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Philipp Plein, Lucia Bartoli - PHILIPP PLEIN FW20/21 NO LIMITS *** Local Caption *** 30737746
Quelle: Dukas

PersonPhilipp Plein

Wenn der Modemacher Philipp Plein (42) zur Fashionshow bittet, dann können sich die Geladenen einer schrillen Vorstellung sicher sein. Doch nicht selten schiesst der Deutsche mit Privat- und Geschäftssitz im Tessin übers Ziel hinaus. So im Februar an der Milan Fashion Week. In einer riesigen Garage liess Plein einen Kampfjet, einen Hubschrauber, ein Boot sowie Superautos platzieren – alle mit Blattgold überzogen. Am Ende der Show trat er zusammen mit Models in mit Swarovski-Steinen besetzten Shirts und Hoodies im Look der US-Basketballmannschaft Lakers auf; zwar mit seinem Namenszug, doch ebenso mit der Nummer 24 des verstorbenen Lakers-Spielers Kobe Bryant versehen.

Pleins Tribut an den Basketballstar entpuppte sich als Rohrkrepierer. Via Internet entlud sich ein Shitstorm über dem Haupt des «King of Bling». Denn Bryant war Ende Januar mit seiner 13-jährigen Tochter Gianna sowie sieben weiteren Menschen abgestürzt – in einem Helikopter. Später schob Plein nach, er wolle einen Teil der Erlöse an die von Bryant ins Leben gerufene Stiftung überweisen. Wie viel vom Verkaufspreis – 1400 Euro pro Shirt, 2500 für einen Hoodie – überwiesen wird, liess der Modemacher offen.

Auch geschäftlich harzt es zunehmend – nicht nur wegen Covid-19. So musste Philipp Plein Anfang Jahr die mit hohen Erwartungen gestartete Linie Plein Sport einstellen. Ausserdem schmolz der Gruppenumsatz in diesem Jahr dramatisch. Am Hauptsitz in Lugano erhielten laut «Corriere del Ticino» Dutzende von Mitarbeitern die Kündigung, drei Topmanager sind von sich aus gegangen. Aus diesem Grund wurde Pleins Vermögen deutlich niedriger eingeschätzt.

(Stand: November 2020)

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