Nach der Euphorie im November 2020 mit den ersten erfolgreich getesteten Impfstoffen haben sich die Aussichten für die Luftfahrt in 2021 wieder etwas mehr eingetrübt. An der Reisebereitschaft liegt es nicht: Fast jeder würde sofort reisen, wenn er oder sie könnte.

Aber es gibt aktuell zu viele Einschränkungen. Das sind natürlich erst einmal schlechte Nachrichten für Swiss-Statusjäger, denn ein Miles-&-More-Vielfliegerstatus ohne zu fliegen, ist leider nicht möglich.

Kulanzregelungen

Im 2020 hatte Lufthansa daher für das Miles-&-More-Programm verschiedene Kulanzregelungen u.a. mit automatischer Statusverlängerung um ein Jahr für diejenigen, deren Status Anfang 2021 ausläuft, ins Leben gerufen.

Zudem werden für die HON-Circle-Qualifikation in 2021 die HON-Circle-Meilen aus 2019, 2020 und 2021 zusammengerechnet. Doch die neuen Rahmenbedingungen erfordern auch für 2021 neue Kulanzregelungen. Diese wurden jetzt kommuniziert.

Doppelte Statusmeilen für alle Flüge

Das Highlight dabei ist, dass man rückwirkend ab 1. Januar 2021 für alle Flüge in der Lufthansa Group (Swiss, Edelweiss Air, Lufthansa, Lufthansa Private Jet, Eurowings, Brussels Airlines, Air Dolomiti) und bei den Partnerairlines Croatia Airlines, Luxair und LOT Polish doppelte Miles-&-More-Statusmeilen erhält. Dies schliesst auch den Executive Bonus für Statusinhaber ein.

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Die Verdopplung ist auch unabhängig von der Serviceklasse (Economy, Premium Economy, Business oder First Class). Ebenso werden auch HON-Circle-Meilen verdoppelt. Diese kann man jedoch nur in Business und First Class sammeln. Damit lässt sich ein Top-Vielfliegerstatus mit dem halben Flugaufwand erreichen. Doch das ist noch nicht alles.

Mit Kreditkarte Statusmeilen sammeln

Für Frequent Traveller und Senatoren, die eine Miles-&-More-Kreditkarte besitzen, gibt es 5000 Statusmeilen geschenkt und in 2021 zwei Statusmeilen je einem Franken Ausgaben mit der Kreditkarte. Dabei ist das Ganze limitiert auf maximal 25'000 Statusmeilen, also 12'500 Franken Umsatz.

Meilenkoenig

Alexander Koenig ist Gründer der Vielfliegerberatung First Class & More. Seit mehr als 15 Jahren hilft er seinen Kunden Business Class und First Class zum halben Preis zu fliegen, einen Top-Vielfliegerstatus zu erhalten und das Maximum aus ihren Meilen herauszuholen. In seiner Kolumne «Meilenkoenig» teilt er seine Expertise regelmässig auf www.bilanz.ch mit den Lesern.

Alexander Koenig

Alexander Koenig

Quelle: ZVG

Wer noch keine Miles-&-More-Kreditkarte hat, kann diese beantragen und erhält dann auch die 5000 Statusmeilen als Bonus plus die Möglichkeit, bis zu 25'000 zusätzliche Statusmeilen durch Kreditkartenausgaben zu sammeln.

Die besten Deals für die Statusjagd

Für Statusjäger heisst es jetzt, auf die besten Deals zu warten, um die erforderlichen Statusmeilen im zweiten Halbjahr von 2021 einzufliegen, wenn die Pandemie hoffentlich auf dem Rückmarsch ist. Am besten geeignet aus Meilensicht sind in der Regel Premium Economy und First Class Tarife, die man teils bei Swiss (First Class), teils bei Lufthansa (Premium Economy und First Class) am besten finden kann. Besonders attraktiv sind immer die First Class Partner Sales, bei denen zwei Personen zusammen reisen müssen.

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Fazit

Auch wenn Reisen im Moment stark eingeschränkt sind, so sind die Perspektiven für 2021 und danach aus Statussicht sehr gut. Die neuen Kulanzregeln sollten helfen, dass die meisten Vielflieger ihren Status erhalten können. Gleichzeitig sind die Regeln eine hohe Motivation für Nicht-Statuskunden, bis Ende 2021 einen Miles-&-More-Vielfliegerstatus zu erreichen.

Meilenkoenig-Kolumne

Mehr vom Meilenkoenig lesen Sie hier:

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  • Mit Meilenverkäufen versuchen Airlines Liquidität einzustreichen. Der Kunde profitiert, denn Meilen lassen sich damit so günstig wie selten erwerben. Mehr dazu hier.
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