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Mobilität
E-Scooter-Startup Tier Mobility plant Schweizer Sitz

E-Scooter-Startup Tier Mobility plant Schweizer Sitz
Das Berliner Startup Tier Mobility - hier mit Geräten in Kopenhagen - plant eine Schweizer Firmenpräsenz.Quelle: Bild: Tier Mobility

In Basel gestartet, bald mit Schweizer Firmensitz: So will das Berliner Startup Tier Mobility im Schweizer Scooter-Markt mitmischen.

Von Andreas Güntert
am 13.02.2019

Nach den US-Playern Bird und Lime sowie dem deutschen Neuankömmling Flash will ein weiteres E-Scooter-Verleih-Unternehmen mitspielen im Schweizer Markt: Das Berliner Startup Tier Mobility ist anfangs Februar in Basel gestartet und plant eine Schweizer Firmenniederlassung

Das bestätigt Tier-Mobility-Sprecher Fritz Thöni: «Wir haben über die letzten Monate ein sehr starkes Team aufgebaut und wir sind noch auf der Suche nach einem Country Manager, dessen Aufgabe es sein wird, das Schweizer Tier-Team von unserer Schweizer Betriebsstätte aus zu leiten.»

Tier Mobility, das jüngst mit Investoren-Frischgeld von 25 Millionen Euro versorgt wurde, ist bereits in Österreich, Spanien, Portugal, Belgien und Frankreich aktiv.  

Zürich auf dem Radar

Mit dem Einsatz in Basel – die Flotte beträgt dort gemäss Thöni «unter 100 E-Scooters» und soll «nicht auf über 200» – ist für Tier Mobility die Schweiz aber noch nicht abgedeckt. «In der Schweiz gibt es für uns einige interessante Städte, darunter natürlich auch Zürich», sagt der Firmensprecher. Tatsächlich sucht das Unternehmen bereits per Stelleninserat einen City Manager Zürich

Tier Mobility plane seine Expansion in Kooperation mit den betroffenen Städten, heisst es beim Unternehmen: Man akzeptiere das Reglement der Stadt Zürich, welches besage, dass das Abstellen von E-Scootern auf öffentlichem Grund nicht erlaubt ist. Thöni: «Erst sobald es ein Okay der Stadt Zürich gibt, werden wir unsere E-Scooter im öffentlichen Raum aufstellen - und uns selbstverständlich auch an alle Regeln halten.»

Hartes Ausscheidungsrennen

Derzeit schiessen E-Scooter-Verleihsysteme wie Pilze aus dem Boden. Es wird erwartet, dass sich weitere Unternehmen auf Schweizer Strassen wagen werden. Mobilitätsforscher sehen durchaus ein Potenzial für invdividuelle Player für den Verkehr auf der letzten Meile. 

Letztlich aber erinnert die Flut an die Goldgräberstimmung in den Gründerzeiten des Internets. «Wir sehen hier derzeit einen Wettlauf verschiedenster Player, die alle nur ein Ziel haben: Auf den ersten Smartphone-Screen der User zu gelangen», sagt Mikromobilitätsspezialist Philip James Douglas: «Global werden letztlich drei bis höchstens fünf solcher Plattform-Player überleben.»

 

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