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Carsten Koerl von der Firma Sportradar
Quelle: Siggi Bucher

PersonCarsten Koerl

Sportwetten machten Carsten Koerl reich. Aber nicht mit Glücksspiel verdiente er sein Vermögen, sondern indem er die dafür notwendigen Daten bereitstellt: Die Firma Sportradar, die er aufbaute und deren Chef er immer noch ist, beliefert Wettanbieter Terabyte-weise mit Informationen: wie schnell Granit Xhaka beschleunigt, welche Laufwege ein Quarterback geht, wie viele Vorhand-Slices Roger Federer pro Satz spielt. 2000 fest angestellte und noch dreimal so viele freie Mitarbeiter am Spielfeldrand sammeln die Daten; in manchen Sportarten wie American Football sind die Spieler gleich mit Sensoren ausgestattet und lassen sich vollautomatisch analysieren. Rund 200 000 Spiele untersucht Sportradar jedes Jahr. Auch die Medien und Firmen wie Google oder Facebook sind dankbare Abnehmer der Auswertungen – und die Fussballverbände, die hoffen, damit Wettbetrügern auf die Spur zu kommen: Die Analysesysteme kennen alle Spielverläufe en détail und können so berechnen, wo die Wettquoten normalerweise stehen müssten. «Gibt es keinen nachvollziehbaren Grund, warum die Wettdaten einen komplett anderen Spielverlauf prognostizieren als unsere Prognose aufgrund der Leistungsdaten, ist dies ein Hinweis, dass manipuliert wurde», sagt Koerl.

Mit Big Data macht Sportradar Big Business: Die Firma will 2018 rund 350 Millionen Euro Umsatz generieren. Sie ist eines von derzeit drei Schweizer Unicorns und ist mit rund zweieinhalb Milliarden Franken bewertet. Koerls Anteil ist über eine Milliarde Franken wert.

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