Vegetarische Burger und anderer Fleischersatz ist innert Kürze zum Milliardengeschäft geworden. Bestes Beispiel für den Boom ist «Beyond Meat» – seit dem Börsgengang letzte Woche ist der Wert der US-amerikanischen Veggie-Burger-Firma vorübergehend auf fast 6 Milliarden Dollar hochgeschnellt.

 

Der IPO ist eine Erfolgsgeschichte – bis jetzt. Gestern Montag ist der Kurs um mehr als 6 Prozent eingebrochen. Grund für den Kurssturz ist eine Ankündigung von Nestlé: Die Westschweizer lancieren im Herbst einen vegetarischen Burger in den USA – und machen damit Platzhirsch «Beyond Meat» im Heimmarkt Konkurrenz.
 

An Original Impossible Burger, left, and a Cali Burger, from Umami Burger, are shown in this photo in New York, Friday, May 3, 2019. A new era of meat alternatives is here, with Beyond Meat becoming the first vegan meat company to go public and Impossible Burger popping up on menus around the country. (AP Photo/Richard Drew)

Der «Impossible Burger» (Links), ein weiterer vegetarischer Burger: Das ungebübte Auge kann keinen Unterschied zum Hackfleischburger ausmachen.

Quelle: Keystone
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Der Veggie-Burger von Nestlé heisst «Awesome Burger». Der fleischlose Pattie – ein Produkt der Nestlé-Tocher Sweet Earth – wird im Detailhandel, Restaurants und Universitäten erhältlich sein.

Ein Sojaburger für den europäischen Gaumen

Der «Awesome Burger» ist bereits der zweite Veggie-Burger aus der Küche von Nestlé: In Europa verkaufen die Westschweizer den «Incredible Burger».

Der «Incredible» basiert im Unterschied zum «Awesome» auf Soja, wird von Tochter Garden Gourmet hergestellt, und ist derzeit in Deutschland, den Niederlanden und Schweden erhältlich. Mit McDonald’s Deutschland hat sich Nestlé bereits einen grossen Kunden gesichert.

Der Burger wird grösser

Nestlé hat grosse Ziele für das Geschäft mit fleischlosen Produkten: Es soll innert zehn Jahren 1 Milliarde Franken zum Umsatz beitragen. Die ganze Nahrungsmittelbranche setzt auf den Boom: Unilever, Kellog’s, Tyson Foods – alle brutzeln an eigenen Veggie-Burgern.

Auch Schweizer Firmen wie Hilcona verkaufen mittlerweile Burger ohne Fleisch. Die Konkurrenz wächst, aber auch der Markt ist stark am expandieren: Nach einer Schätzung der Analysegesellschaft Bernstein werden alleine in den USA die Verkäufe von Fleischersatzprodukten von heute 13 Milliarden in zehn Jahren auf 41 Milliarden Dollar steigen.

(mbü)

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