Mehr Zeit für Familie, Reisen oder Hobbys: Welcher Beschäftigte wünscht sich dies nicht? Swisscom-Mitarbeitende können neu bis zu zwei Wochen unbezahlte Ferien zusätzlich beziehen. Das Telekomunternehmen prüft zudem flexible Arbeitszeitmodelle für Mitarbeitende, die pflegebedürftige Angehörige betreuen.

Die Swisscom hat seit Anfang Jahr den so genannten Ferienkauf in einem Pilotversuch getestet, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. 130 Personen hätten das Angebot genutzt, rund 900 zusätzliche Ferientage bezogen und dafür auf den entsprechenden Lohn verzichtet.

Balance zwischen Arbeit und Freizeit

Der Versuch habe gezeigt, dass der Ferienkauf für die Mitarbeitenden ein grosses Bedürfnis sei. Der Swisscom sei eine gute Balance zwischen Arbeit und Freizeit wichtig, lässt sich Swisscom-Personalchef Hans C. Werner in der Mitteilung zitieren.

Künftig können alle Mitarbeitenden in Absprache mit ihrem Vorgesetzten und nach betrieblicher Vereinbarkeit zu den bestehenden fünf bis sechs Wochen Ferien maximal zwei weitere Wochen beziehen.

Pensum auch kurzfristig reduzieren

Eine Mitarbeiterumfrage zeigte zudem, dass zwölf Prozent der Beschäftigten gegenwärtig zu Hause Angehörige pflegen und 16 Prozent ein solches Szenario in absehbarer Zeit erwarten. Die Swisscom testet daher zwei miteinander kombinierbare Modelle, um Beruf und privaten Betreuungsaufwand besser vereinbaren zu können.

Bei dem einen Modell können Mitarbeitende neu kurzfristig ihr Pensum etwas reduzieren und die verpasste Arbeitszeit später nachholen. Das andere Modell sieht vor, dass interessierte Beschäftigte während maximal zwölf Monaten ihr Pensum temporär reduzieren können.

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(sda/ccr)