Die typische Besitzerin eines Zürcher Einfamilienhauses hat vor allem eine Eigenschaft: Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist sie bereits etwas älter. Denn die Mehrheit der Zürcher Eigenheime gehört Personen im Alter von mindestens 60 Jahren, wie unsere Grafik der Woche zeigt. Über die ganze Schweiz betrachtet dürften die Zahlen ähnlich sein: Das Wohneigentum gehört heute vor allem den älteren Menschen. 

Grafik der Woche Immobilien

Je älter, desto grösser der Immobilienbesitz: Die Mehrheit der Eigenheime im Kanton Zürich gehört Personen über 60 Jahre.

Quelle: zkb

Die eine Erklärung für die ungleiche Verteilung? Die Immobilienpreise steigen seit Jahren, und gerade für junge Familien ist es schwierig geworden, sich ein Haus nahe bei den Städten zu leisten. Früher war dies noch einfacher. Kommt hinzu: Viele ältere Menschen haben jahrelang für die Immobilie gespart, oder sind über eine Erbschaft zum Haus oder der Wohnung gekommen.

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Die Babyboomer geben ihre Häuser weiter

Eigenheime sind nicht nur teuer, sondern in vielen Gegenden knapp. Besonders bei den Einfamilienhäusern ist das Angebot oft dürftig. Das könnte sich laut einer neuen Studie der Zürcher Kantonalbank nun allerdings ändern.

Denn die Generation der Babyboomer trennt sich allmählich von ihren Immobilien. Und so werden in den nächsten 25 Jahren alleine im Kanton Zürich schätzungsweise 30’000 Einfamilienhäuser und 100’000 Wohnungen dieser heute über 60-Jährigen auf den Markt kommen.

Am einfachsten lässt sich der Traum vom Eigenheim aber weiterhin über eine Erbschaft erfüllen: Fast jedes zweite Zürcher Einfamilienhaus wird innerhalb der Familie weitergereicht.

(mbü)