Der Beginn der Machtübergabe in den USA und die Erfolge beim Coronavirus-Impfstoff haben am Dienstag für Kauflaune an den Aktienmärkten in Fernost gesorgt. «Wir nähern uns einem Impfstoff, und wir werden auch mehr politische Unterstützung von der neuen US-Regierung erhalten, was sich beides positiv auf Aktien auswirkt», sagte Kiyoshi Ishigane, Fondsmanager bei Mitsubishi UFJ Kokusai Asset Management.

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Japan und viele andere Länder kämpfen mit erneut ansteigenden Infektionszahlen. Ein Impfstoff wird als Voraussetzung dafür gesehen, die Restriktionen zur Eindämmung der Pandemie wieder auslaufen lassen zu können. Auf der Suche nach einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus hat mit AstraZeneca zum Wochenanfang ein weiteres Pharmaunternehmen einen Studienerfolg erzielt. Das Vakzin könne eine Wirksamkeit von rund 90 Prozent gegen Covid-19 erreichen, sei günstiger in der Herstellung und könne auch zu Kühlschranktemperaturen gelagert werden.

Nikkei-Index auf höchstem Stand seit 1991

Für Rückenwind sorgte zudem, dass drei Wochen nach der US-Präsidentenwahl Amtsinhaber Donald Trump den Weg für eine Machtübergabe an den Demokraten Joe Biden freigemacht hat. Auf Twitter erklärte der Republikaner, die für den Transferprozess zuständige Bundesbehörde General Services Administration (GSA) solle «tun, was getan werden muss» bezüglich der ersten Schritte. In Tokio kletterte der Nikkei-Index 2,5 Prozent auf 26'166 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Mai 1991.

Der Index in Südkorea zog 0,6 Prozent an. Die chinesische Börse in Shanghai lag dagegen leicht im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,6 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 0,8 Prozent.

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(reuters/gku)