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Experten-Check: Was ist dran an diesen zehn Börsen-Wahrheiten?

Alex Reichmuth
Von Alex Reichmuth
am 04.09.2020 - 10:17 Uhr
Quelle: Getty Images/iStockphoto

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Hat der Markt tatsächlich immer recht? Sollte man im Mai wirklich verkaufen? Drei Investprofis nehmen beliebte Börsenwahrheiten unter die Lupe.

«Hin und her macht Taschen leer.»

An der Börse verleiten plötzliche Kurssprünge zum kurzfristigen Kaufen und Verkaufen. Häufige Umschichtungen des Portfolios bergen aber das Risiko, dass fehlinvestiert wird. Zudem kosten dauernde Transaktionen zusätzliche Gebühren. Die Regel besagt, dass die Investoren, die eine langfristige Strategie verfolgen, die höheren Profite erzielen.

Timo Dainese: Wenn man pro Transaktion bezahlt, stimmt das sicherlich. Wer wie wir mit den Depotbanken eine All-in-Fee ausgehandelt hat, ist davon nicht betroffen und kann auch kurzfristige Preisverzerrungen ausnutzen. Die Weisheit warnt aber auch vor zu viel Aktionismus, denn perfektes Timing ist fast unmöglich.

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Gregory Hung: Grundsätzlich sinnvoll. Häufiges Traden ist mit hohen Transaktionskosten verbunden, welche die realisierte Rendite in der Regel zumindest signifikant schmälern. In jedem Fall sollten die Zahl und die Häufigkeit der Trades mit der gewählten Anlagestrategie übereinstimmen.

Thomas Heller: Absolut. Übermässiger Aktivismus kostet. Eine Politik der ruhigen Hand lohnt sich meist. Dabei heisst «ruhige Hand» nicht, langsam zu reagieren, sondern überlegt. Und nicht zu oft.