Der Turnaround ist verschoben. Nachdem die Credit Suisse bereits im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht war, schrieb die Bank auch im zweiten Quartal hohe Verluste. Das Halbjahresergebnis lag mit fast 2 Milliarden Franken im Minus. Immerhin wurde jetzt das Management gewechselt. Der glücklose Firmenchef Thomas Gottstein wurde Anfang des Monats nach kaum mehr als zwei Jahren im Amt vom bisherigen Leiter der Fondssparte der Bank, Ulrich Körner, ersetzt.  

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Möglicherweise kann der neue Chef das Geldhaus nach mehreren Jahren mit gehäuften Problemen endlich erfolgreich umbauen. Das alles spiegelt sich im Kurs der Aktie wider, die im Bereich eines Allzeittiefs notiert. Der Call auf Credit Suisse im Depot liegt aktuell ebenfalls deutlich im Minus. Wir bleiben aber dabei. Denn die Aktie des SMI-Mitglieds läuft seit Juli in einer Trading-Range zwischen etwa 5,0 und 5,50 Franken und hat jetzt gleich mehrere spannende Punkte im Chart erreicht.  

Zum einen ist die Aktie auf die untere Begrenzung der Handelsspanne zurückgefallen. Von dort konnte der Titel aber jedes Mal auch schnell wieder nach oben drehen und brachte dann meist innert weniger Tage Kursgewinne zwischen 5 und 10 Prozent.  
 

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Darüber hinaus hat das Papier jetzt nicht nur die psychologische Marke von 5,0 Franken erreicht, sondern obendrein auch noch die untere Begrenzungslinie des Abwärtstrends vom Juni. Charttechnisch orientierte Anleger setzen deshalb auf schnelle Kurssteigerungen, vorerst in den Bereich von 5,50 Franken.  

Bei SAF Holland steigen wir dagegen auf die Bremse. Die Aktie konnte nicht wie erwartet die Hürde bei 9,0 Euro nehmen, sondern ist davon abgeprallt und hat am Montag stark korrigiert. Die untere Begrenzungslinie des kurzfristigen Aufwärtstrends ist dadurch erreicht. Wir realisieren einen Gewinn von rund 140 Prozent.  

Sollte das SDAX-Mitglied unter die Unterstützung bei 8,0 Euro fallen, könnte der Titel ganz schnell auch wieder in Richtung 7,0 Euro zurückfallen. Möglicherweise fällt die Aktie dann sogar in den Abwärtstrendkanal vom Januar zurück. Das könnte – trotz guter operativer Entwicklung bei SAF Holland – noch tiefere Kurse mit sich bringen.

Nachdem wir bereits vor einiger Zeit mit einer Spekulation auf den CO2-Preis schön verdienen konnten, steigen wir jetzt wieder ein und setzen mit einem Partizipationszertifikat auf weiter steigende Preise für die Emission von CO2. Experten nennen als Ziel für einen sinnvollen CO2-Preis etwa 200 Euro je Tonne. Das würde mehr als eine Preisverdopplung zum aktuellen Niveau bedeuten.  

     

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