Der amtierende Präsident Donald Trump hat die Bekanntgabe vielversprechender Ergebnisse der Hersteller eines Corona-Impfstoffs wenige Tage nach der US-Wahl als politisch motiviert dargestellt. Der Pharmakonzern Pfizer «hatte nicht den Mut», die guten Nachrichten vor der Wahl bekanntzugeben, kritisierte Trump am Montagabend (Ortszeit) auf Twitter. Das US-Unternehmen arbeitet bei dem Impfstoff mit der deutschen Firma Biontech zusammen.

Trump kritisierte in seinem Tweet auch die für die Zulassung zuständige Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) seiner Regierung. Die FDA hätte die Ergebnisse früher bekanntmachen sollen, klagte er. «Nicht aus politischen Gründen, sondern um Leben zu retten», schrieb Trump. Er hatte während des Wahlkampfs immer wieder versprochen, dass es noch vor der Abstimmung gute Neuigkeiten zu Impfstoffen geben werde - und sich davon offenbar politischen Rückenwind erhofft.

Artikel: Biontech und Pfizer melden einen 90-Prozent-Erfolg ihrer Covid-19-Impfung. Experten reagieren enorm positiv, die Rede ist von einem «Wendepunkt». Mehr hier.

Trump verspricht «absolut schockierende» Enthüllungen

Trump bestreitet seine Niederlage bei der US-Präsidentenwahl weiter und greift zu neuen Klagen, um das Ergebnis der Abstimmung noch zu kippen. Im wichtigen Bundesstaat Pennsylvania greifen seine Anwälte die Stimmauszählung und das System der Briefwahl an. Trump bekräftigte in einer Serie von Tweets am Montag auch seine Betrugsvorwürfe zu der Wahl in Georgia, Nevada und Wisconsin. Es wurden dort aber nach wie vor keine Fälle von Wahlbetrug zu Gunsten des gewählten Präsidenten Joe Biden bestätigt.

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«Nevada stellt sich als Jauchegrube falscher Stimmen heraus», schrieb Trump bei Twitter und versprach «absolut schockierende» Enthüllungen dazu. Twitter versah die Nachricht des Präsidenten umgehend mit einem Warnhinweis, weil es sich um eine umstrittene Behauptung handelte.

Biden präsentiert Corona-Expertenteam

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat am Montag seinen Expertenrat zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorgestellt. «Ich werde mich von der Wissenschaft und von Experten informieren lassen», erklärte Biden in einer Pressemitteilung.

Der neue Expertenrat soll eine Dreierspitze aus Vivek Murthy, David Kessler und Marcella Nunez-Smith bekommen. Murthy war von 2014 bis 2017 oberster Gesundheitsbeamter der US-Regierung, Kessler leitete früher die Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA und Nunez-Smith ist Professorin an der Yale University, wo sie unter anderem zur Gesundheitsförderung von marginalisierten Bevölkerungsgruppen forscht

Investoren kehren Dollar den Rücken

Nach dem Sieg von Joe Biden bei der US-Präsidentenwahl kehren die Investoren dem Dollar den Rücken zu. Der Schweizer Franken stieg am Montag gegenüber den US-Devise auf den höchsten Stand seit mehr als fünf Jahren. Vorübergehend war ein Dollar für 0,8989 Franken zu haben und damit so billig wie letztmals im Januar 2015. Zuletzt kostete ein Dollar 0,9015 Franken.

Währungsexperten machten die Stellung des Dollar als führende Krisenwährung der Welt für die Entwicklung verantwortlich. Nachdem die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Ausgang der US-Präsidentenwahl geschwunden sei, würden sich die Anleger mehr Ertrag versprechenden Investitionen zuwenden. «Der Dollar ist, wie zu erwarten, eine Safe-Haven-Währung und nach wie vor weltweit führend, was eine überdurchschnittliche Wertentwicklung in Zeiten der Risikoaversion betrifft», sagte Neil Jones von Mizuho.

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Biden versetzt Anleger in Asien in Kauflaune

In Erwartung weniger regulatorischer Änderungen aber weiterer fiskalischen Anreize unter dem zukünftigen US-Präsidenten Joe Biden sind die asiatischen Anleger in Kauflaune. «Während Trump gegen Biden viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde, haben die Märkte stark auf den - wahrscheinlich - gespaltenen Kongress reagiert, was mehr Vertrauen bedeutet, dass die Zinssätze länger niedriger sein werden», sagte Dave Wang, Portfoliomanager bei Nuveen Capital in Singapur am Montag.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 2,6 Prozent höher. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,4 Prozent.

Die Börse in Shanghai lag 1,9 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen legte in der Hoffnung auf bessere Handelsbeziehungen zwischen China und den USA unter Biden um 2,2 Prozent zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 0,8 Prozent.

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Trump sieht sich weiter im Rennen

Nach der Siegesrede von Joe Biden war Donald Trump zunächst still geblieben. Doch am Sonntag meldete er sich bei Twitter zurück und und liess erkennen, dass er sich weiter als Opfer systematischen Wahlbetrugs sieht. In den von ihm abgesetzten Tweets schien Trump konservative Unterstützer zu zitieren, die seine Behauptungen stützen sollen. Der 74-Jährige bleibt seit Tagen aber stichhaltige Beweise schuldig.

US-Medien berichten unterdessen davon, dass Trumps Umfeld versucht, auf den Präsidenten einzuwirken. Besonders seinen Familienmitgliedern wird grosser Einfluss auf Trump nachgesagt. Nach Darstellung des TV-Senders CNN legte First Lady Melania ihrem Mann nahe, seine Niederlage zu akzeptieren.

Auch Schwiegersohn Jared Kushner soll mit seinem Schwiegervater über das Thema geredet haben. Dem Nachrichtenportal Axios zufolge riet er ihm, den Rechtsweg weiter zu verfolgen. Kushner und seine Ehefrau Ivanka Trump sind offiziell Berater des Präsidenten. Axios zitierte eine anonyme Quelle damit, dass unangenehme Gespräche im Dunstkreis Trumps stattfänden und sein engster Zirkel den Wahlsieg abgeschrieben habe.

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Biden will Spaltung überwinden

Joe Biden versprach in seiner Siegsrede in der Nacht auf Sonntag, das tief gespaltene Land zu einen. «Lasst uns einander gegenseitig eine Chance geben», sagte er an die Anhänger von Trump gerichtet. Es sei Zeit, die harschen und hitzigen Worte hinter sich zu lassen. «Lassen Sie uns hier und jetzt damit beginnen, diese düstere Ära der Dämonisierung in Amerika zu beenden», sagte er bei dem Auftritt mit seiner zukünftigen Vize-Präsidentin Kamala Harris. Die erste Aufgabe müsse sein, die Coronavirus-Pandemie zu bekämpfen. Dazu werde er am Montag ein Expertengremium zusammenstellen. Zudem versprach Biden, den wirtschaftlichen Wohlstand wiederherzustellen, die Gesundheitsversorgung zu sichern sowie Rassismus zu bekämpfen. «Dies ist die Zeit, um in Amerika zu heilen», sagte er.

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Murdoch-Medien stellen sich gegen Trump

Die konservative Zeitung «New York Post» wendet sich im Streit über das Wahlergebnis in den USA von Präsident Donald Trump ab. In einem Artikel vom Samstag schrieben die Kommentatoren der Zeitung zwar, dass Trump viel für das Land getan habe - doch mit der Verschwörungstheorie der «gestohlenen Wahl» aufhören müsse, wenn er seine eigene Stimme nicht «marginalisieren» wolle.

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Die «New York Post» gehört Medien-Mogul Rupert Murdoch, der auch das TV-Netzwerk Fox besitzt. Der einflussreiche Nachrichtensender Fox News gilt als «Haus und Hof»-Sender von Trump. Viele seiner Moderatoren bezeichnet der amtierende Präsident als Freunde. Doch auch Fox-News liess eine entschiedenere Linie gegenüber Trump erkennen und titelte: «Präsident Trump hat sich dem gewählten Präsidenten nicht geschlagen gegeben.»

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Sommaruga gratuliert Biden

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat dem neu gewählten US-Präsidenten Joe Biden und dessen Vizepräsidentin Kamala Harris auf Twitter gratuliert. Die Wahl sei ein starkes Signal. Die Schweiz sei überzeugt, dass sie mit der neuen Administration die «ausgezeichneten» Beziehungen zu den USA weiterführen und ausbauen könne, twitterte Sommaruga.

Aus der deutschen Regierung kamen sofort Glückwünsche an Biden. Kanzlerin Angela Merkel gratulierte mit den Worten: «Ich wünsche ihm von Herzen Glück und Erfolg. (...) Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit mit Präsident Biden. Unsere transatlantische Freundschaft ist unersetzlich, wenn wir die grossen Herausforderungen dieser Zeit bewältigen wollen.»

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron twitterte, dass man eine Menge zu tun habe, um die gegenwärtigen Herausforderungen zu bewältigen. Der britische Premierminister Boris Johnson, der ein enges Verhältnis zu dem bisherigen Präsidenten Donald Trump hat, nannte die USA den wichtigsten Verbündeten seines Landes.

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AP sieht Biden uneinholbar vorne

Die Nachrichtenagentur AP und mehrere US-Sender sahen am Samstag Biden nach dem Sieg im Schlüsselstaat Pennsylvania bei über 270 Wahlleuten und damit uneinholbar vor Amtsinhaber Donald Trump.

Nur Sekunden, nachdem mehrere US-Medien den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden am Samstag zum Sieger der Wahl in den USA erklärt haben, ist in vielen Grossstädten grosser Jubel ausgebrochen. Auf den Strassen New Yorks klatschten, schrien und jubelten die Menschen. Hunderte strömten Samstagmittag (Ortszeit) zum Times Square und feierten.

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Biden baut Führung in Schlüsselstaaten aus

In der Wahlschlacht ums Weisse Haus hat der demokratische Kandidat Joe Biden seinen knappen Vorsprung in zwei wichtigen Staaten weiter ausgebaut. Der ehemalige Vizepräsident lag während der Auszählung im Wüstenstaat Nevada am Freitag mit mehr als 20'000 Stimmen vor Präsident Donald Trump. In Pennsylvania betrug der Abstand knapp 9000 Stimmen. Die Auszählungen sind jeweils fast vorbei. In Pennsylvania sind 20 Wahlleute zu vergeben, in Nevada sechs.

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In Georgia übernahm Biden ebenfalls eine knappe Führung - er hat nach bisheriger Auszählung dort rund 1100 Stimmen mehr. In den beiden westlichen Staaten Nevada und Arizona beträgt sein Vorsprung mehr als 11'000 und mehr als 47 000 Stimmen. In Arizona hatte die Nachrichtenagentur AP bereits in der Wahlnacht einen Sieg für Biden gemeldet. Andere Medien sind noch vorsichtig.

Trump droht mt Klagewelle

Präsident Donald Trump will sich mit einer Klagewelle gegen die drohende Wahlniederlage stemmen. Der Amtsinhaber stellte sich bei einem Auftritt im Weissen Haus als ein Opfer von Wahlbetrug bei der Präsidentenwahl dar. Mehrere führende Politiker seiner Republikanischen Partei kritisierten den Vorstoss des Präsidenten. Unterdessen lag Herausforderer Joe Biden mit der Auszählung in den letzten verbliebenen Bundesstaaten auf Kurs zum Sieg bei der Wahl.

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Auch am Donnerstag ist die Wahl noch nicht entschieden

Auch zwei Tage nach der Präsidentschaftswahl in den USA war nicht entschieden, wer die nächsten vier Jahre im Weissen Haus regiert. Der republikanische Amtsinhaber Donald Trump meldete sich am Donnerstag mit ungeduldigen Tweets zu Wort und sprach erneut von Betrug, ohne jeden Beleg. Der demokratische Herausforderer Joe Biden mahnte zu Geduld und zeigte sich weiter optimistisch, die nötige Mehrheit von 270 Stimmen in der Wahlversammlung zu erreichen.

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Noch kein Resultat in Georgia

Bei der Stimmauszählung der US-Präsidentenwahl im extrem engen Rennen im Bundesstaat Georgia haben die Behörden Ruhe angemahnt. Noch stünden etwa 60'000 Stimmen aus, die das Präsidentschaftsrennen für Präsident Donald Trump oder Herausforderer Joe Biden beeinflussen könnten. «Ich denke, wir sind uns alle einig, dass eine genaue und faire Zählung viel wichtiger ist als eine schnelle Zählung», sagte Gabriel Sterling, ein Mitarbeiter des Staatssekretärs in Georgia, am Donnerstag. Sterling wollte sich nicht darauf festlegen, wann Endergebnisse vorliegen.

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Biden holt in Pennsylvania auf

US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden holt bei der Auszählung der Wahlstimmen in mehreren hart umkämpften Bundesstaaten immer weiter auf. Vor allem im Schlüsselstaat Pennsylvania konnte Biden bei der Auszählung seit dem Wahltag am Dienstag seinen Rückstand auf Amtsinhaber Donald Trump von zunächst mehr als zehn Prozentpunkten auf momentan weniger als drei Prozentpunkte verkleinern.

Das liegt daran, dass in Pennsylvania zunächst die Stimmen vom Wahltag gezählt wurden - und die fielen mehrheitlich für Trump aus. Die Frühwähler, die wohl eher für Biden stimmten, wurden erst später ausgewertet. Bei noch Hunderttausenden ausstehenden Stimmen hat der ehemalige Vizepräsident Biden die Chance, Trump in diesem «Swing State» noch zu überholen. Wenn das passiert, hat er die nötigen 270 Stimmen der Wahlleute zum Gewinn der Präsidentschaft.

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Biden braucht nur noch einen Bundesstaat

Demokrat Joe Biden geht als Favorit auf die Zielgerade, während in den USA die letzten Stimmen bei der Präsidentenwahl ausgezählt werden. Amtsinhaber Donald Trump reklamierte allerdings den Sieg für sich und schickte in mehreren Bundesstaaten seine Anwälte mit Klagen los.

Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AP und des TV-Senders Fox News kommt Biden inzwischen auf 264 der für einen Sieg bei der Präsidentenwahl nötigen 270 Stimmen von Wahlleuten. Andere Quellen sprechen von 254 Stimmen für Biden. Demnach bräuchte der ehemalige Vize von Präsident Barack Obama nur noch einen Bundesstaat für sich zu entscheiden, um zu gewinnen.

Election Map Time

Stand 6.30 Uhr MEZ.

Quelle: Time Magazine
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US-Börsen eröffnen höher

Der US-Technologieindex Nasdaq notiert zur Börseneröffnung 2,6 Prozent höher bei 11'448 Punkten. Der amerikanische Standardwerteindex Dow Jones notiert 0,8 Prozent höher bei 27'707 Punkten und der S&P 500 1,6 Prozent höher bei 3422 Punkten.

Der Ausgang der mit Spannung erwarteten US-Präsidentenwahl ist zwar noch offen und die an den Finanzmärkten erwartete «blaue Welle» ist ausgeblieben. Ein klares Ergebnis dürfte noch etwas auf sich warten lassen. Und dennoch legen die meisten Börsen massiv zu.

Biden bei absoluter Stimmenzahl weit vor Trump, doch alles ist offen

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat nach vorläufigen Ergebnissen landesweit gut 2,6 Millionen Stimmen mehr erhalten als Amtsinhaber Donald Trump - diese absolute Zahl der Stimmen ist aber nicht entscheidend für das von den Mehrheiten der Einzelstaaten bestimmte Rennen um das Weisse Haus. Nach Erhebungen der Nachrichtenagentur AP und anderer Medien entfielen bis Mittwochnachmittag (MEZ) mindestens 68,9 Millionen Stimmen auf Biden und 66,3 Millionen auf Trump. Die Auszählung der Stimmen dauerte weiter an.

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Aktien der Goldförderer brechen ein

Die Zitterpartie nach der US-Präsidentschaftswahl lässt auch die Aktien der Goldförderer nicht ungeschoren. Die Papiere von Firmen wie Barrick Gold, AngloGold und Agnico Eagle Mines gaben am Mittwoch im vorbörslichen US-Handel bis zu 2,6 Prozent nach.

Sie reagierten auf den allgemein schwächeren Goldpreis. Das Edelmetall verbilligte sich zeitweise um 1,3 Prozent auf 1883,51 Dollar je Feinunze. «Sollte sich Amtsinhaber Donald Trump durchsetzen, könnte das den Risikoappetit der Anleger weiter beflügeln und Gold kurzfristig unter Druck setzen», sagte Alexander Zumpfe, Experte beim Edelmetall-Handelshaus Heraeus.

Wahl-Chaos führt zu Marktturbulenzen

Das Wahl-Chaos in den USA führt zu heftigen Marktturbulenzen an Europas Börsen. «Wir erleben, wie eine Alptraum-Situation wahr wird, denn jetzt geht es um juristische Kämpfe», sagte Analyst Naeem Aslam vom Brokerhaus Avatrade.

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Obwohl aus vielen wichtigen US-Bundesstaaten noch keine endgültigen Ergebnisse vorlagen, erklärte sich Präsident Donald Trump zum Wahlsieger, ohne dafür Belege zu liefern. Zugleich sprach Trump von Betrug an den Wählern und kündigte an, vor den Obersten Gerichtshof ziehen zu wollen.

Hatten die Anleger im Vorfeld der US-Wahlen noch überwiegend auf einen Sieg des demokratischen Herausforderers Joe Biden gesetzt, wetteten Börsianer nun zunehmend auf eine zweite Amtszeit von US-Präsident Donald Trump.

Trump will Auszählung per Gericht stoppen

Die erhoffte «blaue Welle» bei den US-Präsidentschaftswahlen mit einem klaren Sieg des Demokraten Joe Biden hat nicht stattgefunden. Stattdessen ist der Ausgang nach wie vor unklar, es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Biden und dem republikanischen Amtsinhaber Donald Trump. In diesem Umfeld sind sichere Werte gesucht.

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Dass Trump angesichts der Verzögerung bei einem Wahlergebnis von «Betrug» spricht, verunsichert die Anleger rund um den Globus. Trump kündigte an, vor das Oberste US-Gericht zu ziehen, um eine weitere Auszählung der Stimmen zu stoppen. Anleger rechnen nun mit grösseren Schwankungen.

Trump erklärt sich bereits zum Wahlsieger

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat sich während der laufenden Auszählung der Stimmen bei der US-Wahl zum Sieger erklärt. «Wir waren dabei, diese Wahl zu gewinnen. Offen gesagt haben wir diese Wahl gewonnen», sagte Trump am Mittwochmorgen (Ortszeit) im Weissen Haus. US-Medien prognostizierten allerdings noch keinen Gewinner. Rechtlich hat Trumps Siegeserklärung keine Bewandtnis.

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Dafür hat der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden den umkämpften Staat Arizona gewonnen, der lange als sichere Bastion der Republikaner galt. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Mittwochmorgen (Ortszeit) auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen. Trump konnte sich den Staat damit anders als vor vier Jahren nicht sichern.

Der Ölpreis steigt

Während in den USA der Wahlausgang weiter unklar bleibt, haben die Ölpreise am Mittwoch im frühen Handel weiter zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 40,62 US-Dollar. Das waren 91 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 86 Cent auf 38,52 Dollar.

An den Finanzmärkten hatte man zuvor auf einen eindeutigen Wahlausgang gehofft, zuletzt sah es aufgrund der engen Rennen in den für die Wahl wichtigen sogenannten «Swing States» jedoch nach einer längeren Wartezeit bis zu gesicherten Ergebnissen aus.

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Marktbeobachter sprachen aufgrund der besser als erwarteten Aussichten für den Amtsinhaber Donald Trump von einer gestiegenen Risikofreude. Aus Sicht von Warren Patterson, Rohstoffexperte der ING-Bank, hat der Ölpreis hiervon profitiert und würde durch einen Wahlsieg Trumps weiter gestützt. Der Grund: Dies mache die Chancen auf die Rückkehr des Irans auf den Weltmarkt für Rohöl weniger wahrscheinlich.

Auch die Öl-Industrie in den USA könnte von einer weiteren Amtszeit des Republikaners profitieren. Im Gegensatz zu Trump steht Kontrahent Joe Biden für einen umweltfreundlicheren Kurs und könnte die in den letzten Jahren boomende US-Fracking-Industrie im Falle eines Wahlsieges zusätzlichen Auflagen unterwerfen.

Hoffnung für Demokraten im Senat schwinden

Die Hoffnungen der Demokraten auf eine Mehrheit im US-Senat haben einen weiteren Dämpfer erlitten. Die republikanische Senatorin Joni Ernst hat ihren Sitz in Iowa verteidigt, wie die Nachrichtenagentur AP am Mittwochmorgen (Ortszeit) auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen meldete. Umfragen sahen Ernst zuletzt in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit der demokratischen Herausforderin Theresa Greenfield.

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Zuvor konnten auch mehrere weitere Senatoren der Republikaner, die als Wackelkandidaten galten, ihre Sitze verteidigen. Die Republikaner hielten im Senat zuletzt eine Mehrheit von 53 der 100 Sitze.

Der Dollar steigt

Die Hängepartie bei der US-Präsidentenwahl treibt den Dollar in die Höhe. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, stieg am Mittwoch um bis zu 0,8 Prozent auf 94,30 Punkte. Euro und Pfund gaben dagegen zeitweise kräftig nach.

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Zum Franken hat sich der Franken im asiatisch geprägten Handel um rund einen halben Rappen verteuert.

Biden ist zuversichtlich, Trump wütend

Bei der Wahl in den USA hat sich der Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, trotz eines Rückschlags in Florida siegessicher gegeben. «Wir glauben, dass wir auf dem Weg sind, diese Wahl zu gewinnen», sagte Biden am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware. «Bleibt zuversichtlich, wir werden das gewinnen.»

Präsident Donald Trump hat sich in der Wahlnacht siegessicher gegeben und eine Erklärung zur Wahl angekündigt. Ohne seinen demokratischen Herausforderer zu erwähnen, schrieb Trump am Mittwochmorgen auf Twitter: «Sie versuchen, die Wahl zu stehlen.» Dies werde er nicht zulassen. Nach Schliessung der Wahllokale könnten keine Stimmen mehr abgegeben werden.

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Iowa und Florida gehen an Trump

Der US-Bundesstaat Iowa geht bei der Präsidentenwahl in den USA mit seinen sechs Wahlleuten an den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Mittwochmorgen (Ortszeit) auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. Auch Iowa gilt als wichtiger «swing state». 

Trump sichert sich auch den Schlüsselstaat Florida mit seinen 29 Wahlleuten gegen den Demokraten Joe Biden durchgesetzt. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Mittwochmorgen (Ortszeit) auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen.

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Demokraten halten Mehrheit im Repräsentantenhaus

Bei den Kongresswahlen in den USA sind die Demokraten auf Kurs, ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus zu behalten. Ihre Hoffnungen, auch die Kontrolle im Senat zu erringen, bekamen aber einen Dämpfer. Mehrere republikanische Senatoren, die als Wackelkandidaten galten, konnten ihre Sitze verteidigen.

So konnte sich der Demokrat Jamie Harrison in South Carolina nicht gegen den bisherigen Vorsitzenden des Justizausschusses Lindsey Graham durchsetzen. Harrison hatte damit für Aufsehen gesorgt, dass er die für eine Senatswahl aussergewöhnliche Spendensumme von mehr als 57 Millionen Dollar einsammelte. Auch der Republikaner Thom Tillis, der in Umfragen zuletzt hinter dem demokratischen Herausforderer Cal Cunnigham lag, erklärte sich in North Carolina bereits zum Gewinner.

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Alles zur US-Wahl

  • So viel floss aus Schweizer Firmen in den US-Wahlkampf. Mehr hier
  • Biden oder Trump: Welche europäischen Aktien von welchem Sieger profitieren. Mehr hier.
  • Trump oder Biden: Die Perspektiven für die Schweizer Wirtschaft. Mehr hier (HZ+).
  • Interview mit dem US-Botschafter in Bern und Trump-Mann Ed McMullen. Mehr hier (HZ+).

US-Wahl läuft auf Staaten im Mittleren Westen hinaus

Die Präsidentschaftswahl in den USA wird sich voraussichtlich wie auch schon vor vier Jahren in den Staaten des Mittleren Westens entscheiden. Als auch die bevölkerungsreichen Staaten der Westküste am Dienstagabend (Ortszeit) ihre Wahlbüros schlossen, hatten US-Medien bereits für rund 30 Staaten einen Sieger ausgerufen. In keinem dieser Staaten hat es im Vergleich zu 2016 einen Wechsel der siegreichen Partei gegeben. Herausforderer Joe Biden von den Demokraten gelang damit nicht der erhoffte Erdrutschsieg.

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Nachwahl-Befragungen zufolge liegen Trump und sein demokratischer Biden in wichtigen Bundesstaaten Kopf an Kopf. Die Entscheidung wird Experten zufolge die Auszählung der zahlreichen Briefwahl-Stimmen bringen, die aber erst am Wahltag begonnen habe. Einige Analysten befürchten zudem Anfechtungsklagen, die die weltgrösste Volkswirtschaft auf Wochen hinaus lähmen und die Börsen weltweit in Turbulenzen stürzen könnten.

Ein knappes Rennen zeichnet sich ab

Bei der US-Präsidentschaftswahl hat sich in entscheidenden Bundesstaaten ein knappes Rennen abgezeichnet. Der republikanische Amtsinhaber Donald Trump lag in Florida und Ohio knapp in Führung. Der Demokrat Joe Biden wiederum hoffte auf die Staaten Michigan, Pennsylvania und Wisconsin im Mittleren Westen, wo die Auszählung am Dienstagabend (Ortszeit) allerdings länger zu dauern schien. Landesweit sah es zunächst jedenfalls nicht nach einem überwältigenden Sieg für Biden aus, der in Umfragen vor der Wahl deutlich vorne gelegen hatte.

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Bis zum späten Abend konnten sich beide Kandidaten die Stimmen der Wahlleute aus mehreren Bundesstaaten sichern. Dabei gab es zunächst keine Überraschungen: Trump und Biden sicherten sich jeweils die auch 2016 vom Kandidaten ihrer Partei gewonnenen Staaten.

Anleger hoffen auf Sieg Bidens

In der Hoffnung auf frischen Wind für die Weltwirtschaft nach der US-Präsidentenwahl decken sich Anleger mit Aktien ein. Dax und EuroStoxx50 stiegen am Dienstag um jeweils etwa zwei Prozent auf 12.012 beziehungsweise 3079 Punkte. Terminkontrakte auf die US-Indizes deuteten auf Eröffnungsgewinne der Wall Street hin.

Auch an der Schweizer Börse haben die Anleger am Dienstag in der Hoffnung auf einen klaren Sieg des Demokraten Joe Biden bei der US-Präsidentenwahl zugegriffen. Der Leitindex SMI stieg um zwei Prozent auf 9984 Punkte. Ein eindeutiger Ausgang der Wahl würde den Märkten Sicherheit geben. Zudem setzten die Investoren darauf, dass unter Biden zusätzliche milliardenschwere Konjunkturhilfen in die Wirtschaft gepumpt werden.

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Investoren wetteten im Vertrauen auf die aktuellen Umfragen auf ein Ideal-Szenario, bei dem Joe Biden das Weisse Haus erobert und seine Demokraten zusätzlich zum Repräsentantenhaus auch im Senat die Mehrheit stellen, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Dieser Wahlausgang wäre die Grundlage für die erhofften umfangreichen zusätzlichen Konjunkturhilfen zur Abfederung der Coronavirus-Folgen.

Wahl hält asiatische Börsen in Atem

Das knappe Rennen bei der US-Präsidentschaftswahl hat die Anleger an den Börsen in Asien in Atem gehalten. In Tokio legte der Nikkei in einem nervösen Handelsverlauf am Mittwoch zwar rund zwei Prozent zu. Der japanische Leitindex profitierte dabei aber vor allem von positiven Vorgaben aus den USA und Europa, wo Anleger auf einen Machtwechsel im Weissen Haus gesetzt und sich mit Aktien eingedeckt hatten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 0,8 Prozent.

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Dennoch gebe es insgesamt eine abwartende Haltung, sagte ein Börsianer. Es sehe so aus, dass die Chancen auf einen demokratischen Durchmarsch «fast minütlich» sinken. Ersten Ergebnissen zufolge lagen US-Präsident Donald Trump und sein demokratischer Herausforderer Joe Biden in wichtigen Bundesstaaten Kopf an Kopf.

(gku/tdr/tim/mlo/reuters/sda/awp)