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Dollar-Kurs: Euro fällt auf tiefsten Stand seit 2003

Euro-Dollar-Kurs: Tiefstand am Nachmittag Keystone

Der Euro hat am späten Nachmittag deutlich verloren und sank auf den tiefsten Wert zum Dollar seit 2003. Wirtschaftsdaten aus den USA stützten die amerikanische Währung.

Veröffentlicht am 04.03.2015

Der Eurokurs ist am Mittwoch zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit mehr als elf Jahren gefallen. Händler machten die günstigere Konjunktur in den USA für die Entwicklung verantwortlich. Am späten Nachmittag kostete ein Euro 1,1072 US-Dollar und damit einen ganzen Cent weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,1124 (Dienstag: 1,1168) Dollar fest.

Auch zum Schweizer Franken verlor die Gemeinschaftswährung an Wert und fiel dabei sogar unter die Marke von 1,07. Zum Berichtszeitpunkt ging der Euro noch zu 1,0656 Franken um nach 1,0732 Franken im frühen Geschäft. Derweil gewann der Dollar zum Franken etwas an Wert und steht nun bei 0,9624 Franken nach zuvor 0,9606 Franken.

Stellenplus im Februar

Die am Nachmittag veröffentlichten Wirtschaftsdaten aus den USA stützten den Dollar. So hat sich die Stimmung im Dienstleistungssektor im Februar überraschend aufgehellt. «Positiv hervorzuheben ist der deutliche Anstieg der Beschäftigungskomponente», schrieb Ulrich Wortberg, Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Dieser Anstieg spreche für ein deutliches Stellenplus im Februar. Die US-Notenbank berücksichtigt bei ihrer Geldpolitik sehr stark den Arbeitsmarkt.

In der Eurozone enttäuschten die Daten aus dem Dienstleistungssektor hingegen. So hat sich hier die Stimmung laut einer zweiten Erhebung im Februar weniger stark verbessert als zunächst ermittelt. Zudem verfehlten die Zahlen aus Italien merklich die Erwartungen.

Entscheidung des EuGH belastet

Händler führten die Kurseinbussen zudem auf eine Entscheidung des EuGH zurück. Der EU-Gerichtshof erklärte eine Vorgabe der Europäischen Zentralbank (EZB) für nichtig, wonach die Abwicklung von grossen Wertpapier-Geschäften in Euro auch im Euroraum stattfinden muss. Dies ist ein Erfolg für den Finanzplatz London.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7259 (0,7276) britische Pfund und 133,15 (133,74) japanische Yen. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1'199,50 (1'212,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 34'250,00 (34'160,00) Euro.

(awp/me)

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