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Guido Zumbuehl
Quelle: ZVG

PersonGuido Zumbühl

In junger Vergangenheit hat sich im traditionellen Uhrenbusiness Grundsätzliches verändert, Stichworte dazu sind zum Beispiel Monomarken-Boutiquen, E-Commerce und das rasch wachsende Geschäft mit Secondhand-Uhren, im Fachjargon Certified Pre-Owned (CPO) genannt. Guido Zumbühl, CEO des weltgrössten Luxusuhrenhändlers Bucherer, ist deshalb auf der Flucht nach vorn: 2016 holte er Patrick Graf, die vormalige Nummer zwei am Flughafen Zürich, als Chief Commercial Officer zu sich in die Zentrale nach Luzern. Von ihm sekundiert und mit dem Geld von Besitzer Jörg Bucherer hat Zumbühl 2018 den US-Uhrenhändler Tourneau übernommen und ist vor einem Jahr gross ins CPO-Geschäft eingestiegen. Dieses baut er nun laufend aus, und zwar nicht nur online: In München ging im September an bester Lage der erste Bucherer-Secondhand-Shop auf.

Die Pandemie hat die Firma brutal getroffen, im Frühling sackte der Umsatz in sich zusammen. Im August gab Zumbühl den Abbau von 370 der 2400 Stellen bekannt, viele davon im Verkauf. In nächster Zukunft richtet Zumbühl den Fokus auf Naheliegendes wie Digitalisierung, den Ausbau Omnichannel und Lokalkunden. Falls eintrifft, was sich abzeichnet, nämlich dass Chinesen Luxus in China kaufen wollen, wird er sich nun auch mit einer Expansion ins Reich der Mitte befassen müssen.

(Stand: Dezember 2020)

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