Die Güdel Group, mit Hauptsitz in der Schweiz, ist weltweit führend in der Automations-, Linear- und Antriebstechnik. Seit ihrer Gründung ist sie im Besitz der Eigentümerfamilie und beschäftigt weltweit rund 1000 Mitarbeitende an über 20 Standorten. 

Prof. Dr. Hans Gut ist seit 2019 CEO der Güdel Group. Ab 2014 war er Managing Director von MAN Energy Solutions Schweiz AG. Von 2010 bis 2015 war Gut für das Öl- und Gasgeschäft von MAN an mehreren Standorten in Deutschland, der Schweiz und China zuständig. Der 58-Jährige doktorierte am Fraunhofer-Institut in Stuttgart.

Hans Gut auf Linkedin 

Güdel Group AG, c/o Güdel AG
Gaswerkstrasse 26, 4900 Langenthal
Rechtsform: Aktiengesellschaft
Status: aktiv
Kapitalisierung: CHF 100’000.00
Gründungsjahr: 1906
D-U-N-S® Nr.: 48-084-4125

Was bedeutet Ihnen Sicherheit?
Wenn ich an Sicherheit denke, kommen mir in erster Linie unsere Mitarbeiter in den Sinn. Mir ist es wichtig, dass sie am Morgen gesund zur Arbeit kommen und vor allem am Abend wieder gesund nach Hause zurückkehren. Durch eine sichere Arbeitsumgebung und ergonomische Arbeitsgestaltung können wir das erreichen. Auf der anderen Seite müssen unsere Produkte sicher im Betrieb sein und dürfen Mensch und Umwelt nicht gefährden. Aber wir alle wissen, 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht.  

Wie schützen Sie sich vor Gefahr und Schaden?
Auf der technischen Ebene wird dies durch Einhalten der «Regeln der Technik» sichergestellt. Als Beispiel nenne ich die Maschinenrichtlinie, die für ganz Europa und einige nicht europäische Länder bindend ist. Diese gibt vor, welche Massnahmen zu ergreifen sind, damit Maschinen sicher betrieben werden können. Für unsere Mitarbeiter gelten in erster Linie die Regeln der Suva und des Seco, um die Unversehrtheit zu garantieren. Dabei verbleibt immer ein Restrisiko. Dieses versuchen wir zu versichern.

Können Sie mit Unsicherheiten leben?
Es wird immer Unsicherheiten geben. Wichtig ist, diese zu kennen und die Auswirkungen abzuschätzen. Im technischen Bereich verwenden wir hierzu die FMEA (Failure Modeand Effect Analysis) als eine analytische Methode der Zuverlässigkeitstechnik. Dabei werden mögliche Produktfehler nach ihrer Bedeutung für den Kunden, ihrer Auftretenswahrscheinlichkeit und ihrer Entdeckungswahrscheinlichkeit bewertet.

Wie oft machen Sie eine Risikoabwägung?
Für alle unsere Produkte wird die eben genannte FMEA angewandt und durch unsere Prozessvorgaben gelenkt. Im nicht technischen Bereich wird die Abwägung durch die Tagesaktualität gelenkt. Denken sie nur an die gehäuften Angriffe auf IT-Systeme. Hier liegt es auf der Hand, sich Überlegungen zu einer Cyberversicherung zu machen.

Dies ist ein HZ Insurance-Artikel

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Was ist Ihr höchstes Gut?
Wie oben angesprochen die Unversehrtheit von Mensch und Natur.

Was würden Sie gerne versichern?
Glück!

Welches Renommee geniessen Versicherer in der Schweiz?
Wir nehmen unsere Versicherer als Teil des Gesamtsystems wahr. Leider kosten sie, aber auf der anderen Seite braucht es sie, um unsere Restrisiken abzudecken.

Wie kann ein Versicherer Kundenbeziehungen verbessern?
Durch einen stetigen Kundenkontakt und Kompetenz. Nur wenn der Versicherer uns und unser Geschäft kennt, kann er uns die richtige Leistung vorschlagen.

Welches sind Ihre Entscheidungskriterien für die Wahl eines Versicherers?
Hauptsächlich vertrauen wir auf die Kompetenz unseres Brokers.

Versicherer verkaufen Versprechen. Stimmt das?
Schlussendlich ja, wir kaufen ein Versprechen, das aber über Verträge zwischen uns und dem Versicherer definiert ist. Und wir hoffen, dass dieses Versprechen nie eingelöst werden muss.

Wer regelt in Ihrem Unternehmen die Versicherungsfragen?
Versicherungen werden zum grössten Teil von unserem Legal-Department abgeschlossen. Dabei werden die Bedürfnisse der Fachabteilungen berücksichtigt.

Welchen Versicherungsabschluss haben Sie je bereut?
Bis heute keinen! Dies darf sicher als ein grosses Kompliment an die Versicherer auf der einen und unsere involvierten Mitarbeiter auf der anderen Seite gesehen werden.