BERLIN (AWP International) - Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, hat Einschätzungen zurückgewiesen, der Euro habe das Leben vieler Menschen spürbar verteuert. Der "Bild"-Zeitung (Freitagausgabe) sagte Trichet: "Der Euro ist kein Teuro. Das beweist die niedrige Teuerungsrate von durchschnittlich 2,1 Prozent seit Einführung des Euros." An den aktuell hohen Preissteigerungen habe die Gemeinschaftswährung keine Schuld. "Wir haben derzeit einen weltweiten Preisschock bei Öl, Rohstoffen und Lebensmitteln. Die stark steigenden Preise treffen die Menschen auf der ganzen Welt", sagte Trichet der Zeitung.
Der EZB-Präsident erklärte zudem, gut neuneinhalb Jahre nach Einführung des Euro habe die Währung den gleichen Stellenwert wie die D-Mark. "Wir haben von Anfang an versprochen, dass der Euro mindestens so vertrauenswürdig wird wie die D-Mark. Heute können wir sagen: Der Euro ist wirklich so vertrauenswürdig, wie es die D-Mark war und die meisten anderen nationalen Währungen vor der Euro- Einführung", sagte der Notenbanker der Zeitung. Die Preisstabilität der Währung sei das wichtigste Ziel. Damit stehe die EZB in der Tradition der Bundesbank./gp/DP/bf