Der Frankenschock sorgt für viele Negativschlagzeilen. Doch die erstarkte Währung kann auch ein Segen sein. Etwa für Jan Bomholt, Chef von MeinEinkauf.ch, der auf einen erfolgreichen Jahresauftakt zurückblickt.

Grund: Bomholt hat sich auf Online-Einkaufstourismus spezialisiert. Dabei bestellen Schweizer Kunden im Ausland und lassen an eine Adresse in Konstanz (D) liefern. MeinEinkauf übernimmt die Zollabwicklung und schickt das Paket von der Schweiz aus weiter.

«Bestellvolumen regelrecht explodiert»

«Nach dem 15. Januar ist das Bestellvolumen regelrecht explodiert», freut sich Bomholt. Innerhalb einer Woche habe sich die Anzahl der Bestellungen fast verdreifacht. Mittlerweile hat sich die Situation allerdings etwas beruhigt. Das liegt sowohl am höheren Euro-Franken-Kurs als auch an den Schweizer Detailhändlern, die sofort reagiert und Währungsvorteile weitergegeben haben.

Insgesamt hat der Online-Einkaufstourismus seit der Frankenaufwertung zugenommen: «Seit Anfang Januar 2015 bemerken wir eine zusätzliche Steigerung der Importsendungen von rund zehn Prozent», erklärt Paketpost-Chef Dieter Bambauer. Ob die Zunahme rein auf die Aufhebung des Euro-Mindestkurses zurückzuführen sei, könne nicht abschliessend beurteilt werden.

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