Die Zahl der Unternehmen wächst, die seit dem Beginn der Corona-Pandemie einen harten Sparkurs umsetzen müssen. In vielen Fällen bedeutet es, dass Mitarbeitende ihre Stelle verlieren. HZ protokolliert die Entwicklungen.

Januar 2021:

► Bucherer steicht circa 85 Stellen

Die Uhren- und Schmuckfirma Bucherer wird «am Hauptsitz und in den Verkaufsgeschäften in Luzern weitere rund 60 Stellen und am Standort Interlaken voraussichtlich rund 25 Stellen» abbauen. So steht es in einer internen Mitteilung, aus der die «Luzerner Zeitung» zitiert. Auch an den übrigen Standorten könnte es «vereinzelt» zu Entlassungen kommen. Bucherer hatte im August einen Abbau von bis zu 170 Stellen in Luzern angekündigt. Bis Januar, so ein Sprecher zur LZ, seien rund 70 Entlassungen ausgesprochen worden. Mit dem weiteren Abbau nähert sich Bucherer der kommunizierten Zahl von 170 Stellen an.

Dezember 2020:

► Gübelin entlässt 14 Angestellte

Der Luzerner Schmuck- und Uhrenhändler Gübelin leidet stark unter dem Ausbleiben der ausländischen Touristen. Nun wird das Unternehmen wegen der Krise per Mitte des nächstens Jahres 14 Mitarbeitende entlassen, wie Gübelin dem «Blick» bestätigte. Schon im Sommer mussten 7 Kadermitarbeitende gehen. Für die total rund 200 Angestellte gilt zudem mehrheitlich Kurzarbeit – auf «freiwilliger Basis».

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► General Electric baut weitere 83 Stellen ab

General Electric (GE) hat einen weiteren Stellenabbau angekündigt. Dieses Mal sollen bis zu 83 Stellen im Bereich Steam Power und bei der Tochter FieldCore gestrichen werden. Dort sind heute Gewerkschaftsangaben zufolge 380 Personen beschäftigt. GE bestätigte am Freitag eine entsprechende Meldung von Gewerkschaften und Personalverbänden. Bei Steam Power geht es um die europaweite Umsetzung des geplanten Ausstiegs aus dem Markt für den Neubau von Kohlekraftwerken. Dabei plant das Unternehmen, bis zu 66 Stellen am Standort Baden abzubauen.

November 2020:

► Clariant baut rund 1000 Stellen ab

Der Chemiekonzern Clariant baut rund 1000 Arbeitsplätze ab. Rund ein Drittel des Abbaus geschieht über den Verkauf von Firmenteilen, erklärte das Unternehmen. Der Abbau solle auch via natürliche Fluktuation geschehen und sich über maximal zwei Jahre erstrecken. Für den Stellenabbau werde Clariant eine Rückstellung in der Grössenordnung von 70 Millionen Franken bilden, erklärte das Unternehmen weiter.

► Elanco baut in Basel 94 Stellen ab

Der US-Tiermedizinkonzern Elanco plant bis Juni 2021 am Standort in Basel den Abbau von 94 Stellen. Damit halbiert sich die Basler Belegschaft der ehemaligen Novartis-Sparte beinahe auf noch rund 110 Angestellte. Am stärksten betroffen ist der Bereich Forschung und Entwicklung mit 50 Entlassungen. Nach der Übernahme der Tiermedizinsparte von Bayer will Elanco weltweit umstrukturieren, betroffen sind rund 900 Stellen in fast vierzig Ländern.

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► Komax streicht 70 Stellen in der Schweiz

Der Autozulieferer Komax konkretisiert seine im Oktober angekündigten Pläne zur Reduktion der Belegschaft. So sollen 70 der insgesamt 660 Stellen an den beiden Standorten in der Schweiz in Dierikon LU und Rotkreuz ZG abgebaut werden, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. 31 der 70 betroffenen Stellen sollen über die natürliche Fluktuation und einige Frühpensionierungen abgebaut werden.

► SBB Cargo baut 49 Jobs von Lokführern ab

Die SBB bauen Lokführer-Stellen im Cargo-Bereich ab - in Arth-Goldau SZ sind 45 Stellen betroffen und in Brig VS vier. Als Gründe dafür nennen die SBB die Fertigstellung der Neat und die veränderte Wirtschaftslage. Auf der anderen Seite herrscht Lokführer-Mangel im Personenverkehr.

Oktober 2020:

► Postfinance baut 130 Vollzeitstellen ab

Die Postfinance will effizienter werden und baut bis Ende 2021 rund 130 Vollzeitstellen ab. Parallel dazu sollen allerdings in neuen digitalen Geschäftsfeldern rund 80 neue Stellen geschaffen werden.

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► General Electric will in der Schweiz weitere rund 80 Jobs streichen

General Electric (GE) will im Bereich Gas-Power in der Schweiz rund 80 Stellen streichen. Betroffen ist nach Angaben der Konzerns primär der Standort in Baden AG. Im September hatte das Unternehmen bereits den Abbau von Stellen in Oberentfelden AG angekündigt.

► Umstrukturierung bei Implenia

Eine Umstrukturierung beim Baukonzern Implenia führt bis 2023 zu Veränderungen bei 2000 Vollzeitstellen. Geplant seien rund 750 Entlassungen, davon 250 in der Schweiz, heisst es. Die übrigen Stellen sollen an andere Eigentümer übergehen – es kommt also auch zu Auslagerungen.

► Dow entlässt 118 Mitarbeiter in Horgen

Der US-Chemie-Riese Dow will 118 von insgesamt 400 Stellen in der Schweiz streichen. Das berichtet der «Blick», davor hatte die «Zürichsee-Zeitung» über die Sparpläne berichtet. Dabei wird die Sparschraube bei der Europa-Zentrale des amerikanischen Multis in Horgen angesetzt. Ganze Geschäftsbereiche, die nicht laufen, sollen reduziert oder sogar ganz geschlossen werden, berichtet der «Blick». 

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► Getyourguide entlässt 90 Leute

Der Reisetouren-Veranstalter Getyourguide mit Schweizer Wurzeln macht die Zunahme der Fallzahlen zu schaffen: Rund 90 Personen werden entlassen, das entspricht rund einem Sechstel der Belegschaft, wie das Portal Gründerszene schreibt

Getyourguide galt als Einhorn, wurde dann aber wie andere Reise-Unternehmen hart von der Corona-Krise getroffen.

► Ruag International streicht bis zu 150 Jobs

Der Absturz der Luftfahrt in der Coronakrise und die Aufspaltungskosten haben bei Ruag International nun auch Auswirkungen auf die Angestellten. Bis zu 150 Stellen werden bis Ende 2021 abgebaut, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Im Fokus ist dabei der Bereich der globalen Support-Funktionen des Unternehmens, der etwa die IT oder das Personalwesen umfasst. Derzeit bietet er noch insgesamt 450 Vollzeitstellen. Von diesen soll nun also etwa ein Drittel gestrichen werden.

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► Coca-Cola baut bis zu 120 Stellen ab

Der Getränkekonzern Coca-Cola baut in der Schweiz bis zu 120 Stellen ab. Die Corona-Pandemie habe den Getränkemarkt vor grosse Herausforderungen gestellt und die Krise beschleunige die bei bereits aufgegleiste Transformation, teilte Coca-Cola HBC Schweiz am Mittwoch mit.

Insgesamt beschäftigt Coca-Cola an zwei Produktionsstandorten in der Schweiz rund 650 Mitarbeitende. Am Produktionsstandort Schweiz will Coca-Cola festhalten. Um wettbewerbsfähig produzieren zu können, habe man daher die Aktivitäten sorgfältig analysiert, hiess es. Derzeit werde rund 80 Prozent der hierzulande verkauften Produkte in der Schweiz produziert.

► Easyjet streicht 70 Jobs in der Schweiz

Der Billigflieger Easyjet verkleinert seine Belegschaft in der Schweiz: An den Standorten Genf und Basel fallen 70 Stellen weg. Zudem nimmt das Unternehmen zwei Flugzeuge ausser Betrieb. Wie vielen Mitarbeitenden gekündigt wird, steht noch nicht fest. Insgesamt beschäftigt die Airline hierzulande 450 Mitarbeitende in Basel und 570 in Genf.

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► SRF wird Kündigungen aussprechen

Schweizer Radio und Fernsehen SRF hat den Ablauf des im September von der Gruppengesellschaft SRG angekündigten Sparplans mitgeteilt: Bis im Jahr 2022 sollen 116 Vollzeitstellen eingespart werden. SRF rechnet damit, dass in einer ersten Etappe 25 Kündigungen ausgesprochen werden müssen. In einer zweiten soll es dann 95 Kündigungen geben. Insgesamt sollen im kommenden Januar 66 Stellen und 145 Stellen im Herbst 2021 abgebaut werden.

September 2020:

► SRG kündigt Abbau von 250 Stellen an

Die Radio- und TV-Gesellschaft SRG gleist einen Sparplan auf. Hintergrund: Covid-19 führte für die Medien zu einem deutlichen Rückgang der Werbeeinnahmen, Sport- und Kulturveranstaltungen mussten verschoben oder abgesagt werden. «Für die SRG wird der Rückgang der kommerziellen Einnahmen, der hauptsächlich auf die Gesundheitskrise im ersten Halbjahr zurückzuführen ist, in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr 65 Millionen Franken betragen.» In der Folge sollen in den nächsten vier Jahren – bis 2024 – rund 50 Millionen Franken pro Jahr eingespart werden; damit sind rund 250 Vollzeitstellen bedroht. 

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► Swissôtel Zürich schliesst seine Pforten – 270 Jobs weg

Das Swissôtel in Zürich-Oerlikon schliesst wegen der Krise Ende November. 270  Angestellte verlieren ihren Job. Das Hotel geriet in Schwierigkeiten, weil weder Messen stattfinden noch der nahe gelegene Flughafen stark frequentiert ist, schreibt der «Blick»

► BNP Paribas stellt Rohstoff-Transaktionsgeschäft in Genf ein

Der Schweizer Ableger der französischen Grossbank will sein Geschäft auf Corporate & Institutional Banking sowie auf die Vermögensverwaltung konzentrieren. Die Transaktionsfinanzierungsaktivität im Rohstoffbereich wird beendet. In der Folge könnte der «Abbau von bis zu 120 Stellen in Genf» nötig werden.

August:

► Gastrozulieferer Saviva baut 25 Stellen ab

Der Gastrolieferant Saviva hat Ende August 25 Kündigungen ausgesprochen. Die Migros-Tochter aus Regensdorf bestätigt eine entsprechende Meldung des «Blick». Ende August wurden 25 weitere Kündigungen ausgesprochen. Die Migros erklärt dies mit den «enormen Auswirkungen der Pandemie auf die Gastrobranche».

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► Flughafen Zürich streicht 120 Stellen

Zuvor schon hat der Flughafen Zürich im Rahmen der Viruskrise 26 Kündigungen ausgesprochen, nun werden weitere 120 Stellen abgebaut: Dies bestätigt die Flughafen-AG gegenüber dem Zürcher «Tages-Anzeiger». Grund für den Abbau sei der «schwierige wirtschaftliche Ausblick». 

Produktion von GE in Oberentfelden schliesst

Damit verlieren 435 Angestellte  bei General Electric ihren Job. Die Produktion der Stromnetzsparte wird per Ende 2021 eingestellt. Darüber hat der amerikanische Konzern am Freitag die Mitarbeiter informiert. Weitere Stellen werden ins Ausland verlagert.

100 Stellen bei Girard-Perregaux und Ulysse Nardin gestrichen

Die unter dem Dach der Sowind-Gruppe vereinten Uhrenfirmen Girard-Perregaux und Ulysse Nardin aus dem Kanton Neuenburg wollen rund 100 ihrer rund 390 Mitarbeiter entlassen. Der Stellenabbau soll bis Ende September vollzogen werden.

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► 1300 Jobs bei Dormakaba weniger

Im Rahmen des Halbjahresberichts meldet Dormakaba, dass man bis Ende Juni rund 900 Stellen abgebaut hat – und wohl weitere 400 Stellen folgen werden. Betroffen sind insbesondere Positionen in Asien und den USA.

► Entlassungen bei DXC Schweiz

DXC entlässt in der Schweiz 116 von 603 Angestellten. Dies berichtet die Branchenplattform «Inside-Channels» unter Berufung auf «mehrere mit den Vorgängen vertraute Quellen». Demnach habe der IT-Dienstleister die Betroffenen per E-Mail über ihre Entlassung informiert; obendrein seien Frühpensionierungen in die Wege geleitet worden. Der Vorgang wurde von der Gewerkschaft Syndicom bestätigt: «Wir stehen mit der Personalvertretung im Austausch und sind über die Vorgänge schockiert», so Giorgio Pardini zu «Inside-Channels». Es würden hauptsächlich ältere Angestellte entlassen.

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FTI Touristik reduziert Personal

Es sei eine Personalkostenreduktion von 25 bis 30 Prozent der 148 Mitarbeiter bei FTI Touristik Schweiz in Allschwil bei Basel und Dietlikon vorgesehen, schreibt das Portal «About Travel»

Holidaycheck muss bis zu 100 Mitarbeiter gehen lassen

Die Gesamtbelegschaft soll bis Ende des Jahres um 20 Prozent reduziert werden. Die Hälfte der Angestellten der Firma arbeitet in der Schweiz.

► Media Markt erwägt umfangreichen Jobabbau

Am 12. August will Media Markt bekannt geben, wie viele Stellen das Unternehmen abbauen muss. Vor allem das europäische Ausland werde von den Massnahmen betroffen sein, kommunizierte der Mutterkonzern Ceconomy mit Sitz in Düsseldorf. Die Folgen für die Schweiz sind damit offen. Zur Diskussion stehen global 3500 Vollzeitstellen und das Schliessen von defizitären Stores.

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Landis+Gyr streicht weltweit rund 700 Stellen

Die Restrukturierung mit dem Abbau von rund 12 Prozent der weltweit 5800 Stellen soll noch im Laufe des Geschäftsjahres 2020 umgesetzt werden. Wie viele Jobs in der Schweiz betroffen sind, ist noch nicht bekannt.

Lantal Textiles entlässt 55 Leute

Das Langenthaler Textilunternehmen Lantal muss 55 Mitarbeitenden kündigen. Die Coronapandemie hat bei dem auf Textilien für den internationalen Luft, Bahn- und Busverkehr spezialisierten Unternehmen zu einem Umsatzeinbruch geführt. Bereits Anfang August zeichnete sich bei der stark exportorientierten Textilfirma eine Massenentlassung ab. Nach Ende der Konsultationsphase ist nun klar, dass sich Lantal von 55 Mitarbeitenden trennt.

Landis & Gyr entlässt 31 Leute

Laut den Gewerkschaften Syna und Angestellte Schweiz hat Landis & Gyr angekündigt, Mitarbeiter zu entlassen. Davon sind potenziell bis zu 30 Mitarbeitende am Standort Zug betroffen. Aktuell beschäftigt die Firma 236 Mitarbeitende an diesem Standort. Das Unternehmen hatte bereits Anfang August darüber informiert, Stellen zu streichen.

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►  Tabakkonzern Philip Morris leitet die zweite Phase der Restrukturierung ein

Mit dieser sollen voraussichtlich weitere 200 Stellen abgebaut werden. Die erste Phase des im Januar verkündeten Reorganisationsprozesses wurde im Juli 2020 abgeschlossen. Ursprünglich ging Philip Morris davon aus, dass davon etwa 265 Arbeitsplätze betroffen sein würden. Nach der Umsetzung des ersten Freiwilligen-Programms und anderer Initiativen seien es nun effektiv unter 150.

► Kudelski verlor – vorübergehend – 14 Prozent des Personals

Wie dem Halbjahresbericht der IT- und Sicherheits-Systeme-Firma zu entnehmen ist, sank die Zahl der Stellen (FTE) im ersten Semester um 489, was eine Reduktion um 14 Prozent bedeutet. Allerdings sei dieser Rückgang vorübergehend: Die Zahl entspricht primär der Umrechnung der Kurzarbeit auf FTE.

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DER Touristik streicht Stellen

Das Tourismusunternehmen DER Touristik Suisse baut rund 140 der 810 Vollzeitstellen ab.

Manor entlässt fast 500 Mitarbeiter

Manor unterzieht sich einer Restrukturierung und streicht 476 Stellen in der Schweiz, davon 91 am Hauptsitz in Basel.

► Bucherer baut 220 Stellen in der Schweiz ab

Der Einbruch des Tourismus bringt das Familienunternehmen in Bedrängnis: Weltweit muss Bucherer muss 370 Stellen abbauen.

 

Juli:

► Schindler kürzt um 200 Stellen

In den Halbjahreszahlen meldet Liftbauer Schindler deutliche Einbussen infolge der Corona-Pandemie. Der Konzern muss von weltweit 65'000 Stellen rund 2000 abbauen. Betroffen sind 200 Arbeitsplätze in der Schweiz.

► Sulzer hat 55 Mitarbeitende entlassen

Industriekonzern Sulzer baut in der Schweiz Stellen ab. Betroffen sind gemäss Gewerkschaft Unia 55 Arbeitsplätze bei Sulzer Chemtech an den Standorten Winterthur, Oberwinterthur und Allschwil BL. Sulzer leidet stark unter der Corona-Krise und dem starken Nachfragerückgang etwa in der Öl- und Gasindustrie.

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Gategroup kürzt 350 Stellen, Entlassungen bei SR Technics

Dienstleister wie SR Technics, Swissport und Gategroup kämpfen allesamt mit Nachfrageausfällen, weil Covid-19 der Luftfahrt einen schweren Schlag versetzt hat. Airline-Caterer Gategroup streicht in der Folge 350 Arbeitsplätze in Zürich und Genf. Betroffen ist die Konzerntochter Gate Gourmet, deren Mitarbeitende über die Kürzungen informiert wurden. Bisher existieren 2000 Stellen an den beiden betroffenen Standorten. Ein Sozialplan hebt darauf ab, möglichst wenige Kündigungen auszusprechen, um die Umstrukturierung zu bewältigen. Das plant auch SR Technics, das offiziell bisher keinen Stellenabbau bestätigt hat. Es wird vermutet, dass dort 500 von 2000 Stellen in Zürich, Genf und Basel gefährdet sind. Swissport bestätigt laut NZZ, dass von März bis Juli 500 von 4800 Stellen weggefallen sind. Entlassen worden seien 50 Mitarbeitende in der Probezeit, die weiteren Kürzungen seien durch das Ausnutzen der natürlichen Fluktuation bewältigt worden.

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Hotel Ambassador in Zürich kündigt bis zu 75 Mitarbeitenden

Ein Grossteil der Mitarbeitenden im Vier-Sterne-Hotel Ambassador im Zürcher Seefeld muss mit einer Entlassung rechnen: 75 Angestellten droht die Kündigung, sie teilen sich 40 Vollzeitstellen. Dies berichtet der «Tages-Anzeiger» hier (Abo). Der Stellenabbau hat indirekt mit der Corona-Pandemie zu tun: Das Haus ist kürzlich von der Meili Hotelgruppe übernommen worden. Angesichts der Lage möchte der neue Besitzer einen geplanten Umbau um ein bis zwei Jahre vorziehen. Wie viele Stellen genau wegfallen, ist noch offen.

► Uhrenindustrie hat Hunderte Stellen verloren

Seit Mitte März sind in der Uhrenindustrie in der Schweiz mehrere hundert Stellen verloren gegangen. Ob es zu einem weiteren Stellenabbau komme, hänge vor allem von der weltweiten Nachfrage ab, sagt François Matile, Generalsekretär des Arbeitgeberverbandes der Schweizerischen Uhrenindustrie. Während des Lockdowns haben fast 400 der 550 Unternehmen aus der Uhrenbranche, die dem Tarifvertrag angeschlossen sind, Kurzarbeit in Anspruch genommen. «Aktuell sind nach wie vor 30'000 Mitarbeitende in Kurzarbeit», erklärte Matile. Der Schweizer Uhrensektor zählt insgesamt 59'000 Arbeitsplätze.

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Sonova kürzt bis zu 750 Stellen

Hörgeräte-Herstelle Sonova muss konzernweit 4 bis 5 Prozent der Stellen abbauen. Die Reduktion soll – wenn immer möglich – über natürliche Fluktuation erfolgen. Das Unternehmen beschäftigt rund 15'000 Mitarbeitende, davon 1300 in der Schweiz. Diese werden laut Konzernspitze durchschnittlich von den Kürzungen betroffen sein.