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Philippe Man  Gründer & Geschäftsführer Chronext AG
Quelle: Pressebild

PersonPhilipp Man

Die Idee, einen Online-Marktplatz für Luxusuhren zu gründen, entstand am Küchentisch in der Wohngemeinschaft von Philipp Man (27) und Ludwig Wurlitzer, beide Studenten an der University of Cambridge, beide 22 Jahre alt, beide Uhrenfans. Daraus geworden ist Chronext, mit dem erklärten Ziel, international die erste Adresse zu werden für alle, die eine Uhr kaufen, verkaufen oder gewartet haben wollen.

Das war im Jahr 2013 und ein Volltreffer: Mittlerweile gibt es auf Mans Website über 31 000 Luxusuhren zu kaufen – getragene, neue, berühmte, rare. Jede einzelne ist im Chronext-Atelier bezüglich Authentizität und Qualität von einem hauseigenen Uhrmachermeister inspiziert und nötigenfalls zerlegt, revidiert oder repariert worden.

Sieben von zehn Uhren kauft Man Händlern ab, den Rest Privaten. Heisst: Wer auf der Plattform eine Uhr erwirbt, erwirbt eine Uhr von Chronext, nicht via Chronext. Die Firma kümmert sich dann um alles Drum und Dran wie Fotos, Lieferung, Zahlungsabwicklung und gewährt 24 Monate Garantie.

Das Start-up von einst ist heute ein Unternehmen mit Hauptsitz Zug, Pickup-Lounges in Zug, London, Köln, München, Hamburg, Frankfurt, Maastricht und Hongkong sowie 130 Angestellten, darunter Watch-Hunters, die auf Anfrage die Traumuhr aufspüren – kostenlos. Zudem kooperiert Man mit 16 führenden Herstellern von Luxusuhren, um deren digitale Vertriebswege auszubauen. Von Nomos Glashütte etwa ist er heute sogar offizieller Markenpartner und bietet als autorisierter Retailer die ganze aktuelle Kollektion online an. Das sorgte für Aufruhr in der feinen Uhrenbranche: Es hagelte Proteste, der Hamburger Uhrenhändler Wempe warf Nomos sogar aus dem Sortiment. Man kanns nachvollziehen, aber nicht verstehen. Davon beirren lässt sich Philipp Man nicht, im Gegenteil: Seit kurzem vertreibt er auch die Spezialuhren der Frankfurter Manufaktur Sinn offiziell online.

2017 betrug der Chronext-Umsatz schätzungsweise 60 Millionen Dollar, dieses Jahr sollen es 130 Millionen sein. Das Ergebnis der Erfolgsrechnung ist aber tiefrot. «Wir befinden uns im Investment-Modus», erklärt Man, «und werden weiter stark investieren. Es wäre falsch, unsere Entwicklung jetzt auszubremsen.» Finanziert werden die Investments mit Venture-Kapital. Eine erste Tranche von 16 Millionen erhielt Man am Start, eine zweite für die nun angestrebte Expansion in die USA und nach Asien Anfang dieses Jahres. Höhe: 34 Millionen Dollar

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