Australien erwägt, gegen Chinas saftige Zollerhöhungen auf australische Gerstenimporte bei der Welthandelsorganisation (WTO) vorzugehen. Dennoch seien Befürchtungen vor einem drohenden Handelsstreit mit Australiens grössten Handelspartner fehl am Platze.

Dies teilte Landwirtschaftsminister David Littleproud bei einer Pressekonferenz am Dienstag mit.

«Dies ist eine Meinungsverschiedenheit über eine Ware von Hunderten, die dorthin exportiert werden.» China kündigte ab dem 19. Mai Antidumping- und Antisubventionszölle in Höhe von 80,5 Prozent auf australische Gersteneinfuhren an. Dies belastete die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den zwei Ländern und könnte den milliardenschweren Handel zwischen den beiden Nationen zum Stillstand bringen.

Bauern machen Druck

Australien behalte sich das Recht vor, sich an die WTO zu wenden, da der Anbau von Gerste nicht subventioniert werde, sagte der Minister weiter. Australiens Agrarsektor hatte die Regierung des Landes aufgefordert, den Fall vor die WTO zu bringen.

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(sda/gku)