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Nick Hayek
Quelle: Oliver Oettli

PersonFamilie Hayek

Nick Hayek ist krisenerprobt: In seiner Zeit als Manager bei der Swatch Group hat der Konzernchef das Platzen der Dotcom-Blase miterlebt, 9/11, die Finanzkrise, SARS, den Frankenschock und nun die Corona-Pandemie. «Das hier ist absolut die grösste Krise», sagt der 66-Jährige. Die Uhrenbranche erleidet den schlimmsten Einbruch seit über 50 Jahren, die Swatch Group als globaler Marktführer ist davon besonders betroffen: Die rund 1500 eigenen Shops, 50 davon in der Schweiz, mussten wochenlang geschlossen bleiben. 

Schlimmer noch: Die chinesischen Touristen, sonst ein wichtiger Umsatzgarant, fehlen seit Anfang Jahr. Und zu allem Überfluss ist auch noch Hongkong als wichtigster Uhrenmarkt der Welt eingebrochen: wegen Corona, aber auch wegen der Unruhen. Kein Wunder, mussten die Hayeks – Schwester Nayla ist Verwaltungsratspräsidentin, Neffe Marc für verschiedene Marken sowie Zentral- und Südamerika zuständig – Kurzarbeit beantragen für 12'000 Mitarbeitende. 

Das tut dem Aktienkurs nicht gut. Schon im vergangenen Jahr hat er 30  Prozent an Wert verloren, 2020 sind es noch einmal 20 Prozent. Die Familie (auch Mutter Marianne gehört zur Erbengemeinschaft) nutzte das Kurstief, um den eigenen Kapitalanteil von 22,6 auf 23,3 Prozent zu erhöhen; an den Stimmrechten hält sie 42 Prozent.

167 Millionen gaben die Hayeks dafür aus. «Wenn die grössten Aktionäre noch viel mehr Geld in die Firma stecken, heisst das, dass sie hundertprozentiges Vertrauen ins Unternehmen und seine Strategie haben», sagt Nick Hayek. Er erwartet, dass der Konzern in der Krise Marktanteile gewinnt. 

(Stand: November 2020)

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