achtmonatige Weltreise machte, kam der Anruf von einem Headhunter.

Zu Salt ging der 41-Jährige nicht trotz, sondern wegen des französischen Hauptaktionärs Xavier Niel, der bisweilen als schwierig gilt: «So ein Shareholder bringt Mehrwert und hilft mir, erfolgreich zu sein», sagt Grieder. «Da habe ich als Berater auch schon anderes gesehen.» Bei Salt soll er nun nach Jahren des Schrumpfens wieder für Wachstum sorgen: «Die Zeit des grossen Abbaus ist vorbei, Umsatzwachstum ist die oberste Priorität», sagt Grieder. Sprich: Mehr Kunden will er gewinnen und höhere Durchschnittserträge erzielen. Eine Billigstrategie, wie sie Niel in seinem Heimatmarkt Frankreich verfolgt, ist damit kein Thema: «Wir müssen daran arbeiten, die Leistung zu verbessern, aber auch die Wahrnehmung der Leistung verbessern.» Dafür will Grieder den Kundendienst aufwerten, das B2B-Geschäft wieder hochfahren und das Profil der Marke schärfen. «Dem Schweizer Telekom-Markt würde etwas mehr Salz guttun.»

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