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Bilanz 300 Reichste 2022: Bettina Würth
Quelle: Wolfgang Uhlig

PersonBettina Würth

Da staunten die 10'000 Mitarbeitenden samt Begleitung nicht schlecht: Beim Fest zum 75-Jahr-Firmenjubiläum der Adolf Würth GmbH & Co. KG im baden-württembergischen Künzelsau stand nach der Vorband Boney M. plötzlich Schlagerstar Helene Fischer (38) auf der Bühne und begeisterte die Zuschauer mit ihrer zweistündigen Show. Kein günstiges Vergnügen; etwa 700'000 Euro stellt die Vokalistin für einen Auftritt in Rechnung. Ein Klacks für die Firmenkasse. Adolf Würth ist die Keimzelle der Würth-Gruppe, Weltmarktführer von Montage- und Befestigungsmaterial. Der Konzern brummt: 2021 verschraubten über 83'000 Beschäftigte einen Rekordumsatz von 17 Milliarden Euro, im ersten Semester dieses Jahres kam nochmals ein Zuwachs von 18,4 Prozent dazu – und dies bei überproportional steigenden Erträgen.

«Das Unternehmen ist bockgesund», meint denn auch Konzernchef Reinhold Würth. Für den 87-Jährigen ist dies eine gute Gelegenheit, die Nachfolge anzupacken. Eines Tages wird sein Enkel Benjamin Würth (41) übernehmen, dessen Bruder Sebastian (37) ist als Nachfolger seiner Tante und derzeitigen Beiratsvorsitzenden Bettina Würth (61) vorgesehen. Benjamin und Sebastian sind die Söhne von Marion Würth (64).

Ihre Schwester Bettina, durch Heirat Bürgerin von Appenzell geworden, hat ebenfalls Kinder. Tochter Maria (32) ist Kunsthistorikerin und Mitglied des Würth-Kunstbeirats – die Sammlung umfasst rund 18'000 Kunstwerke. Sonst jedoch hat sie mit dem Familienunternehmen, dessen Vermögen in einer Stiftung liegt, nichts zu tun, ebenso wie Bettina Würths zwei Söhne.

(Stand: November 2022)

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