Die Zahl der in der Schweiz und Liechtenstein nachgewiesenen Covid-19-Infektionen ist laut Bund innerhalb eines Tages um 975 Fälle auf 20'278 gestiegen. Die Kantone meldeten am Samstag (4. April) insgesamt 621 Tote - 49 mehr als am Vortag.

Dies ergab die Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, die sich auf die offiziellen Angaben der Kantone stützt. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gab am Samstag die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung mit 540 an. Es stützt sich auf Angaben der Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte.

Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit sagte bei einer Medienkonferenz am heutigen Samstag in Bern: «Wir sind noch nicht am Peak angelangt.» Er forderte die Bevölkerung erneut auf, auch an Wochenenden die Regeln des Social Distancing einzuhalten.

Bei den Toten waren laut BAG 64 Prozent Männer. Die Altersspanne der verstorbenen Personen betrug 32 bis 101 Jahre. 97 Prozent der Toten litten zuvor an mindestens einer Vorerkrankung. Die drei am häufigsten genannten Vorerkrankungen waren Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes.

Mittlerweile weist die Schweiz eine der höchsten Raten an Neuansteckungen in Europa auf. Die Inzidienzen belaufen sich auf 236 Fälle pro 100'000 Einwohner. Bezogen auf die Einwohnerzahl sind die Kantone Tessin, Genf, Waadt und Basel-Stadt weiterhin am stärksten von der Pandemie betroffen.

Über eine Million Infizierte

Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten ist weltweit auf knapp 1,1 Millionen gestiegen. Die meisten Fälle wurden nach Angaben der Johns Hopkins Universität in den USA gezählt, wo bis zum späten Freitagabend (Ortszeit) 277.828 Menschen als infiziert gemeldet wurden. An zweiter und dritter Stelle lagen demnach Italien mit 119.827 und Spanien mit 119.199 Fällen, gefolgt von Deutschland mit 91.159 bekannten Infektionen.

Wissenschaftlern zufolge dürfte die Dunkelziffer bei Fallzahlen und Totenzahlen jedoch hoch sein. Zum einen hängt die Zahl der nachgewiesenen Infektionen davon ab, wie viele Menschen überhaupt getestet werden. Zudem haben manche Länder spät mit dem Testen angefangen oder setzen bewusst auf eine selektive Teststrategie. Zum anderen dürften viele Menschen mit Vorerkrankungen oder im hohen Alter durch die Virusinfektion gestorben sein, ohne dass Ärzte das zu dem Zeitpunkt erkannt hatten oder prüfen konnten.

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Trump will Schutzausrüstung im Land behalten

Die US-Regierung will den Export knapper medizinischer Schutzausrüstung wegen der Ausbreitung des Coronavirus verbieten. Das kündigte US-Präsident Donald Trump am Freitagabend (Ortszeit) im Weissen Haus in Washington an. Verhindert werden solle etwa der Export von Atemschutzmasken des Typs N95, von Operationshandschuhen und anderen Produkten. «Wir brauchen diese Produkte sofort bei uns im Land», mahnte er.

Trump betonte zugleich, wenn bestimmte Länder wie etwa Spanien grosse Probleme hätten und längerfristige Bestellungen aufgegeben hätten, werde er solche Lieferungen nicht stoppen. Das wäre unfair, sagte der Präsident. Spanien ist, wie die USA auch, schwer von der Corona-Krise getroffen.

Das US-Unternehmen 3M, das unter anderem Atemschutzmasken herstellt, äusserte sich kritisch zu der Anweisung aus dem Weissen Haus. Diese habe erhebliche humanitäre Auswirkungen für bestimmte Länder. Ausserdem könne der Schritt nach sich ziehen, dass andere Staaten ebenfalls den Export solcher Produkte in die USA aussetzten, was in der aktuellen Lage kontraproduktiv wäre. Trump tat die Kritik des Unternehmens ab und sagte, er sei nicht zufrieden mit 3M.

Viel mehr Arbeitslose in den USA

Die Arbeitslosenquote in den USA ist infolge der Corona-Krise deutlich angestiegen. Sie nahm von 3,5 Prozent im Vormonat auf 4,4 Prozent im März zu, wie die US-Regierung am Freitag mitteilte.

Die Zahl der Beschäftigten sei um 700'000 gesunken. Vor allem im Hotel- und Gastgewerbe machten sich die Auswirkungen der Epidemie demnach bemerkbar, allein dort fielen 460 000 Stellen weg.

Aufgrund einer verzögerten Erhebung der Statistik vermitteln die neuen Daten jedoch ein zu rosiges Bild. Die jüngste Zuspitzung am Arbeitsmarkt ist davon nur begrenzt widergegeben: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind seit Mitte März auf rund 10 Millionen in die Höhe geschnellt. Experten gehen daher davon aus, dass die Arbeitslosenquote daher eigentlich bereits bei 10 Prozent oder sogar darüber liegen könnte.

Die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 hat das öffentliche Leben in weiten Teilen der USA zum Erliegen gebracht. Rund drei Viertel der rund 330 Millionen Amerikaner unterliegen inzwischen von Bundesstaaten verhängten Ausgangsbeschränkungen. Viele Geschäfte sind geschlossen, Restaurants und Hotels bleiben leer, zahllose Reisen wurden abgesagt. Viele Mitarbeiter geschlossener Unternehmen müssen Arbeitslosenhilfe beantragen.

Hire and Fire

Viele Mitarbeiter geschlossener Unternehmen müssen daher Arbeitslosenhilfe beantragen. Entlassungen sind in den USA in der Regel wesentlich schneller möglich als etwa in Deutschland. In den USA gab es bislang auch keine Regelung wie das Kurzarbeitergeld, um den in Krisensituationen zu stabilisieren.

Mit einem Konjunkturpaket, mit dem der US-Kongress rund 2 Billionen Dollar in die Wirtschaft pumpen will, wurde die bislang sehr begrenzte Arbeitslosenhilfe vergangene Woche ausgeweitet. Nun soll es Arbeitgebern auch möglich sein, Angestellte für bis zu vier Monate zu beurlauben anstatt sie zu entlassen. In dieser Zeit würde der Staat für das Gehalt aufkommen. Die Neuregelung hatte jedoch wohl noch kaum Auswirkungen auf die jüngsten Daten vom Arbeitsmarkt.

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Im Februar - also noch vor der rasanten Ausbreitung des Virus in den USA - lag die Arbeitslosenquote noch bei 3,5 Prozent, dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten. Die US-Konjunktur brummte, an der Börse wurden Höchststände vermeldet. Präsident Donald Trump, der sich im November um eine Wiederwahl bewirbt, rühmte sich seiner erfolgreichen Wirtschaftspolitik.

Ausmass noch nicht absehbar

Doch das Coronavirus machte die guten Aussichten zunichte. Trump verspricht derweil, die Wirtschaft werde nach dem Ende der Epidemie wieder «wie eine Rakete» durchstarten. Viele Analysten rechnen jedoch mit einer langsamen Erholung.

Das gesamte Ausmass der wirtschaftlichen Verwerfungen der Coronavirus-Pandemie für die USA ist noch nicht absehbar. Trotzdem rechnen viele Analysten inzwischen mit einem dramatischen Einbruch im zweiten Quartal und einer Rezession aufs ganze Jahr betrachtet.

In den USA gab es bis Freitagmorgen (Ortszeit) Forschern der Universität Johns Hopkins zufolge rund 250 000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Mehr als 6000 Menschen sind infolge der vom Virus ausgelösten Erkrankung Covid-19 gestorben.

Donald Trump plant neue Empfehlungen zu Masken

Die US-Regierung will in Kürze landesweite neue Empfehlungen für das Tragen von Gesichtsmasken als Massnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus verkünden. Das sagte US-Präsident Donald Trump bei einem Briefing am Donnerstag (Ortszeit) in Washington, wie der US-Sender CNN berichtete.

Verbindlich solle ein Tragen der Masken aber nicht werden, betonte Trump demnach: «Amerikaner, die eine Gesichtsbedeckung tragen wollen, können das für sich selbst entscheiden.»

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Covid-19: Japans Weg ist einzigartig. Ist er auch besser?

Obwohl die Epidemie das Land als eines der ersten erreichte, kam es bisher zu keinem grossflächigen Ausbruch. Was Japan anders macht. Mehr dazu hier.

Europäer und Amerikaner befürworten Beschränkungen

Die grosse Mehrheit der Menschen in Europa und den USA hält laut einer Umfrage die staatlichen Eingriffe im Kampf gegen das Coronavirus für richtig. 85 Prozent finden sie ausreichend oder wünschen sich sogar stärkere Beschränkungen.

Das geht aus einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Zeitung «Die Welt» (Freitag) in acht europäischen Ländern und den USA hervor. In Deutschland halten 44 Prozent die Massnahmen für ausreichend. Sogar strengere Massnahmen fordern 41 Prozent. Für weniger Massnahmen sprechen sich 7 Prozent aus.

Auch in den besonders stark betroffenen europäischen Ländern, Spanien (92 Prozent), Italien und Frankreich (90 Prozent) ist die Zustimmung sehr hoch. Im Kampf gegen das Coronavirus haben derzeit zahlreiche Regierungen teils weitgehende Beschränkungen des öffentlichen Lebens erlassen.

UEFA rät von Saisonabbruch ab

Die UEFA hat ihren Mitgliedsverbänden in der Corona-Krise von einem Abbruch der nationalen Fussballligen abgeraten. Das geht aus einem Brief der Europäischen Fussball-Union hervor, aus dem die Nachrichtenagentur AP zitierte.

Man sei «zuversichtlich, dass Fussball in den kommenden Monaten zu den Bedingungen der Behörden wieder starten kann und jede Entscheidung, die inländischen Wettkämpfe aufzugeben, zu diesem Zeitpunkt, verfrüht und nicht gerechtfertigt ist», hiess es darin.

Die UEFA arbeitet derzeit daran, mit den europäischen Ligen eine Lösung für das Saisonende zu finden. Europa League und Champions League stecken in der K.o.-Phase fest. Möglicherweise sollen die Bewerbe im Juli oder August beendet werden.

In Belgien war am Donnerstag die Entscheidung gefallen, die Saison nach 29 der 30 Hauptrunden-Spieltage abzubrechen und auf die Play-offs zu verzichten. Der FC Brügge soll demnach zum Meister proklamiert werden.

Coronavirus 19 03 20

Eine ständig aktualisierte Übersicht über den Verlauf der Pandemie weltweit finden Sie hier.

Quelle: JHU CSSE

S&P bestätigt Rating der USA

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) bestätigt inmitten des Coronavirus-Ausbruchs ihre Einstufung der USA mit «AA+/A-1+» und einem stabilen Ausblick.

Wie S&P mitteilte, werden sich die Verschuldung und das Haushaltsdefizit der US-Regierung nach dem wirtschaftlichen Schock in Folge der Virus-Pandemie in diesem Jahr wahrscheinlich noch weiter verschlechtern. Erst vor wenigen Tagen hatte Fitch die Top-Bewertung für die USA bei «AAA» mit stabilem Ausblick belassen.

US-Nachfrage nach Waffen nimmt zu

In der Corona-Krise hat die Nachfrage nach Waffen in den USA zugenommen. Die Zahl der Sicherheitsprüfungen für potenzielle Käufer von Schusswaffen stieg innert eines Monats stark an, wie aus einer Statistik der US-Bundespolizei FBI hervorgeht.

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Die Anzahl der eingeleiteten Prüfungen legte demnach von Februar bis Ende März um etwa 938'000 auf rund 3,7 Millionen zu - der Höchstwert seit Beginn der Statistik im Jahr 1998. Im Vorjahreszeitraum verzeichnete die Behörde lediglich einen Anstieg von rund 591'000 auf etwa 2,6 Millionen Sicherheitsprüfungen.

«Wir beobachten oft saisonale Anstiege bei Schusswaffenverkäufen, aber darüber hinaus ist es nicht ungewöhnlich, dass es aufgrund politischer oder sozialer Ereignisse und Einstellungen zu vermehrten Waffenverkäufen kommt», zitierte der Sender CNN eine Sprecherin der Waffenbehörde ATF.

Mit der Ausbreitung des Coronavirus in den USA war in den vergangenen Wochen auch der Ansturm auf Waffen und Munition gestiegen. Vor Waffenläden bildeten sich teils lange Schlangen.

Reiseeinschränkungen innerhalb der USA?

Das Weisse Haus befürchtet nach einer am Dienstag vorgestellten Prognose zwischen 100'000 und 240'000 Tote in den USA durch das Coronavirus - trotz Massnahmen zur Eindämmung. Diese Schutzmassnahmen hatte Trump kürzlich bis Ende April verlängert.

US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner angesichts der dramatisch steigenden Infektions- und Todeszahlen zum Zusammenhalt aufgerufen. «Ich weiss, dass jeder Amerikaner seine patriotische Pflicht erfüllen und uns dabei helfen wird, einen totalen Sieg zu erringen», sagte Trump am Mittwochabend bei der täglichen Pressekonferenz im Weissen Haus.

«Wir greifen das Virus an jeder Front an.» Trump sagte, seine Regierung erwäge inzwischen auch Reiseeinschränkungen innerhalb der USA, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

Entlassungen bei KMU nehmen zu

Wegen vieler Schliessungen als Folge der Coronavirus-Pandemie nehmen die Entlassungen bei kleinen und mittleren Unternehmen zu. Über 6 Prozent der befragten KMU haben bereits Mitarbeitern gekündigt, wie aus einer Umfrage des KMU-Beschaffungsportals Gryps hervorgeht, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Zudem würden mehr als 8 Prozent der Firmen Entlassungen in der nächsten Zeit planen. Gut 43 Prozent hätten bereits Kurzarbeit eingeführt, hiess es weiter. Über 8 Prozent planten diese in nächster Zeit. Mehr als die Hälfte der Unternehmen hätten einen Einstellungsstopp erlassen.

Auf der Einnahmeseite ist die Lage dramatisch: «30 Prozent der KMU haben im Corona-Monat März mehr als 75 Prozent Umsatzeinbussen erlitten», stellte das Portal fest.

Gleichzeitig laufen die Kosten weiter. Nur gerade 10 Prozent der KMU hätten eine Stundung oder Reduktion der Miete der geschäftlichen Räumlichkeiten vereinbart, hiess es. Gut 18 Prozent wollten jedoch mit ihrem Vermieter noch verhandeln.

An der Online-Umfrage zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise auf kleinere und mittlere Unternehmen in der Schweiz haben zwischen dem 30. März und dem 2. April 270 KMU teilgenommen.

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Weniger als 100 Neuinfektionen in Südkorea

Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist wieder auf unter 100 gesunken. Am Mittwoch seien 89 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mit.

Die Gesamtzahl stieg auf 9976. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus kletterte um vier auf 169.

Zuletzt hatte sich den Angaben der Behörden zufolge die Zahl der neu gemeldeten Infektionen bei etwa 100 «stabilisiert». Südkorea verzichtete bisher auf eine landesweite Ausgangssperre. Ein deutlicher Abwärtstrend stellte sich im März ein, nachdem es Ende Februar mit über 900 Fällen innerhalb eines Tages einen Höhepunkt gegeben hatte.

Italien verlängert Ausgangssperre um zehn Tage

Italiens Regierung verlängert die strengen Ausgangsbeschränkungen für die 60 Millionen Bürger wegen der Corona-Krise bis zum 13. April. Das kündigte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza am Mittwoch in Rom im Senat an.

Diese Verlängerung hatte die Regierung bereits Anfang der Woche in Aussicht gestellt. Seit 10. März dürfen sich die Menschen im Land nicht mehr frei bewegen. Schulen sind zu, viele Fabriken ebenfalls. Die Beschränkungen galten bisher bis 3. April.

Italien ist das am schwersten in Europa von der Covid-19-Krankheit betroffene Land. Die Zahl der Menschen, die positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet wurden, liegt rund 110'000, mehr als 13'000 Menschen sind gestorben.

Krankenkassen zahlen die Corona-Behandlung

Curafutura, einer der Dachverbände der Krankenversicherungen, beruhigt die Versicherten. Die Kostenübernahme bei Erkrankungen mit dem Coronavirus sei garantiert, sagte Pius Zängerle, Direktor von Curafutura, in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung «Liberté».

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«Und das wird auch so bleiben, unabhängig davon, wie sich die Epidemie entwickelt. Die Reserven sind genau für solche Situationen da», fügt er hinzu. Curafutura ist der Dachverband der Versicherungen CSS, Helsana, Sanitas und KPT.

Im Zusammenhang mit den Screening-Tests erinnerte Zängerle daran, dass die Grundversicherung die von einem Arzt verschriebenen Tests erstattet, das heisst für Personen mit schweren Symptomen und Menschen mit einem Risiko von Komplikationen.

Der Test kostet unter Berücksichtigung der begleitenden Verfahren derzeit rund 300 Franken. Es sei jedoch mit tieferen Kosten aufgrund der steigenden Mengen zu rechnen.

Mit Bezug auf das Medikament Hydroxychloroquin sagte Zängerle, dass die Spezialitätenliste keine automatische Rückerstattung vorsehe, sollte das Medikament gegen das Coronavirus eingesetzt werden. Es werde normalerweise für andere Indikationen verwendet. Es sei aber möglich ist, dafür von Fall zu Fall zu bezahlen, wenn der Gebrauch des Medikaments einen hohen gesundheitlichen Nutzen bringe.

Airlines schreiben Dutzende Milliarden von Verlusten

Die Fluggesellschaften müssen wegen der beispiellosen Verkehrsbeschränkungen mit erheblichen Verlusten rechnen. Der Dachverband IATA schätzte den Nettoverlust im zweiten Quartal dieses Jahres auf 39 Milliarden Dollar, wie Generalsekretär Alexandre de Juniac am Dienstag in Genf berichtete.

Im zweiten Quartal 2019 hatte es Gewinne von 7 Milliarden Dollar gegeben. Der Flugverkehr ist wegen der Coronavirus-Pandemie weltweit eingebrochen. Mehrere Fluggesellschaften haben den Betrieb vorübergehend ganz eingestellt.

Zwar sei dank der billionenschweren Rettungspakete der grössten Industrieländer nach der Corona-Krise mit einem soliden Wirtschaftsaufschwung zu rechnen, sagte IATA-Chefökonom Brian Pearce. Aber das wirke sich voraussichtlich nicht mehr in diesem Jahr aus.

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Appell für Staatshilfe

Die IATA appellierte erneut an Regierungen, die Erstattungsregeln zu lockern. Sie wollen Passagieren Gutscheine geben dürfen statt nicht genutzte Tickets erstatten zu müssen. Die Fluggesellschaften seien sich bewusst, dass das für Passagiere lästig sei, sagte de Juniac. «Für uns ist es aber eine Frage des Überlebens.»

Die Airlines hätten viele fixe Kosten, etwa für Mitarbeiter, Versicherungen und Verwaltungen. Im 2. Quartal beliefen sich die Kosten vermutlich auf 61 Milliarden Dollar - ohne absehbare grössere Einnahmen. Viele Airlines hätten nur Barreserven für zwei Monate gehabt.

Die IATA hatte die Umsatzeinbussen im Passagiergeschäft vergangene Woche auf voraussichtlich 252 Milliarden Dollar in diesem Jahr beziffert.

IWF erwartet schwere Rezession in Europa

Europas Wirtschaft steht nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr eine schwere Rezession bevor. Das sei angesichts der weitgehenden Stilllegung des öffentlichen Lebens inzwischen eine Gewissheit, schrieb der Direktor der IWF-Europa-Abteilung, Poul Thomsen, am Montag in einem Blogbeitrag.

Für jeden Monat, in dem zahlreiche Branchen in den grossen europäischen Volkswirtschaften weiterhin quasi stillstünden, würde die jährliche Wirtschaftsleistung um etwa drei Prozent niedriger ausfallen, schrieb er.

Europas Sozialsysteme sollte es gelingen, einen Teil der Auswirkungen abzufedern, obwohl sie nicht dafür konzipiert worden seien, «Bedürfnisse in dieser Grössenordnung» zu bedienen, schrieb Thomsen. Alle Länder müssten jetzt pro-aktiv und mutig gegensteuern, forderte er. Die Dauer der Corona-Krise in Europa sei noch nicht absehbar, eines aber sei klar: «Eine schwere Europäische Rezession in diesem Jahr ist eine ausgemachte Sache», schrieb Thomsen.

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Die Eurozone sei dafür besser aufgestellt dank der Interventionen der Europäischen Zentralbank und dem Plan, den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) einzusetzen, hiess es weiter. Schwieriger sei es für EU-Länder, die nicht den Euro nutzten, und die Länder Osteuropas, die keine EU-Mitglieder seien, schrieb Thomsen.

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SBB-Chef Andreas Meyer: Situation ist ein «Albtraum»

Mitten in der Corona-Krise hat SBB-Chef Andreas Meyer seinen letzten Arbeitstag. Die aktuelle Situation mit gesundheitlichen Bedrohungen, Unsicherheit und weitgehendem Lockdown auch im öffentlichen Verkehr sei ein «Albtraum», sagte Meyer im Interview mit dem «Blick».

Die SBB hätten Nachfragerückgänge von 80 bis 90 Prozent. «Selbst in Hauptverkehrszeiten trifft man in manchen Wagen nur eine oder zwei Personen an.»

Als Reaktion auf die Corona-Krise wurde das Angebot im öffentlichen Verkehr stark heruntergefahren. Ob es eine weitere Reduktion geben wird, ist laut Meyer noch unklar «Wir werden die Situation genau beobachten und haben vorbehaltene Entscheide getroffen. Sollte ein weiterer Schritt nötig sein, müssten wir die Fernverkehrslinien weiter ausdünnen.»

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Das Angebot sei derzeit um rund 25 Prozent reduziert. «Unter eine Schwelle von rund 50 Prozent können wir im Personen- und Güterverkehr nicht gehen. Weil viele Verbindungen nicht mehr funktionieren würden und die Landesversorgung damit nicht mehr sichergestellt werden könnte.»

Meyer ist überzeugt, dass die aktuelle Situation Auswirkungen auf das Arbeits-, Lern- und Mobilitätsverhalten haben wird. «Sobald wir uns wieder frei bewegen können, wird es insbesondere im Freizeitbereich einen Nachholbedarf geben.»

Er hoffe, dass viele Menschen jetzt merkten, wie viele gute Möglichkeiten es gebe, die stark belasteten Züge zu Stosszeiten zu meiden. «Man kann zum Beispiel eine oder zwei Stunden später zur Arbeit fahren. Oder eine Hochschule sagt, dass sie gewisse Angebote von nun an digital anbiete.»

USA verlängern Einreisestopp für Europäer

Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp der USA für Europäer zur Bekämpfung des Coronavirus soll verlängert werden. Diese und ähnliche Beschränkungen würden in Kraft bleiben und möglicherweise sogar verschärft werden, sagte US-Präsident Donald Trump.

Bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weissen Hauses liess er am Montag offen, bis wann der Einreisestopp, der eigentlich Mitte April auslaufen sollte, andauern soll. Die USA sind gemessen an der Zahl der bestätigten Infektionen inzwischen weltweit am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffen.

Trump hatte am Sonntag bekanntgegeben, dass die restriktiven Schutzmassnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in den USA bis Ende April verlängert werden sollen. Seit Mitte März können Menschen aus dem Schengenraum, Grossbritannien und Irland nicht mehr in die USA reisen.

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Ausgenommen davon sind US-Amerikaner, bestimmte Diplomaten und Europäer, die eine langfristige Arbeitsgenehmigung in den USA haben, eine sogenannte Green Card. Auch deren Angehörige sind ausgenommen. Die Regelung sollte zunächst für 30 Tage gelten.

Chinas Industrie legt unerwartet zu

Nach dem Rekordtief im Februar hat Chinas Fabriktätigkeit unerwartet zugenommen. Chinas offizieller Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg im März auf 52 von einem Einbruch auf 35,7 im Februar, wie das nationale Statistikamt (NBS) am Dienstag mitteilte. Der Wert liegt damit wieder über der 50-Punkte-Marke, die das monatliche Wachstum von der Kontraktion trennt.

Das NBS führte die überraschende Erholung des Indikators im Monatsvergleich auf den Rekordtiefststand im Februar zurück und warnte davor, dass die Messwerte keine Stabilisierung der Wirtschaftstätigkeit signalisierten. Peking hatte unter hohen Kosten für die Wirtschaft drakonische Quarantäneregeln und Reisebeschränkungen eingeführt, um die Pandemie einzudämmen, die offiziell mehr als 3000 Menschen im Land das Leben gekostet hat.

Während die lokal übertragenen Infektionen schwinden, haben die meisten Unternehmen wieder geöffnet, und das Leben für Millionen von Menschen fängt langsam wieder an, sich zu normalisieren. Dennoch wurde das Tempo der Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit durch Chinas Bemühungen, sich vor einer zweiten Infektionswelle aus dem Ausland zu schützen, beschränkt.

Banken vergeben mehr als 30'000 KMU-Kredite

Zur Bewältigung der Coronakrise haben Banken in der Schweiz bereits rund 31'850 Kredite gesprochen. Damit ist etwa ein Drittel der 20 Milliarden Franken vergeben worden, die KMU in Form von Bürgschaften zur Bewältigung der Corona-Krise zur Verfügung gestellt werden.

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Die Frage, ob der Betrag aufgestockt wird, werde jetzt vielleicht schneller ein Thema als geplant, sagte Erik Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung bei Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag vor den Medien in Bern. Die Federführung hat das Finanzdepartement. Finanzminister Ueli Maurer hatte bereits an einer früheren Medienkonferenz gesagt, dass eine Aufstockung nicht ausgeschlossen sei.

Insgesamt sind 6,6 Milliarden Franken in Kreditvereinbarungen zugesprochen worden, durchschnittlich wurden Kredite im Wert von 207'000 Franken vergeben. Vollständige Anträge für Kreditanträge von mehr als einer halben Million Franken sind gemäss Erik Jakob noch keine eingegangen. Es habe einzelne Anträge gegeben, welche aber nicht vollständig gewesen seien oder bei welchen Anhängen gefehlt hätten.

Immer noch keine Lösung gibt es für Selbständigerwerbende, die nur «sekundär» betroffen sind durch Massnahmen, sagte Jakob. Diese Fragen würden derzeit geklärt. Zunächst hätten die anderen Systeme anlaufen müssen. Zudem sei es anspruchsvoll, eine saubere Lösung für alle Selbständigerwerbenden zu finden. Die Aufgabe liege bei der Direktion für Arbeit.

40 Prozent Kurzarbeit im Tessin

Durch das Auffangnetz des Bundes fallen insbesondere Selbständigerwerbende ohne eigene Firma, Freischaffende oder solche, die mit einer unregelmässigen Arbeit einen Beitrag zum Familieneinkommen leisteten.

Erik Jakob führte an der Medienkonferenz weiter aus, dass die Anträge für Kurzarbeitsentschädigung massiv stärker ansteigen würden als die Zahl der Arbeitslosen. Das sei auch das Ziel dieser Massnahme bei der Kurzarbeitsentschädigung gewesen. Spitzenreiter bei den Anmeldungen für Kurzarbeit ist das Tessin. Für bereits fast 40 Prozent der Beschäftigen sei Kurzarbeit angemeldet worden, sagte Jakob. Der schweizweite Durchschnitt liegt bei 15,6 Prozent.

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Derzeit sind gemäss Jakob 132'660 Arbeitslose gemeldet, das entspreche einer Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent. Stellensuchende gebe es derzeit 208'527.

Olympische Spiele starten am 23. Juli 2021

Die wegen der Corona-Krise verschobenen Olympischen Spiele in Tokio sollen einem Medienbericht zufolge nun vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden. Auf diesen Termin hätten sich die japanischen Organisatoren und das Internationale Olympische Komitee (IOC) verständigt, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Die Sommerspiele waren eigentlich in diesem Jahr vom 24. Juli bis 9. August geplant. Doch angesichts der rasanten weltweiten Ausbreitung des Coronavirus und nach immer lauter werdenden Rufen nach einer Verschiebung beschlossen das IOC und der Ausrichter in der vergangenen Woche, die Spiele erstmals in ihrer 124-jährigen Geschichte zu verlegen.

Modebranche erwartet Einbruch

Topmanager aus der Modebranche erwarten durch die Corona-Pandemie in diesem Jahr Umsatzeinbrüche von 20 bis 25 Prozent. Das geht aus einer Befragung von 25 Firmenchefs grosser Modekonzerne durch die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hervor.

Noch deutlicher als der Umsatz - nämlich um 35 bis 40 Prozent - werde das operative Ergebnis (Ebitda) einbrechen, prognostizierten die Manager. Die Modebranche kommt weltweit BCG zufolge auf einen Umsatz von 1,35 Billionen Euro.

Eine Chance zur Schadensbegrenzung sehen die befragten Manager im Ausbau des Onlinegeschäfts. Hier seien Umsatzsteigerungen von 10 Prozent möglich, was aber nicht ausreicht, die generellen Ausfälle wettzumachen. Bislang entfallen rund 21 Prozent der Modeumsätze auf das Internet.

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70'000 Selbständigerwerbende stellen Antrag auf Entschädigung

Innerhalb von fünf Tagen haben 70'000 Selbständigerwerbende einen Antrag für eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung bei den kantonalen Ausgleichskassen eingereicht. Das ist etwa ein Fünftel aller Selbständigerwerbenden in der Schweiz.

Die meisten von ihnen machen als Grund die Schliessung des Betriebs aufgrund der vom Bundesrat angeordneten Massnahmen geltend, wie die Konferenz der Kantonalen Ausgleichskassen am Montag mitteilte. Anspruch auf Entschädigung haben Selbständige zudem bei einer ärztlich belegten Quarantäne und beim Wegfall der Fremdbetreuung für Kinder unter 12 Jahren.

100'000 Tote wären «ein guter Job»

US-Präsident Donald Trump befürchtet, dass die Coronavirus-Krise in den USA 100'000 Menschen das Leben kosten könnte. Das sagte er am Sonntagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus.

Wenn es gelinge, die Todeszahl durch die getroffenen Eindämmungsmassnahmen auf 100'000 zu begrenzen, «dann haben wir alle zusammen einen guten Job gemacht», sagte Trump. «Das ist eine furchtbare Zahl.»

Trump verwies auf eine am 16. März veröffentlichte Studie des Imperial College in London, die von 2,2 Millionen in den USA ausgeht - allerdings ohne Massnahmen zur Eindämmung des Virus. Der Präsident begründete damit die Verlängerung der Schutzmassnahmen seiner Regierung.

Trump kündigte am Sonntag an, dass bis zum 30. März geltende Richtlinien zur sozialen Distanzierung bis zum 30. April gelten sollten. Trump hatte kürzlich noch den Willen geäussert, in den USA zum Ostersonntag am 12. April in den Normalbetrieb zurückzukehren. Am Sonntag sagte er: «Wir können erwarten, dass wir bis zum 1. Juni auf dem Weg der Besserung sein werden.»

Die Ärztin Deborah Birx von der Coronavirus-Arbeitsgruppe im Weissen Haus sagte, Vorhersagen gingen auch mit Eindämmungsmassnahmen von 80'000 bis 160'000 Toten in den USA aus, potenziell sogar von mehr als 200'000 Toten. «In diesem Modell wird vollständig davon ausgegangen, dass wir weiterhin exakt das tun, was wir tun.» Sie fügte hinzu: «Wir hoffen, dass diese Modelle nicht ganz richtig sind. Dass wir es besser machen können, als diese Vorhersagen sind.»

Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, machte Trump für das Ausmass der Krise verantwortlich. Er habe die Pandemie zu lange heruntergespielt, sagte sie dem Nachrichtensender CNN. Dies sei «tödlich» gewesen.

Die Zahl der verzeichneten Corona-Toten in den USA stieg binnen 24 Stunden um 518, wie die in Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität am Sonntag mitteilte. Damit starben bislang insgesamt mindestens 2409 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Virus in den USA.

Die Zahl der registrierten Infektionsfälle in den Vereinigten Staaten stieg demnach um 21'333 auf insgesamt 136'880 Fälle. Das sind mehr als in den ebenfalls besonders betroffenen Ländern Italien, China und Spanien.

 

Deutschland stoppt Exportbeschränkungen für Schutzmaterial

In Deutschland bestehen keine Einschränkungen mehr beim Export von medizinischem Schutzmaterial in die Schweiz, wie das Seco am Freitag mitteilte. Die Waren seien unterwegs oder bereits in der Schweiz.

Alle dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bekannten Probleme seien gelöst. «Generell hat sich die Lage entspannt». Vereinzelte Unternehmen hätten Verzögerungen in der Abwicklung der Lieferungen aufgrund von «operationellen Herausforderunge» gemeldet. Das Seco sei regelmässig in Kontakt mit den Unternehmen.

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Die Probleme mit den Lieferungen aus Frankreich und Italien sind laut Seco teilweise gelöst. Die durch die französische Beschlagnahmung der Atemschutzmasken blockierten Lieferungen wurden grösstenteils freigegeben.

Mit Blick auf die Importprobleme an der italienischen Grenze sei die Schweizer Botschaft im Gespräch mit den italienischen Behörden. Die meisten Probleme seien bereits gelöst. Die aktuelle Lage führe verständlicherweise auch zu Problemen in den Logistikketten.

Für den Bundesrat ist ausserdem klar: Zügeln muss weiter möglich bleiben. Mehr hier.

Er löste ausserdem den Konflikt mit dem Tessin. Kantone dürfen unter bestimmten Voraussetzungen einzelne Branchen stilllegen. Mehr hier.

Spitalbetten werden absehbar knapp

Wissenschafter haben aufgrund der Coronavirus-Pandemie gewarnt, dass die Spitalbetten auf den Intensivstationen der Schweiz nicht ausreichen könnten. Bereits ab Donnerstag kommender Woche sei ein Engpass zu verzeichnen, hiess es in einer neuen Studie der ETH Zürich.

Es könnten bis zu 1000 zusätzliche Plätze auf den Intensivstationen notwendig sein, führt ein Artikel bei «La Liberté» sowie in den Partnerzeitungen aus. Unter Berücksichtigung der aktuellen Kapazität sowie der Angaben zu den Coronavirus-Krankheitsfällen lege ihre Untersuchung nahe, dass das System bald am Anschlag sei, erklärte Thomas Van Boeckel, Professor im Department Umweltsystemwissenschaften an der ETH Zürich und Mitautor der Studie, gegenüber den Zeitungen.

Neben dem Tessin könne in den Kantonen Waadt, Genf, Wallis und Graubünden die Bettenkapazität der Intensivstationen sogar deutlich überschritten werden. Nach den Modellen werde es am 2. April zu einem Engpass kommen, hiess es weiter. In dieser Situation könnten bis zu 86 Intensivbetreuungsplätze fehlen, falls keine Massnahmen getroffen würden, so Van Boeckel.

Glückskette

Der Berner Informatiker Daniel Probst hat einen Überblick über die Fälle in jedem einzelnen Kanton in der Schweiz erstellt. Den Link dazu finden Sie hier

Quelle: Screenshot
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Was die Welt jetzt von Japan lernen kann

Wie retten wir uns aus der Rezession? Wirtschafts-Nobelpreisträger Paul Krugman rät zu Langfrist-Projekten – und hemmungsloser Staatsverschuldung. Mehr dazu hier (HZ+).

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(sda/awp/reuters/gku/tdr/rap/mlo/mbü)