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Femtech-Startup
Lea von Bidder wird Chefin von Ava

Lea von Bidder
Lea von Bidder: Gesicht des Zürcher Femtech-Startups Ava. Quelle: Kelly Smith Vorves | Kelly Vorves Photography

Sie ist das Aushängeschild der erfolgreichen Fruchtbarkeits-App Ava: Lea von Bidder. Jetzt übernimmt sie beim Startup die Rolle des CEO .

Von David Torcasso
am 06.02.2019

Obwohl Lea von Bidder in San Francisco lebt und arbeitet, gehört sie zu den bekanntesten Startup-Gründerinnen der Schweiz. Sie fehlte in den vergangenen Jahren auf fast keinem Gründer-Ranking und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen überschüttet. So beispielsweise auch vom amerikanischen Wirtschaftsmagazin Forbes: Dort zählte sie 2017 zu den 30 wichtigsten Gründern unter 30 Jahren. Die «Handelszeitung» reihte sie in die Top 3 der Unternehmer des Jahres ein. Ihr Unternehmen Ava war ausserdem zweimal hintereinander Schweizer Startup des Jahres und wurde im vergangenen Jahr mit dem Swiss Medtech Award ausgezeichnet. 

Von Bidder gilt seit Jahren als «Gesicht» von Ava. Ihre Rolle war bis anhin die der Marketingchefin, ausserdem leitet sie das US-Geschäft. Von San Francisco aus hat von Bidder das Wachstum von Ava vorangetrieben – dem wichtigsten Markt des Zürcher Startups. Die 29-Jährige hatte Ava zusammen mit  Pascal Koenig, Philipp Tholen und Peter Stein 2014 gegründet.

Von San Francisco zurück nach Zürich

Absehbar übernimmt Lea von Bidder nun den Chefposten beim Zürcher Startup. Der bisherige Unternehmensleiter, Pascal Koenig, soll dagegen als vollamtliches Mitglied des Verwaltungsrats agieren. Von Bidder tritt ihre neue Position aber erst in rund einem Jahr an, am 1. Januar 2020. Sie werde dann auch ihren aktuellen Wohn- und Arbeitsort von San Francisco zurück an den Ava-Hauptsitz nach Zürich verlegen. Die Ankündigung des Wechsels bei Ava erfolgte frühzeitig, weil das Startup nun auch einen Nachfolger als VP Marketing sucht. 

Ava hat mit ihrer Fruchtbarkeits-App und dem dazugehörigen Bracelet für Aufsehen gesorgt: Das Armband misst physiologische Parameter, um den Zeitpunkt der fruchtbaren Tage einer Frau genau und in Echtzeit feststellen zu können. Ava möchte sein Produkt weiterentwickeln und möglichst sogar als Verhütungsmittel einsetzen. Zu diesem Zweck führt die Firma weitere klinische Studien durch. Zudem hegt das Startup Pläne, nach Asien zu expandieren. Bis heute hat Ava über 40 Millionen Dollar an Risikokapital eingesammelt. 

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