Der Gründer der insolventen Kryptobörse FTX, Sam Bankman-Fried, ist nach dem spektakulären Zusammenbruch seines Firmenimperiums auf den Bahamas festgenommen worden. Die USA haben gegen ihn Anklage eingereicht.

«Heute Abend haben die bahamaischen Behörden Samuel Bankman-Fried auf Antrag der US-Regierung verhaftet, basierend auf einer versiegelten Anklageschrift, die von der US-Staatsanwaltschaft für den südlichen Bezirk von New York eingereicht wurde», teilte US-Staatsanwalt Damian Williams am späten Montagabend (Ortszeit) mit. «Wir gehen davon aus, dass wir morgen früh die Entsiegelung der Anklageschrift beantragen werden und werden zu diesem Zeitpunkt mehr dazu sagen können.»

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Ermittlungen in den USA

FTX – einer der grössten Handelsplätze für Kryptowährungen – war vor rund drei Wochen nach enormen Mittelabflüssen binnen weniger Tage kollabiert. Milliarden an Kundengeldern konnten nicht ausgezahlt werden – auch Schweizer sind betroffen.

Schweizer kämpft um sein Geld bei FTX

Anhand des Falls eines Schweizer Kunden, der sein Geld der Börse von Sam Bankman-Fried anvertraute, zeigt die «Handelszeitung» auf, wie man sein Geld zurückfordern kann. Die Anleitung finden Sie hier.

Bankman-Fried, der in der Kryptobranche oft nur SBF genannt wird, gab am 11. November seinen Rücktritt bekannt und beantragte im US-Bundesstaat Delaware Insolvenz für den Konzern. In den USA laufen Ermittlungen und Sammelklagen gegen Bankman-Fried. Er beteuert, dass FTX genug Geld habe, Kunden dort auszuzahlen. Gleichzeitung gab sich der Krypto-Pleitier in Interviews als ahnungsloses Unschuldslamm.

(sda/mth)