Die Vebego International B.V. ist ein traditionsreiches Familienunternehmen, das mit über 36’000 Mitarbeitenden in der Schweiz, im Fürstentum Liechtenstein, in Deutschland, Belgien und in den Niederlanden operiert und einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro aufweist. Ab dem 1. Januar 2021 wurde die Konzernleitung des internationalen Mutterhauses neu gebildet und mit Giuseppe Santagada als Group Chief Operation Officer ergänzt.

Dr. Giuseppe Santagada ist seit März 2018 CEO der auf Immobilien- und Facility Management fokussierten Vebego Schweiz Holding. Der Wirtschaftsingenieur und Absolvent MBA HSG promovierte im Bereich Management und Ökonomie und bildete sich an der Harvard Business School weiter. Er trägt die Verantwortung für die Gesellschaften Vebego AG, Vebego Santé, Vebego Airport AG, Cleaning Service SA, Move Consultants AG sowie CarePeople AG. Die Holding hat sich stark im Facility Management, im Gesundheitswesen sowie im strategischen Immobilien-Management positioniert. Die Orientierung an den Kundenbedürfnissen und ein ausgeprägter Servicegedanke sind für ihn zentrale Elemente der Unternehmenskultur.

Giuseppe Santagada auf LinkedIn.

Vebego Schweiz Holding AG
Albisriederstrasse 253, 8047Zürich
Rechtsform: Aktiengesellschaft
Status: aktiv
Kapitalisierung: CHF 325’000.00
Gründungsjahr: 1972
D-U-N-S® Nr.: 48-074-3871

Herr Santagada, was bedeutet Ihnen Sicherheit?
Sicherheit bedeutet in erster Linie, dass sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und im Arbeitsalltag sicher fühlen. Hierbei sind die Unternehmenskultur und Aus- und Weiterbildung in verschiedenen Bereichen entscheidend. Aus Risikoüberlegungen spielt die Sicherheit ebenfalls eine zentrale Rolle und gehört regelmässig überprüft. Unternehmerisch tätig zu sein, bedeutet jedoch immer auch, Risiken und Unsicherheiten in Kauf zu nehmen respektive diese zu kennen, zu steuern und zu minimieren. Bei einem guten Risikomanagement lassen sich aber auch entsprechend Chancen und Opportunitäten realisieren.

Wie schützen Sie sich vor Gefahr und Schaden?
Primär indem wir die potenziellen Gefahren bestmöglich kennen und daraus migrierende Massnahmen ableiten. Für ausserordentliche und grosse Gefahren- oder Schadenpotenziale bedienen wir uns bei entsprechenden Versicherungslösungen.

Können Sie mit Unsicherheiten leben?
Ja, Unsicherheiten gehören letztlich zu meinem Job. Es gilt vor allem diese Unsicherheiten zu quantifizieren und die Eintrittswahrscheinlichkeit zu bemessen und Massnahmen zu treffen, welche die Unsicherheiten reduzieren. 

Wie oft machen Sie eine Risikoabwägung?
Ich denke, dass jeder von uns tagtäglich Risikoabwägungen vornimmt, das gehört nun mal zum Leben dazu und macht es auch spannend. Im beruflichen Umfeld machen wir quartalsweise eine strukturierte Risikoabwägung.

Führende Frauen in der Assekuranz

Alle bisherigen Porträts finden Sie auf der Übersichtsseite.

Was ist Ihr höchstes Gut?
Gerade in einer so anspruchsvollen Zeit wie während der Covid-19-Pandemie stellt man erneut fest, dass die Gesundheit das höchste Gut ist. Einerseits die Gesundheit meiner Familie und meines engen Umfeldes, aber natürlich auch die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dieser Aspekt hatte auch während der Bewältigung der Krise oberste Priorität.

Was würden Sie gerne versichern?
Ich bin zufrieden mit den Versicherungen, welche mir zur Verfügung stehen. Es ist auch trügerisch zu glauben, dass wir mit einer absoluten Sicherheit ein besseres und zufriedeneres Leben führen. Persönlich erachte ein gewisses Mass an Risiko und Unsicherheit als elementar, damit wir als Gesellschaft weiter Fortschritt erzielen und uns weiterentwickeln.

Welches Renommee geniessen Versicherer in der Schweiz?
In meiner Wahrnehmung ein sehr gutes Renommee. Die Schweiz nimmt hier global eine bestimmende Rolle ein und die Versicherungskonzerne sind ein wichtiger Arbeitgeber in der Schweiz.

Wie kann ein Versicherer Kundenbeziehungen verbessern?
Durch ein vertieftes Verständnis der jeweiligen Branche und des Unternehmens. Im Schadenfall durch ein pragmatisches und schnelles Handeln ohne zu grosse bürokratische Prozesse.

Welches sind Ihre Entscheidungskriterien für die Wahl eines Versicherers?
Vertrauen in die Stabilität sowie der persönliche Kontakt mit den entsprechenden Verantwortungsträgern. 

Versicherer verkaufen Versprechen. Stimmt das?
Versicherer verkaufen in erster Linie einen finanziellen Schutz sowie Unterstützung im Rahmen eines Schadenfalles. Das Versprechen lässt sich im Ereignisfall messen und beurteilen.

Wer regelt in Ihrem Unternehmen die Versicherungsfragen?
Für die Versicherungen ist der Bereich Finance zuständig, sprich der CFO. Denn in erster Linie dienen uns die Versicherungen, die negativen finanziellen Implikationen eines Schadens zu reduzieren.

Welchen Versicherungsabschluss haben Sie je bereut?
Mir ist kein Abschluss bekannt, welchen ich bereuen würde. Klar stellt man sich die Frage, ob die Prämie nicht hätte besser investiert werden können, wenn über Jahre kein Schadenereignis eingetreten ist. Wenn ich dies jedoch effektiv bereuen würde, hätte ich bei der Risikobeurteilung bereits Fehleinschätzung gemacht, wofür letztlich die Versicherung nichts kann (lacht).