Bei einer Inspektion ihrer Flotte von Passagierjets vom Typ Boeing 737 NG hat die australische Fluggesellschaft Qantas bereits drei Maschinen mit Haarrissen entdeckt. Das teilte die Gesellschaft am Freitag mit.

Die Risse lagen an einer Stelle, wo die Tragflächen am Rumpf befestigt sind. Im Luftfahrt-Jargon nennt man diese Teile «Pickle Forks», weil sie an Gurkengabeln erinnern. Die betroffenen Maschinen seien aus dem Verkehr gezogen worden, hiess es.

Bis zu 33 Maschinen bei Qantas betroffen

Experten der Fluggesellschaft setzten unterdessen die Untersuchung der übrigen baugleichen Flugzeuge fort. Insgesamt gehe es um 33 Maschinen im Bestand von Qantas, die noch vor der üblichen Inspektionsfrist kontrolliert werden sollen.

Die Boeing 737 NG ist das Vorgängermodell der 737 Max. Die 737-Max-Modelle sind seit Mitte März wegen zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten mit Flugverboten belegt. Als eine entscheidende Unglücksursache gilt ein fehlerhaftes Steuerungsprogramm von Boeing. Ob und wann die Maschinen wieder abheben dürften, ist von internationalen Aufsichtsbehörden abhängig und derzeit unklar.

Boeing gegen Airbus: Die Karten werden neu gemischt

Im Duell der Luftfahrtkonzerne schien Boeing davonzuziehen. Nun stecken die Amerikaner in der Krise. Den Vergleich in Grafiken finden Sie hier.